PC-Hersteller dürfen Sicherheits-Software vorinstallieren

Sicherheit: Microsofts Security Essentials kostenlos für kleine Unternehmen

Kostenlos - mit diesem Zauberwort locken die Software-Hersteller in der Regel nur Privatanwender. Das gilt besonders auch für Sicherheits-Software, wo es abgespeckte Freeware-Versionen für die private Verwendung gibt. Unternehmen dagegen müssen für den gewerblichen Einsatz der Sicherheitsprodukte bezahlen. 

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Ab Oktober kostenlos: Security Essentials von Microsoft
Ab Oktober kostenlos: Security Essentials von Microsoft
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Jetzt stellt Microsoft sein Antivirenprogramm Security Essentials für kleine Unternehmen mit maximal zehn PCs kostenlos zur Verfügung. Dafür ist laut Microsoft nicht einmal eine Registrierung oder Aktivierung erforderlich. Die Security Essentials für kleine Unternehmen sollen schon ab Anfang Oktober zum Download bereit stehen. OEMs und PC-Hersteller können ihre Rechner auch mit den vorinstallierten Security Essentials ausliefern. 

Die Sicherheits-Software kann im Funktionsumfang nicht mit den großen Suiten der etablierten Hersteller wie Symantec, Kaspersky oder McAfee mithalten. Die Software ist auf das Allernotwendigste beschränkt und schützt im Wesentlichen nur vor den üblichen Verdächtigen wie Viren, Spyware und Malware. Auf die Abwehr raffinierter Hackerangriffe ist sie nicht ausgelegt.

Version 2 erscheint demnächst

Die erste Version, die für Privatanwender bisher schon gratis war, soll demnächst von Version 2 abgelöst werden. Diese schützt dann auch beim Internet Surfen.

Als Begründung für die kostenlose Verteilung der Sicherheits-Software verweist Microsoft in einem SMB Community Blog-Blog (SMB, Small and Medium Business) auf den Umstand, dass sehr kleine Unternehmen oder Bürogemeinschaften in der Regel keinen professionellen IT-Administrator haben, der sich um die Verwaltung des Netzwerks und Sicherheitsfragen kümmern könnte.

Microsofts Theresa Burch, zuständig für das Produktmanagement, erklärt in einem Video, was aus ihrer Sicht die Vorteile der Security Essentials für kleine Unternehmen sind. (Siehe Links zum Artikel)

Sinnvoll könnte der Einsatz der abgespeckten Sicherheits-Lösung sein, solange sich die Mitarbeiter auch selbstverantwortlich um die Sicherheit ihrer PCs kümmern, also beispielsweise in sozialen Netzwerken wie Facebook vorsichtig agieren und nicht jeden Dateianhang in E-Mails bedenkenlos öffnen.

Die große Lösung: Forefront Client Security 

Für die große Lösung steht aus dem Hause Microsoft immer noch Forefront Client Security zur Verfügung. Diese bietet die typischen Netzwerk-Features wie zentrale Administration und Einrichtung von Sicherheitsrichtlinien. 

Im Zusammenhang mit der Ankündigung hat der Softwareriese noch einen besonders wertvollen Hinweis. Inhaber von kleinen Firmen sollten auf Windows 7 Professional umsteigen, weil damit Zuverlässigkeit, Kompatibilität und Performance der Hardware optimiert werden. So gesehen sind die Security Essentials wohl selbst ein Trojanisches Pferd, das bei kleinen Unternehmen das Tor für Windows 7 öffnen soll.

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