Panasonic TX-P 50 VT 20 E: 3D-Plasma-TV im Test
Sehtest HDTV-Signale
HD-Bilder sehen auf dem Panasonic fantastisch aus. Selbst schnellste Sportaufnahmen gelingen aufgrund der perfekten Bewegungsschärfe gestochen scharf. Als netzwelt eine der "Herr der Ringe"-Blu-rays einlegt, wird klar, dass sich auch das typische Kino-Ruckeln wahrnehmen lässt - das ist wichtig für puristisch eingestellte Heimcineasten.
Es spielt keine Rolle, ob man HD-Signale in Progressive- oder Interlaced-Form zuspielt: Der VT 20 verschluckt keine Details und produziert in Kameraschwenks kaum Farbsäume - besser geht es eigentlich kaum. In dunklen Szenen begeistern der enorm hohe Kontrast des Japaners, sein sattes Schwarz sowie die feine Differenzierung. Wie es sich für einen guten Plasma gehört, bleibt das Bild auch aus seitlicher Betrachtungsperspektive genauso gut, was zum guten Tiefeneindruck beiträgt.
3D-Qualität
Zunächst fällt auf, dass der Panasonic - im Gegensatz zum Samsung - 2D-Material nicht in 3D umrechnen kann. Was netzwelt derzeit nicht tragisch findet, schließlich kann das Ergebnis beim Samsung in keiner Weise mit echtem 3D mithalten - so viel zum Thema 3D-Konvertierung.
Die beiden von Panasonic beigelegten Shutterbrillen können die Redaktion nicht begeistern: Einige Tester sehen sogar im dunklen Raum einen Grauschleier am unteren Brillenrand, einem Tester rutscht die Brille immer wieder von der Nase - und generell finden wir die Brillen zu klein. Denn alle Tester hatten die Brillenfassung deutlich im Blick.
Beim 3D-Seh- und Vergleichstest macht der TX-P 50 VT 20 E eine hervorragende Figur - er schlägt den Samsung in fast allen Disziplinen. Zum Beispiel beim Kontrast, traditionell eine der Stärken von Plasmas. Der Panasonic zeigt abgestufte Nuancen, das Bild wirkt glaubwürdig und realistisch, während das 3D-Bild des Samsung zu matt rüberkommt. Auch bei den Farben liegt der Panasonic vorn: sie sehen satt und realistisch aus. Hier wirkt Samsungs 46-Zöller ebenfalls zu blass und zu bläulich. Zur 3D-Bildwirkung lässt sich sagen, dass der Samsung spektakuläre Effekte erzielt, aber teilweise an Geisterkonturen leidet. Diese tauchen zwar auch gelegentlich beim Panasonic auf, aber wesentlich seltener und nicht so stark ausgeprägt. Der VT 20 saugt den Betrachter geradezu ins Bild.
Leichte Vorteile hat der Samsung in puncto Helligkeit im 3D-Betrieb, obwohl sich hier beide Testkandidaten nicht gerade mit Ruhm bekleckern, weil ihr Bild im Kombination mit der Shutterbrille viel zu düster ausfällt. Während der VT 20 bescheidene 14 Candela pro Quadratmeter erreicht, schafft der Samsung immerhin 57 Candela pro Quadratmeter. Folglich sollte man 3D-Bilder nur im komplett abgedunkelten Raum genießen, da sie ihre volle Wirkung erst dort entfalten können.
Gleichstand herrscht hingegen in der Disziplin Schärfe und Details, denn auf die Detailtreue des Bildes hat die 3D-Technik keine Auswirkungen. Höchstens verschmierte Brillen können das Ergebnis negativ beeinflussen. Insgesamt ein klarer 3D-Punktesieg für Panasonics Plasma.
Fazit: Bester 3D-Fernseher bisher
Keine Frage: Der Panasonic TX-P 50 VT 20 E ist 3D-mäßig das beste, was netzwelt bisher untergekommen ist. Im Zusammenspiel mit Panasonics erstem 3D-Blu-ray-Player DMP-BDT 300 zieht er den Zuschauer förmlich ins Geschehen hinein. Auch die üppige Ausstattung und die perfekte Bewegungsschärfe des Plasmas überzeugen, Abzüge gibt es in erster Linie für den hohen Stromverbrauch sowie die begrenzte Helligkeit.
