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Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test
Zuwachs für die Xperia-Familie im unteren Preissegment

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Mit dem Xperia X8 erweitert Sony Ericsson seine beliebte Xperia-Serie um ein Smartphone für Einsteiger. Ob auch das neue Xperia Modell überzeugen kann, zeigt dabei der netzwelt-Test.

Mit dem X8 bietet Sony Ericsson nach den hochpreisigen Modellen X1, X2, X10 sowie den Kompaktausgaben X10 mini und mini pro und dem Designer-Handy Xperia Pureness nun auch ein Mobiltelefon für Einsteiger aus der Xperia-Reihe an. Im netzwelt-Test kann das X8 dabei seine Geschwister nicht verleugnen.

Verarbeitung: Stärken und Schwächen der Xperia-Famile treten zutage

Kleiner als das X10 und größer als das X10 mini: Mit den Maßen 99 x 54 x 15 Millimeter und einem Gewicht von 104 Gramm versucht Sony Ericsson beim X8 eine kompakte Bauform mit dem Bedienkomfort größerer Smartphone-Modelle zu vereinen. Dies gelingt gut. Das Mobiltelefon liegt angenehm in der Hand und lässt sich dennoch bequem in der Hosen- und Hemdtasche verstauen und tragen.

Zudem bietet es wie das X10 mini Wechselcover. Dem Testgerät lagen dabei fünf verschiedene Abdeckungen in den Farben Weiß und Rosa sowie mit den Farbverläufen weiß-grau, weiß-türkis und weiß-blau bei. Nach Angaben von Sony Ericsson gehören diese aber nicht von Werk aus zum Lieferumfang. Je nach Anbieter werden die Handys nur mit einer Abdeckungen oder mit bis zu drei Wechselcovern verkauft.

Das Wechseln der Rückseiten fällt zudem nicht leicht: Der Nutzer braucht spitze Fingernägel und ein wenig Kraft, um die Abdeckung aus der Verankerung zu lösen. Weiterhin gehören zum Lieferumfang Kopfhörer, eine microSD-Karte mit einer Kapazität von zwei Gigabyte sowie ein USB-Kabel zum Verbinden des Mobiltelefons mit dem Computer, inklusive Adapter zum Laden des Akkus an der Steckdose.

Die Verarbeitung zeigt Stärken und Schwächen der Vorgänger aus der Xperia-Familie. Zwar sind wie beim großen Bruder X10 alle Bauteile fest verbaut und beim Schütteln des Gerätes sind keine Geräusche zu hören. Dafür knarzt das Mobiltelefon stellenweise aufgrund der Wechselcover, allerdings dank der festen Verankerung nicht so stark wie beispielsweise das Gehäuse des Motorola Flipout.

Da Sony Ericsson wie auch beim Rest der Familie überwiegend auf Kunststoff setzt, gewinnt das Smartphone keinen Schönheitswettbewerb. Die Verarbeitung ist dennoch sauber und solide. Bei entsprechender Behandlung sollte das Mobiltelefon einige Jahre ohne nennenswerte Kratzer und Schäden überstehen.

Leistung: Abstriche beim Prozessor

Der Prozessor des X8 liegt mit 600 Megahertz deutlich unter den Standard aktueller Smartphones. Diese weisen mittlerweile Chips mit Taktfrequenzen zwischen 800 Megahertz und 1 Gigahertz auf. Es bietet aber immerhin mehr Rechenpower als vergleichbare Einsteiger-Smartphones wie das HTC Wildifre, das von einem Prozessor mit 528 Megahertz angetrieben wird.

Die Schwäche des Prozessors zeigt sich vor allem beim Starten der Anwendungen: Hier kommt es zu leichten Verzögerungen, die im Alltagsgebrauch aber nicht stören. Ebenso dauert der Wechsel in die horizontale Ansicht beim Drehen des Mobiltelefons einen kurzen Moment. Längere und damit störende Wartezeiten traten im Test aber nicht auf. Mit 128 Megabyte ist der interne Speicher ebenfalls knapp bemessen, er lässt sich jedoch per MicroSD Karte bis auf 16 Gigabyte ausbauen.

Das Xperia X8 ist ein Einsteiger-Smartphone auf Android-Basis.

Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller für Gespräche mit bis zu maximal 5,5 Stunden an. Im Standby-Modus soll der Akku dagegen über 400 Stunden halten. Anscheinend hat der Hersteller die Laufzeitangaben diesmal etwas pessimistischer formuliert. Das Xperia X10 ermöglichte laut Herstellerangaben dagegen noch Gespräche bis zu 10 Stunden. Im Praxistest entpuppten sich sowohl das X10 als auch das X10 mini und mini pro als sehr stromfressend. Das X10 scheint hier genügsamer zu sein, aufgrund der kurzen Verweildauer zum Test in der Redaktion lässt sich darüber aber keine abschließende Aussage machen.

Display: Manchmal braucht es etwas mehr Touch

Der Display des Sony Ericsson X8 misst 3 Zoll (7,6 Zentimeter) und liefert insgesamt gesehen ein ordentliches Bild ab. Allerdings spiegelt er leicht, weshalb die Sicht bei ungünstigen Lichtverhältnissen nicht immer optimal ist.

Weitere Mankos: Der Touchscreen unterstützt kein Multitouch und reagierte im Test nicht immer bei der ersten Berührung. Insbesondere Drag-and-Drop Aktionen erfordern daher zumeist ein kräftiges Pressen des Fingers auf den Bildschirm. Auch ist dieser schnell mit hässlichen Fingerabdrücken übersät. Kratzspuren zeigten sich dagegen im Test im Gegensatz zum X10 mini nicht.

Software: Ab Werk mit Android 1.6

Auf dem Testgerät von netzwelt war noch die Android-Version 1.6 installiert. In einem Blogbeitrag im Juni hatte Sony Ericsson noch angekündigt, dass es derzeit Überlegungen gebe, das Smartphone eventuell direkt mit der Version 2.1 auszuliefern. Diese Idee wurde verworfen. Stattdessen wird das Mobiltelefon per Update wenige Wochen nach dem Erscheinen mit einer neuen Android-Version ausgestattet. Hierbei wird es sich zunächst um die Version 2.1 handeln. Ob es auch ein Update auf die Version 2.2 geben wird ist derzeit unklar.

Sony Ericsson Xperia X8 im Test

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Das X8 ist ein Einsteiger-Smartphone von Sony Ericsson auf Android-Basis.

Ebenfalls mit an Bord ist das bekannte Programm Timescape. Es fasst SMS sowie Nachrichten aus sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook zusammen und zeigt sie übersichtlich an. Kleine Einschränkung für deutsche Käufer: Während in die Software auf dem Xperia X10 und X10 mini auch die hierzulande populären VZ-Netzwerke integriert sind, muss der Nutzer darauf beim X8 verzichten.

Problematisch ist auch, dass die Software zumindest die Twitter-Nachrichten mit dem Profilfoto des jeweiligen Nutzers unterlegt, so dass die weiße Schrift teilweise nicht gelesen werden kann. Für eine schnelle Übersicht ist die Software aber durchaus geeignet. Mit einem Klick auf einen Eintrag öffnet sich der Client zum sozialen Netzwerk oder der SMS-Eingang.

Bedienung: Das Smartphone mit den Ecken

Auch beim Bedienkonzept greift Sony Ericsson auf die früheren Xperia-Versionen zurück. So verfügt auch das X8 über die bereits vom X10 mini bekannten Bedienelemente in den Bildschirmecken. Auf dem Startbildschirm kann der Nutzer diese frei konfigurieren und darüber beliebte Programme direkt starten. In bestimmten Situation, beispielsweise bei einem Anruf, stehen zudem über die Ecken wichtige Funktionen wie "Auflegen" oder "Lautsprecher" zur Verfügung.

Das Bedienkonzept wurde auf dem X10 mini vor allem eingeführt, da es auf kleinen Displays wenig Platz verbraucht. Im Praxistest bewährt sich das System aber auch auf größeren Bildschirmen. Die virtuelle Tastatur ist ebenfalls vom X10 übernommen. Hält der Nutzer das Handy horizontal, sind die Tasten entsprechend größer und ermöglichen ein fehlerfreies Tippen. Das Tippen auf dem vertikalen Keyboard erfordert dagegen aufgrund der kleinen und engen Buttons etwas mehr Konzentration, vor allem bei der Eingabe von Passwörtern.

Ebenfalls vererbt wurde die Unordnung in den Menüs. Der Nutzer kann seine Anwendungen zwar auf fünf Bildschirmen nach Belieben sortieren, von Werk aus liegen die installierten Apps aber bunt verstreut ohne thematische Sortierung auf den virtuellen Desktops.

Multimedia: Kamera und Lautsprecher erfüllen ihren Zweck

Abstriche müssen X8-Käufer auch bei der integrierten Kamera machen. Sie bietet lediglich 3,2 Megapixel und hat keinen Blitz, dafür aber vier verschiedene Motiv-Programme. Standard ist zurzeit eine Auflösung von fünf Megapixeln. Dennoch liefert die Kamera unter normalen Lichtverhältnisen brauchbare Schnappschüsse, die ohne weiteres in sozialen Netzwerken oder an anderen Stellen im Internet veröffentlicht werden können. Dies ist direkt nach dem Fotografieren in wenigen Schritten möglich. Auch kurze Videoclips inklusive Schwenks lassen sich problemlos erstellen.

Seinen Zweck erfüllt auch der eingebaute Lautsprecher, der bei der Musikwiedergabe einen für die Preisklasse und Gerätegröße kraftvollen Ton liefert. Lediglich tiefe Töne kann das Gerät bauartbedingt nicht ansprechend wiedergeben. Über die beiliegenden Kopfhörer können zudem UKW-Radioprogramme empfangen werden.

Weitere Ausstattung: aGPS und Co.

Bei der weiteren technischen Ausstattung des Einsteiger-Mobiltelefons hat Sony Ericsson nicht gespart. Dank aGPS kann das Xperia X8 von Werk aus schon rudimentäre Navigationsfunktionen übernehmen. Für umfangreichere Aufgaben wird dann Software aus dem Android-Market benötigt.

WLAN wird ebenso unterstützt wie der schnelle mobile Internet-Standard HSPA. Auf den schnellen n-Standard bei der WLAN-Verbindung müssen Nutzer allerdings verzichten, das X8 unterstützt nur die älteren Standards b und g.

Fazit: Gesunder Zuwachs in der Xperia-Familie

Mit dem Xperia X8 ergänzt Sony Ericsson seine Xperia-Reihe um ein gelungenes Einsteiger-Modell. Revolutionäre Neuheiten bietet das Gerät dabei zwar nicht, vereint aber die Stärken seines größeren (X10) und kleineren (X10 mini) Bruders. Zum Beispiel die kompakte Bauform und die gute Bedienoberfläche des X10 mini oder die bereits vom X10 bekannte Timescape Software.

Die Timescape Software unterstützt auf dem X8 nicht mehr die VZ-Netzwerke.

Allerdings übernimmt der Hersteller auch die kleineren Schwächen und Fehler der anderen Modelle, etwa die unsortierten Menüs. Ein kleiner Wermutstropfen ist auch die fehlende Integration der VZ-Netzwerke in das X8. Gerade die umfangreiche Abdeckung der für den deutschen Markt relevanten sozialen Netzwerke hob Timescape von vergleichbaren Anwendungen, wie etwa Friendstream auf dem HTC Wildfire, ab.

Unter dem Strich bleibt aber ein solides Mobiltelefon, das für einen vergleichsweise geringeren Preis die wesentlichen Funktionen eines Smartphones bietet. Wer ein solches Gerät mit robusterer Verarbeitung und edlerem Design sucht, sollte dagegen zum HTC Wildfire greifen. Das Sony Ericsson Xperia X8 ist im Laufe des dritten Quartals für einen Preis von rund 219 Euro ohne Mobilfunkvertrag verfügbar.

Kommentare zu diesem Artikel

Mit dem Xperia X8 erweitert Sony Ericsson seine beliebte Xperia-Serie um ein Smartphone für Einsteiger. Ob auch das neue Xperia Modell überzeugen kann, zeigt dabei der netzwelt-Test.

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  • Gee schrieb Uhr
    AW: Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test

    Ha also ich habs schon länger als ein jahr und es klappt immer noch wunderbar. Leider friert manchmal alles ein und bei sms kackt das auch fast ab xD
  • Milos schrieb Uhr
    AW: Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test

    Is müll :( SMS kackt ständig ab!!
  • diddle schrieb Uhr
    AW: Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test

    ich wollte mir das handy X8 auch kaufen aber ich brauche schon ein handy das einen längeren akkustand hatt da ich viel surfe und telefoniere
  • CPU Master schrieb Uhr
    AW: Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test

    Das Xperia X8 ist für einfach Spiele z.b. Cut the Rope oder Drift mania sowie zum surfen gut geeignet. ich bin sehr zufrieden!!!!
  • DJ Banshee schrieb Uhr
    AW: Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test

    der letzte dreck! nicht kaufen!die software stürzt total schnell ein kaum spiele sind spielbar. hatte es ein paar monate und es ist schon kaputt^^ Totaler Fehlkauf...
  • PH.U. schrieb Uhr
    AW: Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test

    Das Handy ist eigentlicg ganz ok.. Trotzdem finde ich es nicht gut , der Akku reicht leider nicht lange. Es entlädet sich einfach zu schnell
  • Doro schrieb Uhr
    AW: Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test

    Ich bin von Anfang an gut zu Recht gekommen. Für meine Ansprüche: simsem, surfen, Facebook reicht es vollkommen aus. Schade ist nur, dass der Akku sehr schnell schwächelt
  • faabian schrieb Uhr
    AW: Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test

    ich habe das sony ericsson xperia x8 und es ist richtig gail aber ich glaube ich werde mir nach dem X8 das x10 holen
  • handy freak schrieb Uhr
    AW: Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test

    Hab mir gestern auch das Handy in schwarz gekauft. Ich bin total begeistert vom handy. Is ja auch mein erstes Touchscreenhandy. Eigentlich ist es ja eh nicht so schwer aber am Anfang musste ich auch erst mal schauen wie schaltet man das ding ein... Ohne Bedienungsanleitung hätte mich das nicht weitergebracht!!!!!!
  • dani schrieb Uhr
    AW: Einsteiger-Androide: Sony Ericsson Xperia X8 im Test

    Also auch ich bin Einsteiger was Android betrifft. Die ersten 2 Tage war es sozusagen der Horror-weil nix ging und ich auch in der "Bedienungsanleitung" ,wenn man den Zettel so nennen kann, nichts gefunden habe was mir weiterhilft! Aber dank hilfe einiger Freunde bin ich jetzt total begeister von diesem Telefon und würde es jetzt auch nicht mehr eintauschen wollen.

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2010-09-17 17:02:19
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