Auf Google Chrome basierender Browser mit besserem Datenschutz
Freeware der Woche: SRWare Iron
Der kostenlose Internet Browser Iron basiert auf dem frei zugänglichen Quell-Code von Google Chrome, erleichtert diesen jedoch um Datensammel-Funktionen. Bedienung und Optik stehen dem Original in nichts nach. Die Freeware bietet einen integrierten Werbe-Blocker und den aus Chrome bekannten Übersetzungsdienst.

Inhaltsverzeichnis
- 1Ein Klon ist ein Klon
- 2Mehr Datenschutz
- 3Kleinere Abstriche
Nicht erst seit Street View steht Google bei Datenschützern in der Kritik. Auch Google Chrome, der Internet-Browser des amerikanischen Unternehmens, sammelt und sendet fleißig Daten über das Surfverhalten seiner Nutzer und verbindet sich ungefragt mit den Servern des US-Konzerns. Wer den Browser mag, auf das Senden von Daten jedoch gerne verzichten möchte, findet in Srware Iron eine einfache Lösung.
Ein Klon ist ein Klon
Die Installationsdatei belegt 13,4 Megabyte Festplattenspeicher, der Browser selbst 48,3 Megabyte. Iron steht Nutzern von Windows, Mac und Linux zur Verfügung. Nach dem Einrichten und dem ersten Start verrät nur die Startseite, dass hier nicht Google Chrome im Einsatz ist. Optisch sind Chrome und Iron nicht auseinanderzuhalten, basieren sie doch auf dem gleichen Sourcecode. Wie gewohnt bietet Iron nur eine einzige Eingabezeile, über die Anwender Webseiten ansteuern und Suchaufträge starten.
Mehr Datenschutz
Unterschiede zwischen beiden Browsern bestehen vor allem unter der Haube. Beim Thema Datenschutz kappt Iron sämtliche Leitungen, die Google Chrome nutzt, um Benutzerdaten zu sammeln und an den Mutterkonzern zu senden. Ungefragt gesendete Meldungen zu Suchanfragen, falsch eingetippten Internetadressen oder unerwarteten Programmfehlern bleiben aus. Auch eine sogenannte Client-ID, die jedem Chrome-Nutzer zugeordnet wird, sucht man bei Iron vergeblich.

Kleinere Abstriche
Dennoch hat Iron im direkten Vergleich in einigen Punkten kleinere Schwächen. Eine einfache Update-Funktion bietet der Browser nicht. Die Entwickler programmieren zum einen den Neuerungen in Chrome hinterher, zum anderen müssen Anwender neue Versionen stets von Hand installieren. Außerdem unterstützt Iron nicht alle für Chrome erhältlichen Erweiterungen und hat ab und an Schwierigkeiten mit Flash-Inhalten. Seine Hauptaufgabe, das Surfen im Internet, übernimmt Iron dennoch tadellos - ohne dabei nach Hause zu telefonieren.
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Voreingestellt nutzt auch der Chrome-Klon Google als Standard-Suchmaschine. In den Browseroptionen stehen jedoch weitere Anbieter wie Microsofts Bing zur Verfügung.
