IFA 2010: Tablet-PC- und E-Reader-Highlights

Acer stellt LumiRead vor

Das E-Ink-Display des Gerätes misst 6 Zoll (rund 15 Zentimeter) und besitzt wie der Story eine Auflösung von 800 x 600 Pixeln. Mit an Bord ist das Oxford English Dictionary, 2 Gigabyte interner Speicherplatz und Unterstützung für verschiedene Dateiformate wie PDF, TXT, EPUB, MP3 und PNG-Grafiken. Neu ist ein Sensor, mit dem das Gerät in der Lage ist, das Display an die jeweilige Lage anzupassen (Auto-Rotation). Der iRiver Cover Story erscheint voraussichtlich noch in diesem Monat für 219 Euro; die WLAN-Variante voraussichtlich im Oktober, der Preis ist aber noch unklar.

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Auch Acer hat einen neuen E-Reader auf der IFA vorgestellt, der zuvor bereits auf der Computex in Taiwan zu sehen war und über den Netzwelt bereits ausführlich berichtete. Wie der iRiver Cover Story verfügt das E-Ink-Display des LumiRead über eine Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten und einen zwei Gigabyte großen Flash-Speicher. Im Gegensatz zum iRiver besitzt das Modell aber eine Tastatur und einen ISBN-Scanner. WLAN ist ebenfalls integriert. Der Acer LumiRead soll für 250 Euro im Oktober auf den Markt kommen.

E-Reader von Sony und Pocketbook

Wie bereits berichtet, hat Sony seine E-Reader Pocket Edition PRS-350 und Touch Edition PRS-650 aufgefrischt und die Displays mit der E-Ink Pearl Technologie ausgestattet, die bessere Kontrastwerte ermöglichen soll. Das kleinere Modell mit 5 Zoll (rund 13 Zentimeter) großen Display besitzt statt 512 Megabyte jetzt zwei Gigabyte Arbeitsspeicher; beim großen Bruder mit 6 Zoll (knapp 15 Zentimeter) ist die Kapazität aber erweiterbar - auf bis 32 Gigabyte. Auf WLAN und UMTS verzichtet Sony - digitale Bücher muss der Anwender per Web-Browser herunterladen und dann per Micro-USB-Anschluss auf die E-Reader übertragen. Der E-Reader Pocket Edition ist für 179, der Touch Edition für 229 Euro ab Oktober 2010 erhältlich. 

Der ukrainische E-Reader-Hersteller Pocketbook präsentierte auf der IFA gleich fünf neue E-Reader-Modelle. Dazu zählen die Einsteigergeräte PocketBook Pro 602 (6 Zoll-Display) und Pro 902 (10 Zoll-Display), die Premium-Geräte Pro 603 und Pro 903, die zusätzlich mit einem 3G-Modul und Touchscreen ausgerüstet sind, der per Stylus Pen bedient werden kann. Abgerundet wird die Palette vom PocketBook IQ mit TFT-Farbbildschirm .

Alle fünf Modelle sind mit einem Lagesensor ausgestattet, über den sich das Display automatisch der Gerätehaltung anpasst. WLAN mit b- und g-Standard, Micro-USB-Ports, Sprachausgabe (Text-to-Speech) und Wörterbücher in 20 Sprachen sind ebenfalls inklusive. Als e-Book-Einkaufsladen steht der eigene Dienst bookland.net zur Verfügung. Der PocketBook IQ basiert im Gegensatz zu den anderen Readern auf Android, spielt Audio-Dateien und Videos ab und bietet zudem Zugriff auf Apps und Spiele. Das Gerät sei aber weiterhin ein E-Reader und kein Tablet-PC, heißt es bei Pocketbook. Die Preise der Pocketbook-Geräte sind noch unbekannt und sollen auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober bekannt gegeben werden. 

Fazit: Viele neue Geräte mit ungewisser Zukunft

Mit dem iPad ist eine neue Gerätekategorie entstanden, die für Bewegung im Markt sorgt. Das machen die zahlreichen Tablet-Neuheiten auf der IFA deutlich. Nicht alle Hersteller werden sich mit ihren Modellen erfolgreich behaupten können, denn im Wettbewerb stehen viele Branchengrößen, deren Marktmacht enorm ist. Selbst die umfangreichste Ausstattung dürfte da kaum ausreichen.

Angesichts des Medieninteresses für Tablet-PCs geraten die E-Reader zunehmend in den Hintergrund. Kein Wunder, denn die neuen Modelle bieten nur wenig neue Funktionen und dürften für viele Verbraucher noch immer zu teuer sein. Der Weg von Pocketbook, einen E-Reader mit TFT-Farbbildschirm abzubieten, klingt zwar interessant. Aber der Unterschied zwischen E-Reader und Tablet-PC verblasst dadurch zunehmend. Zudem steht der Preis für das Modell noch nicht fest.

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