Neustart beim finnischen Handyhersteller

Stephen Elop: Microsoft-Mann soll Nokia renovieren

Nokia wechselt seinen Konzernchef aus. Wie der finnische Handyhersteller mitteilt, wird der derzeitige Chef Olli-Pekka Kallasvuo zum 21. September 2010 durch Microsoft-Manager Stephen Elop abgelöst. Der Kanadier soll die Runderneuerung des nach eigenen Angaben weltweit größten Handy-Herstellers vorantreiben.

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Vor allem die zunehmende Konkurrenz von Apple und anderen Herstellern sowie die steigende Bedeutung des Bereiches der mobilen Applikationen setzt Nokia unter Druck. Nokia hat unlängst eine Wende in seiner Produktpolitik angekündigt. Statt einer Vielzahl von Geräten wollen die Finnen künftig nur noch wenige Smartphones auf den Markt bringen und sich stärker auf die einzelnen Modelle konzentrieren. Nach dem verpatzten Start ins Geschäft mit mobilen Applikationen soll auch der Ovi-Store runderneuert werden.

Erfahrung mit Software ist wertvoll für Nokia

Angesichts dieser Entwicklungen überrascht die Ernennung Elops zum neuen Chef nicht. Der derzeitige Microsoft-Manager war zuvor für die Software-Firmen Adobe und Macromedia tätig. "Seine Vergangenheit in der Software-Branche und Erfahrungen in der Umstrukturierung von Unternehmen werden wertvoll bei der Vollendung unseres Erneuerungsprozesses sein", sagte Aufsichtsratchef Jorma Ollila. Elop selbst teilte mit, dass er aufgeregt sei dabei zu helfen, die Marke Nokia weiter zu stärken. Er kündigte dabei neue Produkte, Lösungen und Dienstleistungen an.

Der Wechsel an der Konzernspitze kommt plötzlich, aber nicht unerwartet. Kritik am bisherigen Chef Jorma Ollila gab es schon länger. Im Juli machte das Wall Street Journal öffentlich, dass das Unternehmen nach einem neuen starken Mann sucht. Ollila, der insgesamt 30 Jahre für Nokia tätig war und auch weiterhin in anderer Funktion dem Konzern angehört, wird vor allem vorgeworfen den Handy-Riesen auf dem Smartphone-Markt nicht erfolgreich gegen die Konkurrenz von Apple und den Handys mit Googles Android Betriebssystem positioniert zu haben. Dieses Versäumnis versucht Nokia nun unter anderem durch ein mit Intel entwickeltes Betriebssystem namens MeeGo auszugleichen.

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