Mehr als nur ein Kunstfehler
Im Test: Dr. House
Dr. House, dieses brillant-misanthrope Arschloch von Arzt, versprüht seinen beißenden Sarkasmus nun auch im Computerspiel zur TV-Serie. Entwickler Legacy Interactive setzt bei seiner "Simulation" ganz auf drittklassige Spielerbehandlung.
Die Verpackung des von Publisher Prime Games veröffentlichten Denkspiels zur TV-Serie "Dr. House" verspricht "ein Spiel gegen die Zeit mit fünf mitreißenden Fällen". Tatsächlich sind die fünf Geschichtchen aus dem Princeton-Plainsboro Teaching Hospital alles andere als aufregend: Größtenteils als Abfolge von grob aufgelösten Cartoon-Standbildern ohne jegliche Sprachausgabe inszeniert, atmen allenfalls die Texttafeln mit den giftigen Dialogsequenzen ein wenig den Geist des großen TV-Vorbilds.
Ansonsten wird der Spieler mit dröger Klinikroutine abgespeist: Mit Gummihandschuh, Lupe, Stethoskop und wenigen Mausklicks auf verschiedene Körperregionen stellt man vage Diagnosen, lässt sich ein paar Fachbegriffe um die Ohren hauen und beachtet etwa die richtige Reihenfolge der Handgriffe beim Blutabnehmen. Fordernd sind die Aufgaben in "Dr. House" zu keiner Zeit. Und da sich viele Abläufe auch noch mehrmals wiederholen, macht sich schnell Langeweile breit.
Im Test: Dr. House
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Bild vergrößern Prominenter Titel, belangloses Spiel: "Dr. House". (Bild: Prime Games) - Bild 2 von 5
Bild vergrößern Am Ende eines jeden Falls gibt's eine Bewertung von Klinikcheffin Cuddy. (Bild: Prime Games) - Bild 3 von 5
Bild vergrößern Im Zweifelsfall darf man nicht einmal Lupus diagnostizieren. (Bild: Prime Games) - Bild 4 von 5
Bild vergrößern Besseres Raten: An was könnte der Patient wohl leiden? (Bild: Prime Games) - Bild 5 von 5
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Wer erwartet, dass die "Arztsimulation" in eine lebendige Adventure-Handlung mit anspruchsvollen Puzzles eingebettet ist, wird angesichts der ernüchternden Spielerfahrung das Gefühl nicht los, bei "Dr. House" einem Quacksalber auf den Leim gegangen zu sein. Ein Spiele-Placebo ohne jegliche Unterhaltungswirkung, das allerdings ohne Bedenken als Schlafmittel verabreicht werden kann.
Datenblatt
| Dr. House | |
| Spielname | Dr. House |
| Hersteller | Legacy Interactive |
| Vertrieb | Prime Games |
| Genre | Simulation |
| Erhältlich ab | 01.09.2010 |
| Preis | ca. 20 Euro |
| EAN Code | 9783828762091 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Multiplayer | nein |
| Sonstiges | Minimum-CPU mit 1 GHz, 256 MB RAM, Grafikkarte mit 64 MB RAM, 250 MB Festplattenspeicher |
| Bewertung Grafik | mangelhaft |
| Bewertung Steuerung | befriedigend |
| Bewertung Sound | ausreichend |
| Bewertung Spielspass | mangelhaft |
| Bewertung Gesamt | mangelhaft |
| System | PC |
| System | Nintendo DS |
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Beiträge
insgesamt 4 BeiträgeZitat: Der arme Redakteur tut mir Leid. Mir nicht - nur die armen Leser...... :ichwarsn:
Der arme Redakteur tut mir Leid. Das man soetwas testen "muss" ist schon quälerei
Dies Spiel fällt in die Kategorie: "Dinge, die der Mensch nicht braucht" :confused:
Die Serie ist wirklich klasse, aber von solchen Spielen halte ich absolut nichts. Wer sowas kauft ist wirklich selber Schuld