Genehmigungsprozess für Apps wird transparenter

AppStore: Apple lockert Bestimmungen

Apple kommt Entwicklern von Applikationen für seine mobilen Endgeräte iPhone, iPad und iPod entgegen. Das Unternehmen aus Cupertino lockert seine Vorschriften für Programmierer und veröffentlicht erstmals die Richtlinien, auf deren Grundlage über die Aufnahme einer Applikation in den Online-Shop AppStore entschieden wird.

Aus dem AppStore lassen sich zahlreiche Applikationen für iPhone, iPad und Co. herunterladen. (Bild: Screenshot)
Aus dem AppStore lassen sich zahlreiche Applikationen für iPhone, iPad und Co. herunterladen. (Bild: Screenshot)
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Diese hatte Apple bislang unter Verschluss gehalten und sich damit den Vorwurf eingefangen, teilweise willkürlich Applikationen abzulehnen. "Wir hoffen, dass uns dies transparenter werden lässt und unseren Entwicklern dabei hilft, noch mehr erfolgreiche Apps für den App Store zu entwickeln", teilte das Unternehmen mit. Im wesentlichen prüft Apple eingereichte Programme auf 22 Punkte, darunter die Einhaltung von Datenschutzbestimmung sowie die Verwendung der von Apple vorgesehenen Schnittstellen für bestimmte Programmfunktionen. Apps mit pornografischen Inhalten oder Gewaltdarstellungen werden aus Prinzip abgelehnt.

Apple verteidigt sich gegen den Vorwurf des Moral-Apostels

Gerade die Verbannung pornografischer Software aus dem App-Store hatte dem Unternehmen viel Kritik eingebracht. Die Antwort von Apple-Chef Steve Jobs auf die Kritik hatte ebenfalls für Entrüstung gesorgt. In den Richtlinien wird das Verbot nun mit der hohen Zahl minderjähriger Nutzer des AppStores, deren Nutzung oftmals von den Eltern nicht kontrolliert würde, begründet.

Gelockert hat das Unternehmen dagegen die Vorschriften zu den erlaubten Entwicklungswerkzeugen. Diese waren Anfang des Jahres eingeschränkt worden. Nach Rücksprache mit der Apple-Entwicklergemeinde wurden diese Einschränkungen nun aber stellenweise wieder zurückgenommen. So sind künftig wieder alle Entwicklungswerkzeuge zum Entwickeln von Apps erlaubt, so lange die dadurch entstehenden Apps keinen Code herunterladen.

Google begrüßt Apples Entscheidung

Die Reaktion auf Apples Ankündigung sind positiv. Überraschenderweise sogar bei der Konkurrenz: Google begrüßt die Revision der Richtlinien. Denn Apple überlässt den Entwicklern nun auch die Wahl auf welches Werbemodell sie bei der Programmierung werbefinanzierter Applikationen setzen wollen. Bislang hatte Apple die entsprechenden Angebote des direkten Konkurrenten Google ausgesperrt. Damit werde nun auch plattformübergreifende Werbeangebote möglich, erklärte der Konzern.

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