Media-Server die heimlichen Stars der IFA
Kommentar: Computertechnik für Hi-Fi-Fans
Auf der IFA 2010 standen sie im Schatten von Tablet-PCs und 3D-Fernsehern. Dennoch zählen sie zu den spannendsten Entwicklungen im Home Entertainment: Media-Server. Die Technik könnte das Musikhören nachhaltig verändern und sogar neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

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Echte Evolutionen beginnen im Verborgenen. So auch auf der IFA 2010. Inmitten all der Tablet-PCs, 3D Fernseher und Navigationsgeräte haben Media-Server oder Streaming-Player kaum eine Rolle gespielt. Dabei haben gerade diese Geräte das Potenzial, das Home Entertainment grundlegend zu verändern. Sie ermöglichen es erstmals, wirklich audiophile Musikwiedergabe mit den praktischen Vorteilen der Digitaltechnik zu verbinden.
Die Freunde der klassischen Hi-Fi-Stereoanlage haben die Computertechnik früher immer als Feind betrachtet. Musik hören über den Windows Media Player oder gar einen MP3-Player, das war nichts für Leute, die ihre Jazz-Platten mit Vinyl-Plattenspielern und Röhrenverstärkern genossen.
Doch die neuen Musikserver, Netzwerk-Player oder Streaming-Player von Firmen wie T+A, Naim Audio und anderen könnten die Analog-Fans dazu bewegen, ihre Meinung zu ändern. Die Begriffe für die Geräte werden oft unterschiedlich verwendet, doch die Grundprinzipien sind immer die gleichen. Zum einen geht es darum, dass die Musik per Streaming in alle Räume, die mit dem System verbunden sind, geschickt werden kann. Zum anderen werden CDs auf eine Festplatte gerippt. Egal, in wie viele Module (CD-Rip-Maschine, Festplatten-Server, Verstärker, Netzwerk-Player) die Technik geteilt wird, das sind die Grundideen.
Geräte hierfür gibt es inzwischen von mehreren Herstellern. Als ganz highendiges Beispiel seien zwei Geräte des britischen Herstellers Naim Audio genannt: der Festplatten-Player/-Server Unitiserve genannt, und der Netzwerk-Audio-Player NDX. Das Verteilen übers Netzwerk ist dabei gar nicht die Hauptsache. Die Technik ist vor allem praktisch für Leute, die ein eigenes Haus besitzen und keine Lust haben, in jedem Wohnraum eine Stereoanlage aufzustellen. Allerdings dürfte diese Zielgruppe letzten Endes gar nicht so groß sein.

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