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Samsungs Galaxy 3 im Test: Viel Ausstattung für unter 200 Euro
DLNA, HSDPA und WLAN n-Standard

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Das Samsung Galaxy 3 ist ein Einsteiger-Smartphone auf Basis von Googles Android- Betriebssystem. Für einen kleinen Preis erhalten Käufer hier eine üppige Hardware-Ausstattung. Dennoch lohnt sich ein Blick auf Alternativen in diesem Preissegment.

Seit Juli ist Samsungs Mobiltelefon GT I5800 auf dem deutschen Markt erhältlich. Der südkoreanische Hersteller vermarktet es dabei unter dem Namen Galaxy 3. Nach dem Highend-Modell Galaxy S richtet sich das neue Android-Handy dagegen an preisbewusste Käufer. Das heißt jedoch nicht, dass der Hersteller an der Ausstattung gespart hat.

Im Gegenteil - das Galaxy 3 bietet Ausstattungsmerkmale, die sonst nur Geräte höherer Preisklassen aufweisen. Als multimedialer Alleskönner preist der südkoeranische Hersteller sein neues Modell an, ideal geeignet auch für die Nutzung des mobilen Internets und sozialer Netzwerke.

Verarbeitung: Black is not so beautiful

Die Verarbeitung des Galaxy 3 ist solide. Dem Preis entsprechend verwendet Samsung allerdings nur lackiertes Plastik. Mit den Maßen 114 x 55 x 12,9 Millimeter ist das Galaxy 3 zudem relativ kompakt gebaut. In der Hand fühlt es sich aber wie ein Stück Seife an. Auf der Rückseite finden sich schnell Fingerschlieren, weshalb das Handy auch leicht aus der Hand rutschen kann. Wer Wert auf ein gepflegtes Aussehen seines Mobiltelefons legt, muss sich deshalb darauf einstellen,  das Galaxy 3 öfters zu reinigen.

Unter dem Touchscreen kommen zudem keine Sensortasten sondern drei physikalische Buttons zum Einsatz, die bei jedem Drücken ein hörbares Knacken von sich geben. Das Innenleben ist dagegen fest verbaut, beim Schütteln sind keine Geräusche zu hören. Der Akkudeckel lässt sich zwar ohne Mühe mit nur einem Finger abnehmen, beim Draufstecken rastet er aber nicht unbedingt wieder an jeder Stelle sofort ein. Optisch wirkt es so, als ob der Deckel fest auf dem Gehäuse sitzt, in der Folge kommt es zu hässlichen Knackgeräuschen, wenn die übrigen Stellen bei der Nutzung des Geräts nachträglich einrasten.

Gelungen ist dafür die Anordnung der Schächte für SIM-Karte und micro SD-Karte. Sie befinden sich seitlich am Gerät unter der Abdeckung. So kann der Nutzer die Karten entfernen oder wechseln, ohne den Akku entfernen und das Gerät ausschalten zu müssen. Das Einsetzen einer micro SD-Karte ist mitunter aber eine Fummelei, da der Einschub von der Gehäusekante überlagert wird und mit den Fingern nicht so gut zu erreichen ist.

Leistung: Keine nennenswerten Schwächen

Weder Akku noch Prozessor leisteten sich im Test nennenswerte Schwächen. Anwendungen startete das Galaxy 3 ohne Verzögerungen und auch bei mehreren geöffneten Applikationen lief das Mobiltelefon flüssig. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit zwischen 7 und 15 Stunden reine Gesprächszeit an. Im Standby-Modus soll das Mobiltelefon sogar über 500 Stunden aushalten ohne an die Steckdose zu müssen. Von Werk aus verfügt das Galaxy 3 über einen internen Speicher von 170 Megabyte, dieser lässt sich per Speicherkarte auf bis zu 32 Gigabyte erweitern.

Display: Viele Flecken auf 3,2 Zoll

Beim Display müssen die Käufer leider auf einen AMOLED-Bildschirm verzichten, dennoch stellt der 3,2 Zoll (8,1 Zentimeter) große Touchscreen alle Bildschirminhalte gut dar. Lediglich bei Sonneneinstrahlung leidet die Lesbarkeit des Schirms. Was nervt, ist das schnelle Verschmutzen des Touchscreens. Nahezu jeder Fingerabdruck hinterlässt hässliche Spuren und Flecken. Auch hier gilt: Häufiges Reinigen ist Pflicht.

Multimedia: Zweckdienliche Ausstattung

Die eingebaute Kamera erfüllt ihren Zweck. Mit einer Auflösung von drei Megapixeln ist der verbaute Sensor zwar nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, dennoch liefert die Kamera ansehnliche Bilder. Allerdings erscheinen dunkle Bereiche auf dem Bild manchmal zu dunkel und helle deutlich zu hell. Ebenfalls umständlich ist die Bedienung. Samsung spendiert dem Galaxy 3 keinen Auslöser am Gehäuse. Stattdessen muss der Nutzer auf einen Button auf dem Touchscreen drücken. Dass die Lautstärkeregeler zum Zoomen dienen, erfährt der Nutzer auch nur durch Ausprobieren. Auch lässt sich die Kamera nur bei eingelegter microSD Karte nutzen. Immerhin liefert Samsung eine 1 Gigabyte große Speicherkarte gleich mit.

Samsung Galaxy 3 im Test

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Die Schächte für microSD- und SIM-Karte verstecken sich an der Seite des Gerätes und nicht unter dem Akku.

Bedienung: Gelungener Touchscreen

Der Touchscreen reagiert schnell und zuverlässig auf Eingaben, ebenso die Buttons unterhalb des Schirms sowie an der Geräteseite. Allerdings weisen alle keinen klaren Druckpunkt auf. Die mittlere Taste ist zudem eingelassen und könnte gerade Smartphone-Einsteiger verwirren, da sie einem Steuerkreuz ähnelt. Anwählen lassen sich Menüs hierüber aber nicht.

Ebenfalls verwirrend: In den Einstellungen des Gerätes findet sich ein umfangreiches Menü mit wählbaren Option für die alternative Texteingabetechnik Swype. Auf der virtuellen Tastatur ließ sich diese aber nicht aktivieren. Nervig ist zudem der (abschaltbare) Soundeffekt der Telefontastatur. Bei jedem Drücken einer Taste wird hier ein Ton ausgestoßen, der an einen Mix aus dem Grunzen von Schweinen und dem Sprung-Sound von Super Mario erinnert.

Software: With Google

Das Samsung Galaxy 3 darf sich mit dem Schriftzug "With Google" auf der Rückseite schmücken. Damit sind vorab bereits alle Google Dienste auf dem Handy installiert und für die mobile Nutzung optimiert. Auch sonst zeigt sich Samsung bei den vorinstallierten Apps großzügig. So findet sich unter anderem die Office-Anwendung Think Free auf dem Smartphone. Allerdings fehlt eine Software die vergleichbar mit Sony Ericssons Timescape oder dem Friendstream von HTC Nachrichten aus verschiedenen Quellen wie Sozialen Netzwerken oder dem SMS Speicher bündelt.

Als Betriebssystem kommt die nicht mehr aktuelle Android Version 2.1 zum Einsatz. Gerüchten zufolge soll es ein Update auf die Version 2.2 geben. Eine offizielle Ankündigung beziehungsweise Zeitplan hierfür gibt es jedoch noch nicht.

Gerüchten zufolge soll das Galaxy 3 ein Update auf Android 2.2 erhalten. Wann ist jedoch noch unklar.

Ausstattung: Unterstützung vieler Standards

Die weitere Ausstattung des Smartphones kann sich sehen lassen. Das Galaxy 3 unterstützt für ein Gerät seiner Preisklasse zahlreiche Standards, die sonst nur bei teuren Geräten zu finden sind. Dazu zählen der Heimvernetzungs-Standard DLNA sowie den Video Codec DivX. Auch der schnelle WLAN n-Standard wird unterstützt. Auch im mobilen Internet kann der Nutzer dank HSDPA schnell surfen. Allerdings unterstützt das Mobiltelefon hier nicht die volle Bandbreite, sondern lediglich bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde. Die Einschränkung ist in der Praxis aber kaum spürbar.

Richtig Nerven kostet dafür das verbaute GPS-Modul. Im Test fand es teilweise auch nach minutenlanger Suche keinen Satelliten. Nach einem Neustart stellte es die Verbindung dann binnen Sekunden her. So verkommt die Navigation mit dem Galaxy 3 zum reinen Glückspiel.

Fazit: Solides Einsteiger-Smartphones ohne Highlights

Die gute Nachricht vorab: Mit dem Kauf des Samsung Galaxy 3 können Smartphone-Einsteiger nichts falsch machen. Das Samsung-Mobiltelefon bietet keinerlei größere Schwächen. Käufer müssen jedoch mit dem lieblosen Design und der billigen Verarbeitung des Gerätes leben. Wirkliche Highlights setzt das Gerät zudem nicht. Zwar sind die für diese Preisklasse eher ungewöhnliche Unterstützung von DLNA und dem schnellen WLAN n-Standard nett, für Einsteiger aber eher unwichtig.

Interessierte sollten sich daher den Kauf des Galaxy 3 sehr gut überlegen. Denn für einen vergleichbaren Preis gibt es durchaus empfehlenswerte Alternativen. Das HTC Wildfire etwa ist dem Samsung-Handy in Sachen Verarbeitung und Optik haushoch überlegen. Eine weitere Alternative ist Sony Ericsson neues Xperia X8. Dieses setzt zwar auf ähnlich kostengünstige Materialien in der Verarbeitung, dafür bietet es aber mit seiner Timescape Software ein echtes Highlight beim Sortieren der Flut an Mitteilungen und verfügt über eine Kamerataste an der Gehäuseseite.

Das Samsung Galaxy 3 ist bereits seit Ende Juli in Deutschland erhältlich. Als unverbindliche Preisempfehlung gibt Samsung 299 Euro an. Der Straßenpreis liegt jedoch mittlerweile bei rund 200 Euro ohne Vertragsbindung.

Kommentare zu diesem Artikel

Das Samsung Galaxy 3 ist ein Einsteiger-Smartphone auf Basis von Googles Android- Betriebssystem. Für einen kleinen Preis erhalten Käufer hier eine üppige Hardware-Ausstattung. Dennoch lohnt sich ein Blick auf Alternativen in diesem Preissegment.

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  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Samsungs Galaxy 3 im Test: Viel Ausstattung für unter 200 Euro

    Kleiner Schönheitsfehler: Das Smartphone im Artikel ist das Samsung Galaxy 3 (GT I5800), das Smartphone im von dir geposteten Video das Galaxy S3 (GT-I9300). Die S3-Version ist neu. Die 3-Version gibt es bereits seit 2010.
  • Michaela1984 schrieb Uhr
    AW: Samsungs Galaxy 3 im Test: Viel Ausstattung für unter 200 Euro

    youtube.com/watch?v=eKW6492Tz3M&feature=share Mir gefällt es:)

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Samsungs Galaxy 3 im Test: Viel Ausstattung für unter 200 Euro
Samsungs Galaxy 3 im Test: Viel Ausstattung für unter 200 Euro
Samsung präsentiert mit dem Galaxy 3 ein Android-Smartphone für Einsteiger. Leider ist ds Gerät jedoch nicht die erste Wahl für Einsteiger.
http://www.netzwelt.de/news/84165-samsungs-galaxy-3-test-viel-ausstattung-200-euro.html
2010-09-28 16:31:47
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/maxdome-bietet-seinen-kunden-verschiedene-abo-pakte-994.jpg
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