Anleitung: Videos schneiden mit iMovie 09

Schnitt anpassen

Für den genaueren Schnitt bietet iMovie 09 zwei Werkzeuge an: Mit dem Clip-Trimmer kann jedes Element des Films genau angepasst werden. Dabei wird der einzelne Clip wieder über das Verändern der Auswahl im Filmmaterial aus der Mediathek verändert. Auch Übergänge werden angezeigt, um zu vermeiden, dass der eigentliche Ausschnitt bereits während des Übergangs startet.

Der Clip-Trimmer sorgt für einen genaueren Schnitt, der mit den richtigen Einstellungen Frame-genau arbeitet.
Der Clip-Trimmer sorgt für einen genaueren Schnitt, der mit den richtigen Einstellungen Frame-genau arbeitet.

Um sehr genau arbeiten zu können, sollte der Anwender die Anzeige des Clips mit dem Schieberegler am unteren Fensterrand auf die kleinste Einheit von einer halben Sekunde stellen. Damit ist es möglich, zwischen jedem einzelnen Bild des Films zu schneiden. Mit einem Klick auf "Fertig" wird die neue Auswahl bestätigt und im Projekt geändert.

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Mit dem Päzisions-Editor aus dem Menü "Fenster" kann der Nutzer auch die Dauer und Position aller Übergänge, Musikspuren und Textelemente bearbeiten. Unabhängig von der Genauigkeit der Anzeige können diese Elemente jedoch nur in Schritten von 0,1 Sekunden verändert werden.

Effekte, Filter und Textelemente

Nachdem das Video nun genau geschnitten und mit Übergängen versehen wurde, kann es der Nutzer mit Effekten und Filtern versehen. Diese stehen bei jedem Clip nach einem Doppelklick einzeln bereit. Die Geschwindigkeit des Videos kann angepasst sowie vorwärts und rückwärts verwendet werden. Sind die Videos leicht verwackelt, kann iMovie dies über eine Funktion ausgleichen.

In den Einstellungen eines Clips stehen 20 Videoeffekte bereit.
In den Einstellungen eines Clips stehen 20 Videoeffekte bereit.

Außerdem kann ein Videoeffekt wie etwa der Vignette-Filter, Filmkörnung oder verschiedene Farbveränderungen ausgewählt werden. Für die Belichtung und Farbkorrektur stehen zahlreiche Einstellungen für den aktuellen Clip im Reiter "Video" zur Verfügung. Die Veränderungen werden übersichtlich in einem Histogramm angezeigt. Auch ein nachträglicher Weißabgleich des Videos ist möglich.

Auch Textelemente wie Titel, Infobox und Abspann kann der Anwender in das Projekt einbinden. Dazu öffnet er in der Symbolleiste die Titelübersicht, in der verschiedene animierte Textansichten bereit stehen. Via Drag-and-Drop wird der Texteffekt dem Projekt hinzugefügt. Wenn der Nutzer den Effekt außerhalb eines Videoclips einfügt, kann er sich einen passenden Hintergrund auswählen. In der Vorschau kann der Nutzer den Text bearbeiten und gegebenenfalls die Schrift verändern.

Audiospuren bearbeiten

iMovie 09 bietet auch eine einfache Audiobearbeitung des Videomaterials. So kann der Anwender den Ton vom Filmmaterial trennen oder löschen. Sprache nimmt der Nutzer über die Voice-over-Funktion direkt im Programm auf. Audiodateien in den gängigen Formaten können eingefügt oder aus iTunes importiert werden. Außerdem bietet iMovie durch die Bibliothek des iLife-Musikprogramms GarageBand eine große Anzahl an Soundeffekten und Jingles.

Zur Lautstärkeregelung der einzelnen Audiospuren erfolgt nicht wie üblich über einen Mixer. Jede einzelne Audiodatei und jeder Soundeffekt muss in den Einstellungen angepasst werden. Der Originalton des Videos kann jedoch während anderen Audioquellen heruntergeregelt werden.

Bereitstellen

Um das Projekt als fertiges Video abzuspeichern und weiter zu verwenden, stehen in iMovie 09 mehrere Export-Funktionen bereit, die im Menü unter "Bereitstellen" zusammengefasst sind. So kann das Video für iTunes oder an das DVD-Authoring-Programm iDVD weitergeleitet werden. Auch für die Online-Videoplattform YouTube bereitet das Programm den fertigen Film auf, unterstützt jedoch nur eine maximale Auflösung von 720p. Das Video kann außerdem an eine MobileMe-Galerie gesendet werden.

Die Export-Funktion unterstützt nur Videos bis 720p. Für FullHD muss der Nutzer auf den Quicktime-Export zurückgreifen.
Die Export-Funktion unterstützt nur Videos bis 720p. Für FullHD muss der Nutzer auf den Quicktime-Export zurückgreifen.

Über "Film exportieren" kann der Nutzer das Video als Datei im H.264-Format mit einer Auflösung von maximal 720p abspeichern. Wer den Film in einem anderen Format oder in 1080p speichern möchte, sollte auf den Menüpunkt "Mit Quicktime exportieren" zurückgreifen und Format und Auflösung explizit einstellen. Für den Export sollte der Nutzer jedoch je nach Auflösung und Länge eine längere Wartezeit einplanen.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Authoring Software und Videoproduktion.

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