Mit (X)HTML, CSS und Co. Webseiten entwickeln

Netzwelt-Wissen: Die wichtigsten Skriptsprachen fürs Web

Um eine eigene individuelle Webseite zu entwickeln, ohne auf Homepage-Baukästen zurückgreifen zu müssen, sollte sich der Anwender zuerst mit den wichtigsten Auszeichnungs- und Skriptsprachen vertraut machen. Einsteiger kommen dabei häufig mit (X)HTML und CSS aus. Wer mehr aus seiner Webseite holen möchte, muss sich zusätzlich mit JavaScript, PHP und MySQL beschäftigen.

Einige Web-Anwendungen wie etwa der Microblogging-Dienst Twitter wurden mit Ruby on Rails entwickelt.
Einige Web-Anwendungen wie etwa der Microblogging-Dienst Twitter wurden mit Ruby on Rails entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1(X)HTML: Die Webseite bekommt Struktur
  2. 2CSS: Inhalte werden formatiert
  3. 3JavaScript und AJAX: Dynamische Inhalte in HTML
  4. 4Ruby on Rails: Webapplikationen entwickeln
  5. 5PHP: Dynamische Webseiten auf dem Server erzeugen
  6. 6MySQL: Open Source Datenbank-Server
  7. 7Einsteiger müssen nicht alles beherrschen
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(X)HTML: Die Webseite bekommt Struktur

HTML ist die Abkürzung für "Hyper Text Markup Language" und dient als Auszeichnungssprache, um die Struktur einer Webseite festzulegen. Mit relativ einfachen Mitteln kann der Webdesigner den groben Aufbau der Webseite festlegen und Inhalte wie Bilder, Text, Tabellen oder Links einfügen. Durch Tags werden einzelne Abschnitte wie Überschriften, Textabsätze oder Listen gekennzeichnet. HTML ist nicht dafür geeignet, um die ausgegebenen Inhalte zu formatieren.

Die Auszeichnungssprache befindet sich derzeit in der Version 4.01 und wird vom World Wide Web Consortium (W3C) standardisiert und weiterentwickelt. Mit XHTML wurde HTML mit strengeren und einfacheren Regeln in XML neu formatiert. Diese liegt derzeit in der Version 1.1 vor. Außerdem wird gerade mit HTML5 an einer neuen Version gearbeitet, die später HTML 4.01, XHTML 1.0 und DOM HTML Level 2 ersetzen wird. HTML5 bindet unter anderem erstmals auch Multimedia-Elemente wie Audio und Video in die Webseite ein, ohne Zusatz-Plugins wie den Adobe Flash Player nutzen zu müssen.

CSS: Inhalte werden formatiert

Die "Cascading Style Sheets" (CSS) sorgen für die Formatierung der in HTML- oder XHTML-Dokumente eingebundenen Elemente. Dazu kann der Webentwickler einzelne Tags oder im HTML-Dokument gekennzeichnete Klassen ansprechen und ihnen Eigenschaften wie Position, Farbe oder Schriftart vergeben. Außerdem ist es möglich, für verschiedene Ausgabemedien wie dem Bildschirm, Drucker oder der Sprache unterschiedliche Formatierungen zu vergeben.

Nicht alle Browser setzen die verschiedenen Versionen von CSS in gleicher Form um. Die nach der Übernahme von CSS durch das W3C im Jahre 1995 erschienene Version CSS1 läuft in aktuellen Browsern nahezu vollständig. Auch CSS2 wird von vielen Browsern zum größten Teil unterstützt, andere Browser wie etwa der Internet Explorer verarbeiten die Version jedoch nur mangelhaft. Die modular aufgebaute Version CSS3 befindet sich seit 2000 in Entwicklung.

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