Tablet-Duell: Samsung Galaxy Tab und Apple iPad im Vergleich
Zubehör: Apple profitiert vom Kult-Faktor
Apple Produkte sind Kult. Vor allem in Punkto Design konnten die Modelle des Unternehmens aus Cupertino in den letzten Jahren Standards setzen. iPhone, iPod und Co. sind mittlerweile nicht mehr nur technische Geräte, sondern immer mehr auch Lifestyle-Produkte. Neben Apple produziert daher auch eine große Zahl von Drittherstellern Zubehör für die Geräte. Für iPod und iPhone gibt es bereits eine große Zahl an Accesoires - vom mobilen Lautsprecher bis zur Designer-Tasche. Auf der IFA richteten die Veranstalter sogar mit der "i-Zone" einen Sonderausstellungsbereich für Zubehörhersteller von Apple-Produkten ein.
Samsung bietet dagegen zum Galaxy Tab die Standardacessoires: Dockingstation für Auto und Schreibtisch, Schutztaschen sowie allerlei Kabel zum Anschluss an den Fernseher oder Laden über die Autobatterie. Einzigst ausgefallene Zubehörartikel sind ein Steurungsstift für Präsentationen und eine Schreibtisch-Dockingstation mit Tastatur. Drittanbieter werden sicherlich auf den Zug erst aufspringen, wenn das Tablet der Südkoreaner die angepeilte Verkaufsmarke erreicht.
Preis: Das iPad ist billiger
Kaum zu glauben aber wahr: Samsung verlangt für sein Galaxy Tab rund 799 Euro in Deutschland. In Frankreich wird das Gerät für 699 Euro gehandelt. Unklar ist, um welche Version es sich dabei handelt. Damit liegt der Herausforderer von Samsung preislich auf einem Level mit dem stärksten iPad-Modell, inklusive 64 Gigabyte Speicher, WLAN und 3G Mobilfunkanschluss. Ein iPad ohne 3G erhält der Nutzer mit 16 Gigabyte Speicher dagegen bereits ab 499 Euro, inklusive Mobilfunkanschluss ist Apples Gerät mit 599 Euro bei gleichem internen Speicher immer noch 200 Euro günstiger als Samsungs Tablet.
Zwar befinden sich die Preise für das Galaxy Tab noch vor der Markteinführung bereits im Fallen. Richtig günstig soll es jedoch erst mit einem Mobilfunkvertrag werden. In Deutschland werden O2, Vodafone und T-Mobile das Tablet entsprechend vergünstigt anbieten. Bei O2 macht der Unterschied jedoch lediglich 40 Euro gegenüber der UVP aus. Die anderen Anbieter haben bislang noch keine Preise genannt.
Fazit: Samsung besetzt eine Nische
Im Vergleich zeigt sich, dass Samsungs Galaxy Tab dem iPad mindestens ebenbürtig ist. Es bietet sogar mehr Funktionalität als das Original und setzt auf ein offeneres Software-System. Der hohe Preis scheint jedoch dem Verkaufserfolg im Wege zu stehen, zumal ein Super AMOLED-Display dem Tablet wohl einen klaren Punktsieg gegen den Konkurrenten eingebracht hätte.
So bleibt unter dem Strich ein gelungenes Debüt von Samsung im Tablet-Bereich, in dem der Hersteller gleich eine Nische für sich reklamiert. Denn das Galaxy Tab ist eindeutig für den mobilen Einsatz gedacht. Das größere iPad, dass auch nur optional über Mobilfunkanschluss verfügt, dagegen wohl eher für den Einsatz auf dem heimischen Sofa. Insofern ergibt der günstige Vertrieb über Netzbetreiber für Samsung Sinn. Denn wer unterwegs ins Netz gehen will mit seinem Tablet, braucht einen entsprechenden Vertrag. Für die Mobilfunkanbieter ist das Gerät zudem attraktiv, da sie eine Top-Neuheit der IFA günstig anbieten können, während diese im normalen Handel für die Mehrheit wohl unerschwinglich bleibt.
Ein Urteil darüber, welches Tablet das bessere ist, wird daher aber erst nach der Veröffentlichung künftiger Versionen beider Geräte möglich sein. Sollte das Galaxy Tab sich auch finanziell rentieren, wird Samsung wie angekündigt ein Line-Up bieten, dass dann auch preislich mit den günstigen iPads konkurrieren kann. Ebenso wird Apple auf die Konkurrenz reagieren und seinen Tablet mobiler und funktionaler machen. Entsprechende Gerüchte kursieren bereits im Netz. Eine Übersicht über die weitere iPad-Konkurrenz hat netzwelt ebenfalls zusammengestellt.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Apple iPhone, Android, Apple iPad, Tablet-PC, Samsung Galaxy Tab, Apple iOS und Samsung Galaxy.
