Gähnen in 1.001 Nacht

Im Test: Das Schwarze Auge: Drakensang - Phileassons Geheimnis

"Drakensang: Am Fluss der Zeit" gehört sicher zum Besten, was der deutsche Rollenspiel-Markt bislang hervorgebracht hat. Das Abenteuer begeisterte mit spannenden Aufgaben und kunstvoll miteinander verwobenen Geschichten. Die nun veröffentlichte Erweiterung "Phileassons Geheimnis" kann das hohe Niveau des Hauptspiels jedoch nicht halten.

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Drakensang Am Fluss der Zeit - Phileassons Geheimnis Launch Trailer: Drakensang Am Fluss der Zeit: Phileassons Geheimnis Launch Trailer (Plattformen: PC). Zum Video: Drakensang Am Fluss der Zeit - Phileassons Geheimnis Launch Trailer

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Sicher, die Umstände der Entstehung von "Phileassons Geheimnis" waren nicht ideal: Der Berliner Entwickler Radon Labs musste Insolvenz anmelden, die Zukunft des mittlerweile vom Browser-Games-Spezialisten Bigpoint übernommenen Unternehmens war ungewiss. Das mag in der aktuellen Erweiterung durchaus seine Spuren hinterlassen haben - denn "Phileassons Geheimnis" lässt das Ausgereifte vermissen, das die beiden großen "Drakensang"-Spiele bislang auszeichnete.

Mit der alten "Fluss der Zeit"-Heldentruppe oder neuen Recken unterstützt man im Hafenstädtchen Nadoret einen schläfrigen Wächter und muss prompt mit ansehen, wie in der Nähe des Ortes ein paar thorwalsche Drachenschiffe landen. In der Kneipe "Zum sanften Ochsen" erfährt man Näheres: Foggwulff Phileasson, der Kapitän der Neuankömmlinge, ist verschwunden. Natürlich macht sich der Spieler mit seinen Helden auf die Suche - und gelangt so über einen Sphärenriss in die exotische Gegend der Elfen-Metropole Tie'Shianna.

Die Reise durch Zeit und Raum macht optisch zwar einiges her, bietet spielerisch allerdings nur wenig Abwechslung. Mehrfach wiederholen sich bestimmte Prozeduren und beinharte Kämpfe gegen die Untertanten des Namenlosen, der die Stadt bedroht. Nebenaufgaben muss man ebenso mit der Lupe suchen wie anspornende Belohnungen für bestandene Heldentaten. Auch Phileasson, der wohl berühmteste Held in "Das Schwarze Auge", bleibt als Charakter reichlich blass und konturlos. Zudem schließt er sich anfangs nur als eine vom Computer gesteuerte Figur der Gruppe an und kann erst wesentlich später auch vom Spieler gesteuert werden.

Im Test: Das Schwarze Auge: Drakensang - Phileassons Geheimnis

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Angesichts des erstklassigen Hauptspiels ist "Phileassons Geheimnis" dann doch eine Enttäuschung: Andere Hersteller bieten Addons dieser Güte als Download-Content an - zu wesentlich günstigeren Preisen. Selbst für eingefleischte "Drakensang"-Fans ist der Abstecher nach Tie'Shianna kein Muss.

Datenblatt

Das Schwarze Auge: Drakensang - Phileassons Geheimnis
SpielnameDas Schwarze Auge: Drakensang - Phileassons Geheimnis
HerstellerRadon Labs
Vertriebdtp
GenreRollenspiel
VÖ Datum20.08.2010
Preisca. 30 Euro
EAN Code4017244025689
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene und Profis
Alterab 12 Jahren
Multiplayernein
SonstigesMinimum CPU mit Core 2 Duo E4600, 2,0 GB RAM, 1,0 GB freier Festplattenspeicher, 3D-Karte mit 512 MB RAM, "Drakensang: Am Fluss der Zeit"
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassausreichend
Bewertung Gesamtbefriedigend
SystemPC

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