Zwei Geräte durchleuchten Reisende

Flughafen Hamburg: Körperscanner im Einsatz

Am Montag hat der erste Körperscanner-Test in Deutschland begonnen. In Hamburg gehen die Geräte für ein halbes Jahr in Probebetrieb. Bundesinnenminister de Maizière ließ sich als Erster durchleuchten. Für Passagiere ist die neuartige Kontrolle vorerst freiwillig.   

Drei Sekunden lang die Arme hoch: Bundesinnenminister de Maiziere testete als einer der Ersten den Körperscanner am Hamburger Flughafen. Bild: BMI
Drei Sekunden lang die Arme hoch: Bundesinnenminister de Maiziere testete als einer der Ersten den Körperscanner am Hamburger Flughafen. Bild: BMI

In Hamburg sind am Montag zwei Körperscanner in Betrieb genommen worden. Sie werden am Flughafen Fuhlsbüttel von der Bundespolizei getestet. Bundesinnenminister de Maizière weihte den Probebetrieb ein und testete die Körperscanner als Erster.

Werbung

Die Durchleuchtung ist für Passagiere vorerst freiwillig. Für ein halbes Jahr sollen die Körperscanner getestet werden. Die Behörden erhoffen sich von der neuartigen Sicherheitskontrolle Verbesserungen beim Aufspüren von Waffen und Sprengstoff. De Maizière beklage aber, dass die Geräte noch zu häufig Fehlalarm auslösen würden.

Drei Sekunden lang die Arme hoch

Die eingesetzten Körperscanner arbeiten mittels Millimeterwellen. Mit den Strahlen, die zwischen Mikrowellen und Infrarot liegen, werden angeblich auch nichtmetallische Gegenstände registriert, was bei den herkömmlichen Torsonden nicht der Fall ist. 

Beim Körperscanner-Test durchlaufen Passagiere eine Kabine. Dort hält der Reisende drei Sekunden lang die Arme über den Kopf. Die Sicherheitsbeamten sollen anschließend auf einem Piktogramm erkennen können, ob und an welchem Ort des Körpers per Hand nachkontrolliert werden muss.

Körperscanner kosten 150.000 Euro

Die Piktogramme sehen bei jeder kontrollierten Person gleich aus. Optisch erinnern sie an ein Strichmännchen. Nach der Kontrolle werden die Daten gelöscht, eine Speicherung findet also nicht statt.

Bei den Körperscannern in Hamburg handelt es sich um Geräte des Typs "ProVision ATD", die 150.000 Euro pro Stück kosten. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums ist der Einsatz der Millimeterwellen gesundheitlich unbedenklich, Röntgenstrahlen werden bei diesem Verfahren nicht eingesetzt.

Die Geräte werden mit einer Sondergenehmigung der EU getestet. Im Probebetrieb sind Körperscanner auch in Großbritannien. Zum Einsatz kommen die Apparate zudem in Moskau und in den USA. In den Vereinigten Staaten sind an Flughäfen bereits 190 Scanner aufgestellt.

Links zum Thema

Beiträgeinsgesamt 8 Beiträge

http://www.toonpool.com/user/661/files/nackt-scanner_715105.jpg Ein bisschen Humor... :D

Ja, aber wenn einer was zu verstecken hat wird er bestimmt nicht da durchlaufen und zweitens ist die Masse an denen kontrolliert werden soll auch bisschen abgespeckt! Du hast schon recht für mich ist sogar...

Zitat: Jo! Wieso werden sie dann überhaupt aufgebaut??:confused: Weil es so viele Menschen in Deutschland gibt die sich dagegen wehren. Für mich wird es wohl positiv sein. Mir...

andersherum finde ich es gut wenn ich nichts zu verbergen habe dann kann ich da durch gehen und spiele so mit offenen Karten!

Zitat: Ja, aber der eigentliche Nutzen sollte aber ja wohl eine Verbesserung der Kontrollen sein?! Also, soll da gefälligst jeder durch! Man sieht ja nichts, außer "Strichmänchen". Ist ja nichts...

Kommentieren