Trennung von Oracle

Umbenennung: Aus OpenOffice wird LibreOffice (Update)

Das freie Office-Paket OpenOffice.org wird künftig unter dem Namen Libre Office weiter entwickelt. Federführend betreuen wird das Projekt die neu gegründete Stiftung "The Document Foundation". Damit stellt sich die als OpenOffice.org Community bekannte Entwicklergemeinde neu auf und macht sich unabhängig vom bisherigen Sponsor Sun, der Anfang des Jahres vom Software-Riesen Oracel übernommen wurde.

Aus OpenOffice.org wird Libre Office. (Bild: The Document Foundation)
Aus OpenOffice.org wird LibreOffice. (Bild: The Document Foundation)
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Sun hatte vor zehn Jahren entschlossen den Programmcode des damals als Star Office bekannten Programmpakets freizugeben. Fortan werkelte eine fleißige Entwicklergemeinde rund um den Globus daran das Office-Paket weiterzuentwickeln, gesponsert und unterstützt durch Sun. Doch Anfang des Jahres wurde das Unternehmen von Oracle übernommen. Der Softwareriese hat sich allerdings in der Vergangenheit keinen guten Namen im Umgang mit freien Software-Projekten erworben. Die Gründer von The Document Foundation wollen die Stiftungsgründung jedoch nicht als Trennung verstehen. Vielmehr gehe es darum, die Entwicklergemeinde besser zu organisieren und das Projekt von den kommerziellen Interessen eines Unternehmens zu lösen.

Einladung an Oracle

Zugleich sprach die Vereinigung aber auch eine Einladung an Oracle aus, der Stiftung beizutreten, sich weiterhin an der Entwicklung zu beteiligen und die Markenrechte für den Namen OpenOffice.org der Stiftung zu überschreiben. Sollte dies geschehen, würde die Software wieder unter dem bekannten Namen vertrieben werden. Andernfalls bleibe es bei der Bezeichnung Libre Office. Eine erste Beta-Version des Programmpakets steht bereits zum Download bereit.

Oracle selbst hat die Entscheidung der Entwicklergemeinde noch nicht kommentiert. Dafür gibt es viel Applaus für den Schritt von anderen Unternehmen. Auf ihrer Webseite präsentiert The Document Foundation bereits eine Vielzahl von prominenten Unterstützern des Projektes, darunter Googles Open Source Manager Chris DiBona, Novell-Manager Guy Lanardi und Jan Wildeboer von RedHat.

Update 06.10.2010: Oracle lehnt Einladung ab

The Document Foundation hat heute ein Statement von Oracle veröffentlicht, in dem das Unternehmen erklärt sich vorerst nicht an der Stiftung beteiligen zu wollen. "Oracle investiert erhebliche Mittel in OpenOffice.org", heißt es dort drin. Mit mehr als hundert Millionen Nutzer sei OpenOffice.org zudem wohl eines der fortschrittlichsten Open Source-Projekte. Oracle forderte in dem Statement die Community zudem dazu auf, sich weiter an der Entwicklung von OpenOffice.org zu beteiligen.

Die Entwickler scheinen hierzu aber nicht bereit und wollen nun OpenOffice.org unter dem Namen Libre Office weiterführen. Die erste bereits Ende September veröffentlichte Beta-Version wurde der Document Foundation zufolge bereits rund 80.000 mal heruntergeladen.

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Beiträgeinsgesamt 4 Beiträge

Die Überschrift ist ziemlich unglücklich ausgewählt. Wir sollten das nicht falsch verstehen. LibreOffice ist eine Abspaltung von OpenOffice, das jetzt von Oracle vertrieben wird. Es gibt jetzt also OpenOffice und...

Solange sie WIRKLICH unabhängig bleiben, und sich nicht allzu sehr von anderen Unternehmen beeinflussen lassen, ist dsa ganze eine gute Sache. Schritt für Schritt bewahrheiten sich alle Befürchtungen gegen...

Naja, ob der Aspekt soviel anders war bisher? Es war von Sun abhängig, die zugegebenermaßen recht aktiv waren in Sachen Open-Source, aber auch nicht immer völlig unumstritten. Und Oracle hat da...

Ich finde es Ist ja gut das dieses Open Source Projekt weiter geführt wird. Aber schade ist das Open Office (jetzt LibreOffice) sich jetzt von großen komerzielen Spenden wie z.B von Google abhängig...

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