Kommunikation über Remote Framebuffer und alternative Protokolle

Teamviewer und Co.: Den Mac aus der Ferne steuern

Apple ist derzeit das wertvollste IT-Unternehmen der Welt, weit vor dem größten Konkurrenten Microsoft. Mit Mac OS X hat der kalifornische Konzern seit 2001 ein hochmodernes Betriebssystem im Programm, das bei allen Macs kostenlos vorinstalliert wird. Viele Anwender, die einmal mit dem MacBook oder einem MacMini gearbeitet haben, möchten die intuitive Bedienung der Aqua-Oberfläche nie mehr loslassen. Wer sich gleich mehrere Macs kauft, steht allerdings schnell vor einem Problem: Wie kann ich auf die Dokumente eines anderen Computers zugreifen, wenn ich gerade einmal nicht vor Ort bin?

Mac OS X - Apple hat seinem Betriebssystem einen eigenen VNC-Server spendiert.
Apple hat seinem Betriebssystem einen eigenen VNC-Server spendiert.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Grafischer Server ab Mac OS X 10.5
  2. 2Erweiterte Informationen zur Remote-Konsole
  3. 3Rechner mit iChat-Funktionen steuern
  4. 4Pendant unter Windows und dem iPad
  5. 5Im Browser - Software von Hamachi
  6. 6Fazit

Hier kommt die Fernsteuerung übers Internet ins Spiel: Moderne Betriebssysteme bieten eine Möglichkeit, bei Präsentationen die Inhalte über das Netz zu übertragen. Der Zugriff aus der Ferne kann auch nützlich sein, wenn Bekannte oder Freunde ein Problem mit dem Mac haben, bei dem man selbst helfen möchte. In Mac OS X gibt es gleich zwei Funktionen zur Fernsteuerung: Einmal über einen grafischen Server und über den Instant-Messenger iChat. Netzwelt erklärt, wie das funktioniert und zeigt gute Alternativen.

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Grafischer Server ab Mac OS X 10.5

Die einfachste Variante, einen Computer mit Mac OS X 10.5 oder einer neueren Version zu steuern, ist das sogenannte "Screen Sharing", das allerdings nur im lokalen Netzwerk funktioniert. Apple hat direkt ins Mac-Betriebssystem einen VNC-Server eingebaut. VNC-Programme arbeiten nach dem standardisierten Remote Framebuffer Protocol, das den Bildschirminhalt eines Rechners und Eingaben von Maus und Tastatur über das TCP/IP-Netzwerk überträgt. Es gibt Implementierungen auch für Windows und Linux-Systeme.

In Mac OS X aktiviert der Benutzer das Screen Sharing im Dialog "Freigaben" in der Systemsteuerung. Der Benutzer wird bei der Aktivierung gefragt, welche Rechte für entfernte Benutzer gelten sollen: Es ist möglich, den Computer nur zu beobachten, Einstellungen zu ändern oder Textmitteilungen zu senden. Die Erlaubnis für das Starten und Beenden von Programmen oder gar das Herunterfahren und Neustarten des Mac sollte sich der Anwender genau überlegen und nur mit Bedacht gestatten. In jedem Fall ist es unerlässlich, in den "Computereinstellungen" ein Kennwort für den VNC-Server festzulegen - andernfalls kann sich jeder fremde Benutzer an einem gerade aktiven Mac anmelden, was Tür und Tür für Kriminelle öffnet.

Noch sicherer wird der Umgang mit dem VNC-Server in Mac OS X, wenn man nur ausgewählte Konten des Systems für die entfernte Anmeldung zulässt. Möchte der Anwender dann von einem entfernten Mac auf den freigegebenen Rechner zugreifen, genügt die Tastenkombination CMD+K im Apple Finder. Es öffnet sich ein Fenster, in dem eine Adresse nach dem Schema "vnc://123.456.789.000" eingegeben wird. Die IP-Adresse des Zielcomputers darf natürlich nicht durch eine Firewall oder Router geschützt sein.

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