Der Apache HTTP Server ist eines der beliebtesten Open-Source-Projekte
Apache: Konfiguration des Servers mit Modul-Konzept
Die Open-Source-Community bietet mittlerweile eine Alternative zu fast jedem kommerziellen Programm der Welt an: OpenOffice.org kann leicht mit Microsoft Office konkurrieren, Linux-Distributionen wie Ubuntu erreichen nicht nur in Schwellenländern immer mehr Nutzer und die große Mehrheit von Webseiten läuft mit freien Content-Management-Systemen wie Drupal oder WordPress. Ende August hat InfoWorld in den USA wieder die "OSS Awards" vergeben, die praktisch dem Oscar für freie Software-Projekte entsprechen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Installation unter Windows und Linux
- 2Mac OS X und erster Start des Servers
- 3Reine Textdateien und ihre Direktiven
- 4Suche nach Ordnern und die Protokolle
- 5Modul-Architektur mit SSL, PHP und Co.
- 6Fazit
Der Apache HTTP Server ist in jeder Hinsicht eine extremes Open-Source-Projekt: Der Webserver gehört zu den beliebtesten freien Programmen überhaupt, mit einem Marktanteil von über 60 Prozent wird praktisch jede zweite Webseite im Netz von Apache ausgeliefert. Gleichzeitig kennen nur die wenigsten Anwender die Software, da sie ihre Arbeit im Hintergrund verrichtet und nicht jeden Tag direkt in Erscheinung tritt wie zum Beispiel OpenOffice. Wer eine Webseite mit dem Apache HTTP Server betreiben möchte, muss erst einmal das Konzept und die Konfiguration verstehen, kann dann aber sehr gut mit der Software arbeiten.
Installation unter Windows und Linux
Auf der Projektseite gibt es Apache 2.2.16 in zahlreichen Varianten: Windows-Nutzer haben die Qual der Wahl zwischen einer Ausgabe mit OpenSSL und ohne diese Bibliothek. Nur mit der ersten Version ist später die verschlüsselte Übertragung von Webseiten möglich, daher sollte man unbedingt zu dieser greifen. Beide Apache-Downloads gibt es nur als 32bit-Binärdatei: Aktuelle Windows-Systeme auf x86-Prozessoren haben eigentlich nur die Möglichkeit, den HTTP-Server aus den Quellen direkt auf dem System zu kompilieren.
Die eigentliche Installation erfolgt mittels eines komfortablen Assistenten, sodass sich Apache später wieder in der Systemsteuerung entfernen lässt. Der Assistent fragt den Anwender nach der DNS-Domain, seiner E-Mail-Adresse, dem Namen des Servers und der Konfiguration als Windows-Service. Da Apache bestehende Konfigurations- und Website-Dateien nicht überschreibt, kann man alte Versionen sehr leicht ersetzen.
Bei Unix-Systemen und Linux läuft die Installation ganz anders ab: Zunächst hat der Benutzer die Wahl, sich eine RPM- oder DEB-Paketdatei aus dem Repository seiner Distribution herunterzuladen - diese installieren sich ohne Rückfrage und laden alle benötigten Komponenten automatisch nach. So landet aber nicht immer die neueste Version auf dem Computer - dazu muss man zunächst das Archiv mit den Apache-Quellen von der Projektseite laden und diese dann mit einem C-Kompiler übersetzen. Auf den meisten Systemen genügt dazu das Dreigespann aus "./configure", "make" sowie "make install" auf der Kommandozeile.

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