Im Zentrum steht die PlayStation 3

IFA 2010: Sony will neuen Musik- und Videodienst vorstellen (Update)

Sony will Medienberichten zufolge mit einem neuen Musik- und Videoservice Apple Konkurrenz machen. Im Zentrum steht dabei die PlayStation 3, genutzt werden kann der Dienst angeblich aber auf weiteren, mit dem Internet verbundenen Endgeräten.

Sony Bravia TV: Auch über den Fernseher könnte künftig Musik und Videos eingekauft werden, wenn sich die Gerüchte bewahrheiten sollen, dass Sony einen neuen Musik- und Videodienst startet. Bild: Sony
Sonys Videodienst VidZone für die PlayStation 3 könnte bald überflüssig werden: Angeblich will das Unternehmen auf der IFA einen neuen Musik- und Videodienst vorstellen. Im Zentrum soll die Sony-Konsole stehen.  Bild: Sony

Am Mittwochabend wird Apple auf einer Pressekonferenz in San Francisco neue Produkte vorstellen. Doch Sony will dem Unternehmen angeblich die Show stehen: Einem Bericht der Financial Times zufolge stellt der Unterhaltungselektronikkonzern auf der IFA in Berlin einen neuen Musik- und Videodienst vor - ebenfalls am Mittwoch, jedoch einige Stunden bevor die Apple-Veranstaltung startet, schreibt die britische Zeitung. 

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Im Zentrum der Plattform soll dabei erwartungsgemäß die PlayStation-Konsole stehen. Nutzer seien aber in der Lage, den Service auch auf einer Reihe an weiteren,  mit dem Internet verbundenen Endgeräten zu nutzen. Dazu könnten Walkman MP3-Abspielgeräte, Vaio Computer, Bravia-TV Geräte, Blu ray-Player und Sony Ericsson Handys gehören, heißt es in dem Bericht.

Misserfolg mit Connect Music

Sony hatte schon einmal versucht, mit einem Musikdienst Apple Konkurrenz zu machen. Aber Connect Music, so der Name der Plattform, wurde 2007 in den USA und Europa eingestellt. Auf der PlayStation 3 läuft noch der Musikvideo-Dienst VidZone, der über den PlayStation Store verfügbar ist. Das reicht Sony aber offenbar nicht aus. Der neue Service wird der Financial Times zufolge nicht vor dem nächsten Jahr erwartet.

Unterdessen will Apple offenbar seine Präsenz im Videobereich ausbauen. Vor der geplanten Presseveranstaltung am Mittwochabend gehen Gerüchte um, dass Steve Jobs den US-Film-Streamingservice Netflix in seine Set-Top-Box Apple TV integriert. Über iTunes können Apple-Nutzer schon seit längerem Filme beziehen, aber das Unternehmen ist mit dem Geschäft offenbar nicht zufrieden.

Update 19.40 Uhr: Musik- und Videodienst Qriocity startet noch dieses Jahr

Nun ist es offiziell Fujio Nishida, Präsident von Sony Europa, gab auf der IFA Pressekonferenz den Start des neuen Netzwerk-Dienstes Qriocity bekannt."Wir wollen unseren Kunden nicht nur ein Produkt verkaufen, sondern ein Erlebnis", sagte Nishida. Solche Erlebnisinhalte soll Qriocity bereitstellen. Noch in diesem Herbst sollen zunächst Videos angeboten werden. Musik und weitere Anwendungen, etwa Ebooks, Applikationen, sollen folgen. Der Musikdienst soll noch im Laufe dieses Jahres starten.

Über Preise und in den Diensten verfügbare Titel wollte Sony noch keine Angaben machen. Diese folgen, wenn der Dienst ans Netz geht. Der Videodienst würde aber sowohl Filme aller großen Hollywoodfirmen als auch erfolgreiche lokale Produktionen enthalten. Zu den Leih-Modalitäten erklärte Nishida nur, dass Kunden nach dem Leihen eines Videos 14 Tage Zeit haben dieses anzusehen. Sobald sie das erste Mal den Film gestartet haben, können sie diesen in den folgenden 48 Stunden so oft ansehen, wie sie wollen.

Zunächst wird bei Qriocity nur der Video-Dienst verfügbar sein, bis zum Jahresende sollen auch Musikfans auf ihre Kosten kommen. (Bild: Sony)
Zunächst wird bei Qriocity nur der Video-Dienst verfügbar sein, bis zum Jahresende sollen auch Musikfans auf ihre Kosten kommen. (Bild: Sony)

Bei den angekündigten Musik- und Videoangeboten wird es laut Sony um Cloud- und keine Downloaddienste handeln. Es sei auch geplant den Dienst für Drittanbieter zu einem späteren Zeitpunkt zu öffnen. Denkbar wäre dies vor allem für den Bereich der Applikationen. Qriocity baut dabei technisch auf dem erfolgreichen Playsation Netzwerk auf. Die Dienste werden zunächst von Sonys Playstations, Blue-Ray Playern und Bravia Fernsehern sowie einer Reihe von Laptop und Desktop-Computer zugänglich sein. Nach und nach sollen auch alle mobilen Sony-Geräte auf Qriocity zugreifen können.

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