Tunnel Creek, Stellarton und Groveland
Intel: Neue Atom-Prozessoren und AppStore vorgestellt
Intel hat auf seiner Entwicklerkonferenz "Intel Developer Forum" eine Reihe neuer Atom-Prozessoren vorgestellt. Die Chips mit den Codenamen Tunnel Creek, Stellarton und Groveland sind dabei jeweils für verschiedene mobile Endgeräte gedacht. Zusätzlich präsentierte Intel einen eigenen AppStore für Netbooks.
Mit den neuen Prozessoren versucht Intel, wie angekündigt, sein Produktportfolio auszuweiten und seine Chips künftig in allen Bereichen des Alltagslebens zu platzieren. So sind die Intel Atom E600er-SoC-Prozessoren (Codename Tunnel Creek) für den Einsatz in Infotainment-Geräten fürs Auto, IP-Telefone oder so genannten Smart Grid Geräten gedacht. Sie zeichnen sich durch eine offene Schnittstelle aus.
Die Groveland-Chips (Intel Atom Prozessor CE4200) sind dagegen für die Verwendung in Internet-TV Geräten gedacht. Die Prozessorenreihe unterstützt unter anderem 3D und H.264 HD-Kodierung und bietet intelligente Stromsparfunktionen, die Teile des Systems ausschalten, wenn sie nicht im Einsatz sind. Weiterhin gab Intel Manager Doug Davis einen Ausblick auf die neue Generation der Atom-Prozessoren, die derzeit unter dem Codenamen Stellarton entwickelt wird. Mit diesen sollen Entwickler künftig ihr Design schnell an wechselnde Anforderungen anpassen können.
AppStore für Netbooks gestartet
Wie angekündigt baut Intel auch sein Angebot an Software-Lösungen aus. Die Intel Managerin Renee James stellte auf dem Entwicklerforum einen AppStore für Netbooks vor. Das Intel AppUp Center soll Spiele und Anwendungen für Social Networking oder die Arbeit bieten, die speziell für die Bildschirmgröße eines Netbooks optimiert sind. Neben kostenlosen Apps werden dort auch kostenpflichtige Programme angeboten werden, die jedoch vor dem Kauf angetestet werden können.
Das Intel AppUp Center wird auf einer Reihe neuer Netbooks vorinstalliert sein, beispielsweise will Asus seine Netbooks ab Oktober mit einer angepassten Version, dem Asus AppStore, ausliefern. Für Netbook-Besitzer steht das Intel AppUp Center zum Download bereit. Derzeit finden sich hier bereits eine Reihe von Anwendungen auch namenhafter Firmen wie Adobe oder Konami.

Seit dem ersten EeePC sind Netbooks äußerst beliebt. Der geringe Preis und die ausreichende Leistung für die tägliche Internet- und Schreibarbeit sind die Erfolgsgaranten. Auch die Schreibtischvariante, der Nettop, ist durch den geringen Platzbedarf sehr populär. Bei rechenintensiveren Programmen fehlt es dem Intel Atom Prozessor jedoch an Leistung. Die zweite Atom-Generation besteht aus drei verschiedenen Prozessoren und einem neuen Chipsatz.
Mit dem Subnotebook Wind U210 stellt MSI eine leistungsstarke Alternative zu herkömmlichen Netbooks vor. Die Hardware des mobilen Rechners stammt aus dem Hause AMD: Das Zusammenspiel von AMD Neo-Prozessor und ATI Grafikchip sorgt dafür, dass der Wind U210 wesentlich mehr Rechenleistung als vergleichbare Geräte mit Intel-Chipsatz bietet.
Auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco präsentieren Intel und seine Partner ihre Vision der Zukunft des Prozessormarkts. CPUs von Intel werden noch kleiner und leistungsfähiger, deutsche Limousinen fahren ab dem Jahr 2012 Intel Atom-Prozessoren spazieren. Außerdem ist ein Notebook mit vier Bildschirmen auf dem IDF zu sehen.
Der Prozessormarkt ist in Bewegung. Kurz nachdem AMD die neue Tigris-Plattform auf den Markt gebracht hat, legte Intel mit seinen Core i-Modellen nach. Verbraucher stehen beim Rechnerkauf angesichts der neuen Chipsätze vor der Qual der Wahl. Denn je nach Preissegment bieten Händler sowohl Computer mit aktuellen Chipsätzen als auch günstige Modelle mit CPUs aus älteren Serien an.
Intel rüstet die erst vor zwei Monaten eingeführte Pine Trail Plattform weiter auf. Neu hinzukommt der Intel Atom N470. Der Prozessor verfügt im Vergleich zum Vorgänger N450 über eine höhere Taktfrequenz, bei ansonsten gleichbleibenden Daten.
Chiphersteller Intel präsentiert acht neue Notebook-Prozessoren. Überwiegend hat der Hersteller dabei die Geschwindigkeit der mobilen und stromsparenden Prozessoren hoch geschraubt.
Auch Intel will am Smartphone-Boom partizipieren. Der Chip-Hersteller will künftig eng mit Google kooperieren. Chromes OS, Google TV und das Handy-OS Android sollen für Intels Atom-Prozessoren optimiert werden.




