Der Anfang vom Ende
Im Test: Halo: Reach
"Reach" ist krönender Abschluss und zugleich Auftakt der millionenfach verkauften Science-Fiction-Saga "Halo". Im Mittelpunkt des exklusiv für Xbox 360 entwickelten 3D-Shooters stehen jene Ereignisse, die in der "Halo"-Trilogie ihren Höhepunkt finden. Und obwohl Fans wissen, wie das Ganze ausgehen wird, ist der Weg dorthin ein abenteuerlicher - und für Microsoft ein lohnender. "Reach" spülte bereits am ersten Verkaufstag über 200 Millionen US-Dollar in die Kassen des Publishers und gilt als bislang bester Entertainment-Produktstart in diesem Jahr ...
Ob "Krieg der Sterne", "Underworld" oder "Batman" - bei erfolgreichen Kinofilmen ist es nicht ungewöhnlich, dass nach einigen erfolgreichen Streifen ein sogenanntes Prequel produziert wird, in dem die Vorgeschichte beleuchtet wird. "Reach" wählt denselben Weg und verzichtet zudem auch noch auf den Protagonisten der "Halo"-Trilogie: den legendären Supersoldaten mit dem Codenamen Master Chief. Aber es geht auch ohne ...
Auf Reach ist die Hölle los. Eine Alien-Allianz, die sich selbst als Covenant bezeichnet, greift den dicht bevölkerten Planeten an. Ziel der Außerirdischen ist die Vernichtung der menschlichen Zivilisation. Doch diese ist den Aliens nicht schutzlos ausgeliefert. Die Speerspitze der Verteidigung ist das Noble Team - ein kleiner Elite-Trupp, dem sich der Spieler anschließt.
In der Einzelspielerkampagne werden die Kameraden vom Computer gesteuert. Schließen sich vier Spieler zusammen, können sie in die Rollen der einzelnen Marines schlüpfen - das funktioniert an einer Xbox 360 im (grafisch unschönen) Split-Screen-Modus ebenso wie über die Online-Gaming-Plattform Xbox Live.
Insgesamt zehn Missionen wollen bewältigt werden. Die Bandbreite der Einsätze reicht von vermeintlich einfachen Aufklärungsmissionen über dramatische Verteidigungsgefechte bis hin zu epischen Luftschlachten. Für genügend Abwechslung ist also gesorgt, auch wenn Veteranen das alles bekannt vorkommen dürfte und nach rund acht Stunden den Abspann zu Gesicht bekommen. Doch auch Neulinge finden aufgrund der eingängigen Steuerung schnell ins Spiel.
Umfangreich wie immer: das Arsenal an Waffen und Fahrzeugen, darunter ein paar Neuheiten wie etwa ein Jeep mit Raketenwerfer. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, auf eine Spezialfähigkeit zurückzugreifen und diese während einer Mission auszutauschen. Mittels "Jetpack" erhebt man sich in die Lüfte, der "Holografische Köder" erzeugt ein Abbild, um die Gegner zu narren - und in ganz brenzligen Situationen erschafft man einfach einen undurchdringlichen Schutzschild.
Video: Halo: Reach
Während diese technischen Helfer in der Einzelspielerkampagne eher selten zum Einsatz kommen, entscheiden sie in den Multiplayer-Matches oftmals über Sieg und Niederlage. Apropos: "Halo: Reach" beweist, dass sich selbst der fast perfekte Mehrspieler-Modus von "Halo 3" noch verbessern lässt. Neben den aus "Halo: ODST" bekannten und aufgewerteten "Feuergefechten" gegen Wellen von Alien-Angreifern stehen Multiplayer-Fans sage und schreibe zwölf verschiedene Team- und Versus-Modi mit zahlreichen Variationen zur Auswahl. Und dank des integrierten Level-Editors lassen sich die Karten nahezu beliebig anpassen.
Im Test: Halo: Reach
Krönender Abschluss und zugleich Auftakt der "Halo"-Reihe: "Reach". (Bild: Microsoft)
Der Spieler schlüpft in die Rolle des Spartan-Soldaten Noble Sechs. (Bild: Microsoft)
Action- und Effektgewitter: "Halo: Reach" bietet Veteranen kaum Neues, dafür aber eine Art Best of der bislang veröffentlichten Shooter. (Bild: Microsoft)
Wie üblich, darf man sich bei "Halo: Reach" auch hinter das Steuer diverser Vehikel klemmen. (Bild: Microsoft)
Grafisch ist "Reach" jedoch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Zwar beweisen die Entwickler ein gutes Händchen bei der Inszenierung ihrer effektgespickten Schlachten und fangen das Geschehen mal mit der virtuellen Handkamera, mal mit der großen Totalen inklusive gewaltiger Raumkreuzer am Himmel ein. Doch bei weitläufigen Schauplätzen kann die Qualität der Texturen nicht immer überzeugen. Geschludert wurde auch bei der Lokalisierung. Technische Ungereimtheiten, unglückliche Übersetzungen und Sprecher, die ab und an ein wenig unbeteiligt klingen, passen überhaupt nicht zum filmreifen Bombast-Soundtrack, der die actionreichen Schlachten letztlich dann doch zum ganzen großen Kino macht.
Datenblatt
| Halo: Reach | |
| Spielname | Halo: Reach |
| Hersteller | Bungie |
| Vertrieb | Microsoft |
| Genre | Action |
| VÖ Datum | 14.09.2010 |
| Preis | ca. 60 Euro |
| EAN Code | 0885370164176 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger und Fortgeschrittene |
| Alter | ab 18 |
| Multiplayer | 2-16 (WWW) |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | gut |
| Bewertung Steuerung | sehr gut |
| Bewertung Sound | gut |
| Bewertung Spielspass | sehr gut |
| Bewertung Gesamt | sehr gut |
| System | Xbox 360 |
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Eine Portierung für PC mit Microsoft OS ist nicht unwahrscheinlich - wird aber wohl noch etwas dauern, erstmal muss das Spiel ja für die Xbox reichlich Verkäufe generieren :rolleyes:
Moin Richiiii, ich denke nicht das dieses Gerücht wahr sein sollte. Bisher habe ich auf keiner Seite etwas darüber gelesen. Und wie du es schon sagtest, Halo Reach ist ein Exklusiv Titel ;)
Hallo, ich habe gehört das Halo Reach auch für den PC und für die PlayStation 3 entwickelt werden soll. Ist das wahr? Bisher war es ja ein exklusiv Titel für die X-Box. Aber für den...