IFA 2010: Navi-Highlights aus Berlin
Navigon
Auf den zunehmenden Druck seitens der Smartphone-Hersteller reagiert Navigon, genau wie TomTom, mit einer eigenen App. Eine Android-Version des Handy-Programms "Navigon Select Telekom-Edition" stellte der Anbieter vor kurzen auch für Mobiltelefone mit Google-Android-Betriebssystem vor. Aber auch zwei Neuheiten aus dem Bereich der klassischen Navigationssysteme, das Navigon 20 Easy und das Easy 20 Plus, sind in Berlin zu sehen. Beide Modelle sollen mit Preisen von knapp 100 Euro beziehungsweise 130 Euro vor allem preisbewusste Käufer ansprechen.
Beide Navis verfügen über ein berührungsempfindliches Display mit einer Bildschirmdiagonalen von 3,5 Zoll, auch der Stauwarner TMC ist integriert. Das Modell 20 Plus bietet zusätzlich einen Annährungssensor und eine Text-to-Speech-Funktion. Zur weiteren Ausstattung zählen Fahrspurassistent, Geschwindigkeits-Warnungen sowie eingespeichertes Kartenmaterial von Europa. Beide Neuvorstellungen will Navigon im Herbst auf den Markt bringen.
Wesentlich mehr Geld müssen Interessenten des Navigon 70 Premium Live einkalkulieren. Das aktuelle Top-Modell des Herstellers ist dafür auch randvoll mit technischen Highlights. Dazu zählen unter anderem das Bereitstellen von aktuellen Informationen aus dem Internet, wie etwas Stauwarnungen und Wettervorhersagen. Den Internetzugang stellt das Navigon 70 Premium Live die ersten 15 Monate kostenlos zur Verfügung. Anschließend werden für den Online-Dienst jährlich 50 Euro fällig.
Garmin
Neue Modelle gibt es auch am IFA-Stand von Garmin zu sehen. Als einer der etabliertesten Anbieter von Navigationsgeräten ließ es sich der Hersteller nicht nehmen, mit dem Modell nüLink 1695 ebenfalls ein neues Top-Modell vorzustellen. Zu den Ausstattungs-Highlights des rund 300 Euro teuren Gerätes zählt ein berührungsempfindlicher und fünf Zoll großer Bildschirm sowie der Zugang zu diversen Live-Services wie Wettervorhersage, Stauwarnungen und Flugankunftszeiten. Diese Dienste sind im ersten Nutzungsjahr kostenlos.

Nett anzuschauen ist die so genannte "PhotoReal 3D-Kreuzungsansicht", welche die Orientierung bei innerstädtischen Abbiegevorgängen vereinfachen soll. Auch die von Garmin ins Leben gerufenen EcoRoutes sind mit an Bord. Zu kaufen gibt es das nüLink 1695 ab Oktober.
Die PhotoReal 3D-Kreuzungsansicht bieten auch die Modelle der neuen nüvi-Reihe 22xx und 23xx. Diese Ansicht zoomt in kritischen Bereichen etwa Straßenschilder so nahe heran, dass der Fahrer sie bereits auf dem Display sehen kann, bevor er sie in der Realität erkennt. Das Top-Gerät der 23xx-Serie, das nüvi 2360T, bietet unter anderem Bluetooth-Funk und nimmt Befehle per Stimmeingabe entgegen. Die Preise der neuen Garmin-Reihe beginnen bei 159 Euro für die 22xx-Serie beziehungsweise 189 Euro für die 23xx-Reihe.
Falk
United Navigation, Dach-Firma der Marken Falk und Becker, stellt mit dem Falk Ibex ein interessantes Navigationsgerät für Outdoor-Sportler wie Wanderer, Geocacher oder Fahrradfahrer vor. Das Kartenmaterial umfasst neben Hauptverkehrswegen auch Feld- und Wanderwege. In Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club bringt Falk auch über 200.000 Kilometer Radwegnetz auf das kompakte Navi.
Die Anzeige erfolgt über ein 3,5-Zoll-Display. Das gesamte Gerät ist gegen Feuchtigkeit und Stöße geschützt und verfügt über einen eingebauten Höhenmesser. Laut Herstellerangaben hält der vom Nutzer selbst auswechselbare Lithium-Ionen-Akku rund acht Stunden lang durch, bevor er mit frischem Strom versorgt werden muss. Das Ibex soll ab Oktober im Handel erhältlich sein und 370 Euro kosten. Zusätzliches Kartenmaterial, etwa für die Schweiz oder Mallorca, können Interessierte zusätzlich erwerben.
