Einblicke in Gewinnspannen und Geschäftspraktiken

Porno-Abmahnungen: Interne Daten einer Anwaltskanzlei veröffentlicht

Porno-Abmahnungen: Interne Daten einer Anwaltskanzlei veröffentlicht Urheberrechtsverletzungen im Internet sind für die Industrie schmerzhaft. Für Anwaltskanzleien aber scheinbar ein gutes Geschäft. Das offenbaren interne Dokumente der britischen Kanzlei ACS:Law. Diese sind beim Einspielen eines Backups der Internetseite der Firma nach einem Hackerangriff aus Versehen ins Netz geraten und werden nun von der Blogosphäre intensiv analysiert.

Werbung

Dem US-Technikmagazin ArsTechnica zufolge wiesen die Geschäftspläne für die Jahre 2010 und 2011 zusammen Einnahmen in Höhe von rund 10 Millionen britischen Pfund aus. Davon würden den Anwälten, die vornehmlich für die Pornoindustrie arbeiten, nach Abgabe von Anteilen an die jeweiligen Klienten und Internetdienstanbieter für Bereitstellung der Adressdaten wohl rund vier Millionen britische Pfund behalten.

Auch persönliche Daten von Beklagten im Netz

Nach der Datenpanne droht der Kanzlei einem Bericht von Cnet zufolge nun aber eine erhebliche Geldstrafe. Der britische Datenschutzbeauftragte hat bereits seine Ermittlungen aufgenommen. Denn neben interner Dokumente finden sich auch Informationen zu bis zu 8.000 Beklagten, inklusive Details zu den Vorwürfen und Reaktionen der jeweiligen Personen. Auch diese Dokumente haben sich Blogger angeschaut. Der Blog TorrentFreak berichtet etwa, dass die Anwälte scheinbar schnell von vermeintlichen Opfern abließen, wenn diese glaubhaft machen würden, dass sie nicht liquide seien. Das seien dem Blog zufolge nur die ersten Erkenntnisse - hunderte weitere Dokumente und E-Mails seien noch gar nicht gelesen worden.

Dem Gründer der Abmahnkanzlei Andrew Crossley stehen also unruhige Wochen bevor. Dabei waren bereits die vergangenen Tage alles andere als ruhig. Die Hacker hatten auch seine private Telefonnummer im Internet veröffentlicht und dazu aufgerufen, den Anwalt nachts wach zu klingeln.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.

Links zum Thema

Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Jaja sensible Daten müssen natürlich auf einem Rechner liegen, der ans Internet angestöpselt ist. Schuld eigene.

Kommentieren