Musik und Videos nur im Einzelverkauf erhältlich
Microsoft Zune: Keine Musik-Flatrate für Deutschland (Update)
Microsoft hat offiziell die Expansion seines Musik- und Videodienstes Zune nach Europa bekannt gegeben. Bitter für deutsche Musikfans: Die Flatrate Zune Pass wird hierzulande nicht angeboten werden. Deutschen Nutzern bleibt nur die Möglichkeit, Musikstücke und Filme im Einzelverkauf über Zune zu erwerben.

In Großbritanien, Spanien, Frankreich und Italien bietet Microsoft dagegen die Musikflatrate für 9,99 Euro monatlich an. Damit haben Nutzer unlimitierten Zugang zum Zune-Musikkatalog. Den Zune Marktplatz erreichen europäische Nutzer mit der aktuellen Version 4.7 der Zune-Software, die kostenlos aus dem Internet geladen werden kann. Der Zugang kann dabei über einen Windows-Computer, die Microsoft Konsole Xbox oder den bald erscheinenden Mobiltelefonen auf Basis von Windows Phone 7 erfolgen.
Große Plattenfirmen und Filmunternehmen liefern Inhalte
Die Inhalte für den Musik- und Videodienst liefern dabei nahezu alle namhaften Unternehmen der Musik- und Filmbranche, darunter Universal, Sony, EMI, Warner Brothers und Paramount Pictures. Auch zahlreiche unabhängige Labels finden sich im Angebot. Angaben zu den Preisen für den Einzelkauf eines Musikstücks oder Films macht Microsoft nicht. In den USA bietet der Software-Riese aus Redmond jedoch einzelne Stücke ab 0,99 US-Dollar (circa 0,75 Euro).
Zune war bislang nur in den USA zugänglich. Der Dienst wurde dort zusammen mit dem gleichnamigen MP3-Player eingeführt. Aufgrund des mäßigen Verkaufserfolges schafften diese es jedoch nie nach Deutschland und somit blieben auch die Zune-Dienste deutschen Nutzern verschlossen. Da Windows Phone 7 aber teilweise auf diesen Diensten aufbaut, war eine Öffnung der Dienste für den europäischen Markt unumgänglich.
Update 14.21 Uhr: Zune Pass in Deutschland laut Microsoft nicht wirtschaftlich
Das Flatrate-Angebot Zune Pass wird in Deutschland zunächst nicht angeboten, weil Microsoft die Wirtschaftlichkeit des Dienstes aufgrund rechtlicher Besonderheiten in Deutschland nicht gewährleistet sieht. Das teilte das Unternehmen auf Anfrage von netzwelt mit. Man werde zwar weiter die Situation beobachten, habe zurzeit aber keine Pläne für eine Einführung des Zune Pass hierzulande. Mit den rechtlichen Besonderheiten meint der Software-Riese aus Redmond wohl die Musikverwertungsgesellschaft GEMA. Diese verlangt gegenwärtig für per Abonnement finanzierte Music-on-Demand Dienste eine Vergütung von 15 Prozent der Entgelterlöse.

War ja so klar, bei uns ist selbst ein Mückenfurz politisch wertvoll.... GEMA und GEZ, komisch dass es in anderen Ländern besser klappt. Und dann ab 2011 pro Haushalt abkassieren, ja ja das würde...