Verbesserte 3D-Darstellung
IFA 2010: Toshiba präsentiert neue Cevo-Technologie für TV-Geräte
Toshiba hat im Vorfeld der IFA 2010 angekündigt, seine Fernseher ab 2011 mit einer neuen Technologie mit dem Codenamen Cevo auszustatten. Die Technik soll die Bildqualität vor allem von 3D-Inhalten hinsichtlich Helligkeit und Schärfe verbessern. Auch sollen herkömmliche 2D-Inhalte in realistische 3D-Bilder umgesetzt werden.
Atsushi Murasawa, Vizepräsident der TV-Sparte von Toshiba, präsentierte die neue Technik im Vorfeld der IFA-Messe auf einer Pressekonferenz in Berlin. Auf der Messe selbst werden sich Besucher in einem Rundgang von der Technik überzeugen können. Toshiba hat an seinem Stand eine Reihe älterer Fernsehmodelle mit der neuen Technologie ausgestattet. Erster Fernseher mit der neuen Technik wird der 55ZL1 sein. Dieser verfügt über ein neues helleres LED-Panel mit bis zu 512 einzeln ansteuerbaren Bereichen sowie eine Technik zur Erhöhung der Bildwiederholrate auf 400 Hertz. Der 55 Zoll Display wird im Frühjahr 2011 auf dem Markt kommen. Preise nannte Toshiba hierzu noch nicht.
Cevo ist Multicore-Prozessortechnologie
Bei Cevo handelt es sich um einen Multicore-TV-Prozessor. Toshiba hat bei der Entwicklung vor allem viel Wert auf die Verbesserung der Darstellung von 3D-Inhalten gelegt. Diese sollen nun mit Original-Helligkeit dargestellt werden. Dafür sorgt die Software 3D Intelligent, die bei der Wiedergabe Bildparameter wie Helligkeit oder Farbe anpasst. Diese Parameter werden durch heutige Shutter-Brillen verändert. Zum Beispiel machen Shutter-Brillen, die 3D-Bilder deutlich dunkler.
Ausblick auf Toshibas Cevo-Technik
Scharfe Bilder mit 400 Hertz Bildwiederholfrequenz soll die Cevo-Technik liefern.
Die neuen Fernseher sollen über ein besonders helles LED-Panel verfügen.
2D-Bilder kann die Toshiba-Technik in dreidimensionale Bilder umrechnen.
Gleichzeitig kann die Cevo-Technik beliebige 2D-Inhalte in 3D-Inhalte konvertieren. Dazu analysiert Cevo die Bilder und prüft, an welchen Stellen Tiefeninformationen hinzugefügt werden müssen, um einen 3D-Effekt zu erzeugen. Dies klappte im Schauraum von Toshiba hervorragend. Der Effekt ist jedoch von der Qualität der Ausgangsbilder abhängig. Weiterhin erklärte Toshiba, dass die Cevo-Technologie flexibler wäre als seine Vorgänger und Toshiba somit leichter nachträglich neue Funktionen in seine Geräte integrieren kann. Welche das sein könnten, ließ das Unternehmen offen.
Inzwischen konnte netzwelt einen ersten Eindruck vom nahezu fertigen Toshiba 55ZL2G gewinnen. Den Test finden Sie an dieser Stelle.

@Peter Rohlmeier: Vollkommen korrekt. Habe es gerade korrigiert. Entschuldigung es war gestern ein langer Tag in Berlin.
Ich mag mich täuschen, aber die Technik dahinter nennt sich doch "Cevo Engine" und nicht "Cervo"? :-)