Offene Software soll alle Art von Daten dauerhaft lesbar machen
Caspar: EU-Projekt bewahrt Daten für die Nachwelt
Das von der Europäischen Union (EU) geförderte Projekt Caspar will digitale Informationen für die Nachwelt bewahren. Mittels der offenen Software sollen alle Art von Daten auch in ferner Zukunft nicht nur gelesen, sondern auch von Wissenschaftlern in einen Kontext gebracht werden können. Das Programm steht mittlerweile zum Download bereit und kann für die gewerbliche Anwendung weiterentwickelt werden.

Caspar sichert dabei nicht nur die Daten selbst, sondern hinterlegt auch Kontext-Informationen. Denn auch wenn ältere Daten auf modernen Systemen gelesen werden können, sind sie nicht immer verständlich. Beispielsweise reicht es nicht aus, wenn sich Wissenschaftler in Jahrzehnten die Zahlen eines Erdsatelliten ausdrucken können, sie müssen auch ihre Bedeutung kennen. Caspar hält auch diese Informationen für sie bereit. Bislang ist das Programm erfolgreich mit Daten aus den Bereichen der Wissenschaften, des kulturellen Erbes und der zeitgenössischen darstellenden Kunst erfolgreich erprobt worden.
Entwicklung kostete 15 Millionen Euro
An der Entwicklung von Caspar waren Forscher aus fünf europäischen Ländern, unter anderem Italien, Großbritanien und Frankreich, sowie Israel beteiligt. Insgesamt verschlang das Projekt Entwicklungskosten in Höhe von 15 Millionen Euro. Die Europäische Union steuert hierzu 8,8 Millionen Euro bei.
Die Staatengemeinschaft fördert im Rahmen der im Mai 2010 beschlossenen Digitalen Agenda für Europa neben Caspar auch zahlreiche weitere Forschungsprojekte im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Diese werden Ende September im Rahmen einer EU-Veranstaltung in Brüssel präsentiert werden.

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Vorratsdatenspeicherung mal anders... :-)