Edles 5.1-Set für 6.700 Euro im Test
High-End für alle Sinne: Pioneer S-81-Set im Test
Wenn es gerne etwas mehr sein darf, kommt Pioneers hochwertiges 5.1-Set aus der S-81-Serie in Frage. Das Surround-Ensemble sieht nicht nur hervorragend aus, sondern klingt auch so: hochgradig neutral, feinzeichnend, weiträumig und impulsgenau. Wer diese Lautsprecher im Wohnzimmer stehen hat, möchte das Haus nicht mehr verlassen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Pfiffige Ideen und technische Details
- 2Surround-Hörtest
- 3Stereo-Hörtest
- 4Fazit
Pioneer stellt seit über 70 Jahren Lautsprecher her und konnte sich nicht nur in diesem Bereich einen hervorragenden Ruf erwerben. So arbeiten beispielsweise in den legendären Londoner AIR-Studios Standboxen vom Schlage einer S1-EX, bestückt mit Koaxialtreibern. Auf Letztere setzt auch das auf Heimkino ausgerichtete 5.1-Set der S-81-Serie, die mit punktgenauer Abstrahlung alle Plätze im Heimkino gleichmäßig gut beschallen sollen.
Das netzwelt-Test-Set besteht auf dem 900 Euro teuren Center S-81 C-K, dem Kompaktsubwoofer S-81 W-MK für 1.200 Euro, den 3.000 Eure teuren Frontboxen S-81 K sowie den kleinen Surroundboxen S-81 B-LR-K für 1.000 Euro pro Paar. Hinzu kommen noch die beiden jeweils 300 Euro kostenden Ständer für die hinteren Boxen - somit sind wir bei insgesamt 6.700 Euro. Kein billiger Spaß.
Pfiffige Ideen und technische Details
Die Lautsprecher weisen keine hässlichen Löcher auf, in die man die Stoffabdeckungen einhängt, sondern verfügen über Magneten, über die sich die Abdeckungen an sie schmiegen. Die hohen Frontboxen, die auf 1,19 Meter kommen, sind ab Werk auf einer Bodenplatte mit vier Spikes montiert.
Bei ihnen unterstützen Bändchenhochtöner und zwei Tieftöner den Koaxialtreiber. Die Metallkalotten der Koaxialtreiber verfügen über die nötige Leichtigkeit für Frequenzen bis rund 50.000 Hertz. Den Koaxialtreibern, die für den Mittel- und Hochtonbereich zuständig sind, hat Pioneer den Namen "Coherent Source Transducer" verpasst, weil sie ihre Schallanteile in alle Richtungen weitgehend zeit- und phasengleich abstrahlen. Das ist vor allem im Heimkino wichtig, damit Center und Surrounds aus allen Winkeln homogen klingen. Besonders stark konzentrierten sich die Ingenieure auf den koaxialen Center, der durch seine weite Abstrahlcharakteristik auch Hörer erreicht, die nicht genau in der Mitte sitzen.
Pioneer S-81
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Bild vergrößern Goldig: Die sauber herausgeführten Schraubklemmen hinterlassen einen hochwertigen Eindruck. (Bild: netzwelt.de) - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Der Center zeigt ein vorbildliches Rundstrahlverhalten. Er strahlt im gesamten Bereich bis rund 16.000 Hertz über alle Raumwinkel gleichmäßig ab. (Bild: netzwelt.de) - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Das elegante Ensemble ist in drei Farben lieferbar: Hochglanzschwarz, weiße Esche oder Walnuss. - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Nahaufnahme der Spikes bei den großen Frontboxen. - Bild 5 von 5
Bild vergrößern Durch die Regler am Subwoofer kann man zwischen Kino- und Musikwiedergabe unterscheiden. Der „Musik“-Modus verringert die Tiefbasswiedergabe. (Bild: netzwelt.de)
Front- und Surroundboxen verfügen über Bassreflexöffnungen, die durch die Pioneer-Software "Acoustical Filter Assisted System Tuning2 optimiert wurden. Dabei sollen vor allem dröhnende Resonanzen vermieden werden. Bei den 13er-Tieftönern der Frontboxen muss netzwelt erstmals die Kritikkeule schwingen: Sie kommen im Bass nicht besonders tief, da sich ihre Stoffsicken kaum für große Membranhübe eignen.
Ganz anders der massive Treiber mit Langhubsicke im zierlich wirkenden Subwoofer: Der 30-Zentimeter-Bass wird aktiv entzerrt und mit einer 300 Watt starken Klasse-D-Endstufe angetrieben, wobei der Sub auf eine untere Grenzfrequenz von 30 Hertz kommt - sehr ordentlich für einen so kleinen Basswürfel.


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