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Asus VG236H im Test: 3D-Monitor für Computerspiele
Ergonomischer 23-Zoll-Bildschirm mit Full-HD-Auflösung

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Der erste 3D-fähige Monitor von Asus hinterlässt auch im 2D-Betrieb einen guten Eindruck. Neben der Bildqualität überzeugt auch die unkomplizierte Bedienung sowie die ergonomischen Einstellungsmöglichkeiten.

Mit dem VG236H hat Asus ab sofort auch einen 3D-fähigen Monitor mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz im Angebot. Über dreidimensionale Bilder auf dem 23 Zoll großen Bildschirm freuen sich bisher vor allem Computerspieler. Sie und alle anderen die räumlich sehen wollen benötigen auch bei diesem Bildschirm eine so genannte Shutterbrille.

120-Hertz-Panel mit Full-HD-Auflösung

Der umgerechnet 58,4 Zentimeter große Asus VG236H benötigt die hohe Bildfrequenz von 120 Hertz, um mit Hilfe der Shutterbrille eine dreidimensionale Ansicht im Kopf des Betrachters zu erzeugen. Der Monitor zeigt zwei leicht versetzte Bilder im Wechsel mit den jeweils üblichen 60 Hertz an. Die Brille verschließt im gleichen Takt jeweils ein Auge. Das menschliche Gehirn setzt daraus in der Regel ein räumliches Bild zusammen.

Der Asus VG236H verfügt über eine maximale Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Die Helligkeit der Full-HD-Anzeige im 16:9-Format beträgt nach Angaben des Herstellers 400 Candela pro Quadratmeter. Das Kontrastverhältnis soll maximal 100.000:1 betragen und die Reaktionszeit bei kurzen zwei Millisekunden liegen.

Da Asus nicht auf ein besonders hochwertiges Panel hinweist, dürfte im VG236H ein Standard-TN-Modul stecken. Die Hintergrundbeleuchtung übernehmen Leuchtstoffröhren. Trotzdem bietet die fehlerfreie Anzeige eine überzeugende Bildqualität.

Ein sattes Schwarz ergänzt die kräftigen Farben. Der Kontrast des VG236H fällt deutlich aus, könnte in dunklen Bereichen aber noch klarer sein. Der Farbverlauf sieht sauber aus, Schrift lässt sich angenehm lesen, die Konvergenz erweist sich als perfekt und der Bildaufbau erfolgt sehr schnell. Die kleinen Schönheitsfehler bei der Geometrie und die minimalen Verzerrungen fallen bei der Nutzung nicht auf.

Asus gibt die Blickwinkel des VG236H mit 170 Grad horizontal und 160 Grad vertikal an. Diese Werte bestätigen sich im Test eindrucksvoll, da sich die Bildqualität mit zunehmendem Winkel fast gar nicht verschlechtert. Auch im 3D-Betrieb erreicht der der Monitor ähnlich hohe Werte.

Asus VG236H im Test

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23 Zoll großer Monitor zeigt dank einer Bildwiederholrate von 120 Hertz räumliche Ansichten an.

Beweglicher 3D-Monitor

Im Test zeigt sich der Asus VG236H ergonomischer als andere 3D-Monitore. Er lässt sich nicht nur um fünf Grad nach vorne und 15 Grad nach hinten neigen, sondern auch in der Höhe verstellen und auf seinem Standfuß drehen.

Die Bedienung des VG236H erfolgt über vier Tasten an der unteren Vorderseite des schwarzen Gehäuses. Anfangs sorgt die Belegung der Knöpfe mitunter für Verwirrung, aber nach kurzer Zeit verinnerlicht der Nutzer ihre Funktionen. Helligkeit, Kontrast und die von Asus "Splendid" genannten voreingestellten Farbschemata erreicht der Nutzer direkt.

Die vierte Taste dient zum Aufrufen des Hauptmenüs, in dem der Nutzer unter anderem Bildgröße und -position, sowie Schärfe, Sättigung und die Farbtemperatur verstellen kann. Jeder Knopf hat hier eine eindeutige Funktion: Menüpunkt auswählen, eine Ebene zurück oder die Auswahl nach links oder rechts, beziehungsweise oben und unten verschieben.

Moderne Anschlüsse

Asus baut in den VG236H ein internes Netzteil ein. Der höchste im Test bei maximaler Helligkeit gemessene Stromverbrauch lag bei 49 Watt und erhöhte sich im 3D-Betrieb nur geringfügig auf 51 Watt. Bei niedrigster Helligkeit sank die Leistungsaufnahme auf höchstens 27 Watt. Damit bewegt sich der Monitor im üblichen Rahmen der Geräte mit Leuchtstoffröhren zur Hintergrundbeleuchtung.

Asus stattet den VG236H mit den nötigen Anschlüssen aus: Auf der Rückseite des Monitors befinden sich je eine HDMI-, DVI- und Component-Video-Schnittstelle. Der Bildschirm eignet sich zur Befestigung an Wandhalterungen. Außer dem obligatorischen CE-Logo verfügt das Gerät über zahlreiche Prüfzeichen, die alle jedoch in Deutschland keine Rolle spielen.

Fazit: Guter Bildschirm bisher nur im 3D-Set

Der Asus VG236H überzeugt im Test als 3D-Monitor, der auch im 2D-Betrieb eine gute Figur macht. Die gute Bildqualität und die unkomplizierte Bedienung zählen ebenso zu den Pluspunkten des Monitors wie die ergonomischen Anpassungsmöglichkeiten, die anderen 3D-Geräten fehlen.

Asus plant den Verkaufsstart für den VG236H noch im September 2010. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Set aus Monitor und dem 3D Vision Kit von Nvidia beträgt 479 Euro. Shutterbrille und Infrarotsender kosten bei Internetversänden alleine rund 150 Euro. So dass der Bildschirm mit rund 330 Euro im Vergleich zu anderen 3D-Geräten, wie dem Acer GD245HQ, preislich nicht aus dem Rahmen fällt.

Kommentare zu diesem Artikel

Der erste 3D-fähige Monitor von Asus hinterlässt auch im 2D-Betrieb einen guten Eindruck. Neben der Bildqualität überzeugt auch die unkomplizierte Bedienung sowie die ergonomischen Einstellungsmöglichkeiten.

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  • Lissi schrieb Uhr
    AW: Asus VG236H im Test: 3D-Monitor für Computerspiele

    Hab den Monitor und bin sehr zufrieden. Sowohl im Normalbetrieb wie auch in 3D. Es lohnt sich...

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Asus VG236H im Test: 3D-Monitor für Computerspiele
Asus VG236H im Test: 3D-Monitor für Computerspiele
Der 23 Zoll große Asus VG236H erweist sich als sehr beweglicher 3D-Monitor, der auch mit anderen Eigenschaften punktet.
http://www.netzwelt.de/news/83935-asus-vg236h-test-3d-monitor-computerspiele.html
2010-09-06 15:52:46
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/bundesinnenministerium-berlin-14-thesen-netzpolitik-vorgestellt972.jpg
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