Die bewegte Geschichte des Auktionshauses

eBay: Das Auktionshaus feiert seinen 15. Geburtstag

Das Internet ist ja eigentlich eine Plattform für beliebige Dienste, jedoch erfreut sich trotz der jüngsten Krise besonders ein Segment stetiger Beliebtheit: Der elektronische Handel, kurz E-Commerce. Neben E-Mail ist E-Commerce wohl die wichtigste Dienstleistung, die durch die weltweite Vernetzung vorangetrieben wird.

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eBay wird 15 - Heute zählt das Auktionshaus immernoch zu den bedeutendsten Unternehmen im Netz.
Heute zählt das Auktionshaus immernoch zu den bedeutendsten Unternehmen im Netz.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1eBay startet 1995
  2. 2Neuer Name und erste Mitarbeiter
  3. 3Elektronik und die Whitman-Ära
  4. 4Alando für deutsche Kunden
  5. 5Die Zukunft von Auktionen im Netz

In den letzten zehn Jahren lag das Wachstum stets bei über zehn Prozent, heute kann jeder Anwender von zu Hause aus sogar Lebensmittel wie eine persönlich gestaltete Schokolade bestellen, von Schuhen oder dem Kauf von Desktop-PCs und Notebook ganz zu schweigen. Dabei hat der Einbruch der New Economy auch in Deutschland einigen Unternehmen wie Intershop geschadet, die sich seit etwa 2008 aber stetig berappeln - selbst bei sinkendem Marktanteil macht fast jedes Konzept im E-Commerce gute Geschäfte.

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eBay startet 1995

Hinter dem Projekt steckt der Programmierer Pierre Omidyar, der damals in San Jose, Kalifornien, in einem kleinen Appartment wohnt. Pierre Omidyar ist iranischer Abstammung, seine Mutter ist selbst eine bekannte Wissenschaftlerin mit einem Doktortitel in Linguistik von der Universität von Paris. Sein Vater ist Chirurg, Pierre Omidyar stammt also durchaus aus einem sehr priviligierten Elternhaus.

Nach seiner Geburt 1967 in Frankreich zogen die Eltern mit ihm im Alter von sechs Jahren nach Washington D.C., wo er sich schon sehr früh für Computer und verwandte Technologien interessierte. Im Jahr 1988 hat Pierre Omidyar sein Studium an der Tufts University mit dem Bachelor of Science in Informatik mit sehr großem Erfolg abgeschlossen.

Seine ersten beruflichen Erfahrungen sammelte der Gründer von eBay bei Claris, das zu Apple gehört. Das Unternehmen kümmerte sich damals um Anwendungen wie E-Mail-Software oder Datenbanken für Mac OS, heute ist davon nicht mehr viel übrig - nur FileMaker besteht weiter. Außerdem arbeitete Pierre Omidyar bei General Magic, ein Unternehmen für die Entwicklung von Personal Digital Assistants (PDA). Dort kam ihm neben der täglichen Arbeit die Idee zu eBay: Er entwickelte eine Handelsplattform unter dem Namen "AuctionWeb" mit dem Ziel, das Auktionsmodell ins Netz zu bringen und es möglichst einfach benutzbar zu machen.

Nach unterschiedlichen Berichten ging die erste Version der Plattform dann am 3. oder 4. September 1995 auf einem Server ans Netz, den Pierre Omidyar eigentlich für die Bereitstellung von Informationen über das Ebola-Virus gedacht hatte. Die offizielle Begründung, woher die Idee zum virtuellen Auktionshaus stammt, ist laut eBay das große Interesse der Frau des Gründers an PEZ-Spender. Sie soll die mit Süßigkeiten gefüllten Plastik-Tiere mit einer solchen Leidenschaft gesammelt haben, dass es für den Handel damit eben eine Webseite geben musste.

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