Soziale Netzwerke: Plattformen für ein individuelles Facebook

Mixxt - Mitbewerber aus Bonn

Obwohl die großen und international bedeutenden sozialen Netzwerke in den Vereinigten Staaten entstehen, gibt es auch einen konkurrenzfähigen Mitbewerber aus Deutschland. Bereits 2007 haben die Entwickler der Bonner Mixxt GmbH die erste Version der Community-Plattform freigegeben, heute steht die Software auch in anderen Sprachen zur Verfügung. Die kostenlose Mixxt-Community kann mit einem individuellen Layout versehen und unter der Adresse wunschname.mixxt.com veröffentlicht werden. Für monatlich neun Euro beziehungsweise 19 Euro bieten die Premium-Pakete mixxtGO und mixxtPRO eine stark erweiterte Funktionalität.

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Für die kostenlose Anmeldung bei Mixxt muss der Anwender nicht nur Namen und E-Mail-Adresse angeben, sondern der Betreiber möchte auch das Geburtsdatum und den Wohnort wissen - was eigentlich unnötig ist. Nach der obligatorischen Bestätigung der E-Mail-Adresse sollte der Anwender den Assistenten für die initiale Konfiguration starten: Auf einer einzigen Seite kommt der Benutzer in neun Schritten zur fertigen Community - dabei sind besonders die Punkte sechs und sieben wichtig. Der erste bestimmt, ob das Netzwerk für jeden zugänglich ist oder nur auf einen eingeschränkten Kreis abzielt. In Punkt 7 werden die Module Blogs, Foren, Videos, Wiki, Redaktionssystem, Dateien, Bilder, Veranstaltungen und News an- und abgeschaltet.

Noch mehr (mobile) soziale Netzwerke

Das Netzwerk Spruz ist besonders attraktiv für ehemalige Ning-Nutzer, die an vielen Punkten ihre bisherige Plattform wiedererkennen werden. Wer größeren Wert auf kreative Aspekte in einem sozialen Netzwerk legt, sollte sich unbedingt Wall.fm (ehemals Wack Wall) ansehen. Der Betreiber wirbt mit dem Slogan "Everybody is a Creator" und erlaubt es, über Kommentare und Wiki-Funktionen gemeinsam an Inhalten zu arbeiten.

Der Konkurrent BigTent zielt besonders auf öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten oder Vereine ab, aber nur in den Vereinigten Staaten - der Nutzen für deutsche Kunden ist auf Grund der fehlenden Sprache nur sehr beschränkt. Ziemlich alleine am Markt steht noch Zerista: Der Dienst bringt Nutzer von Smartphones in einer eigenen Community zusammen, die man nach den persönlichen Vorgaben leicht anpassen kann.

Fazit

Die beiden ausgefeiltesten Angebote für persönliche Netzwerke kommen von Ning, Mixxt und SocialGO. Bei den anderen Plattformen kommen Nutzer im Einzelfall auch zum Ziel, der richtige Webdienst hängt von den genauen individuellen Anforderungen ab. In der Branche gibt es im Moment sehr viel Bewegung, die Dienste experimentieren gerade noch mit unterschiedlichsten Modellen - getrieben vom großen Erfolg bei Facebook sehen sich immer mehr Investoren die Unternehmen an, was den Wettbewerb noch weiter ankurbelt. Es gibt nur wenige Netzwerke mit wirklich revolutionären Ideen, dazu gehört ohne Zweifel aber Zerista.

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