Ausgeflippt: Motorola FlipOut im Test
Multimedia: Lautsprecher mindert Musik-Spaß
Der Musikplayer des Smartphones ist ein El Dorado für echte Musik Fans. Die Musikstücke auf der Speicherkarte lassen sich nach Album, Interpret oder Titel filtern. Neben den über die beiliegenden Kopfhörer empfangbaren UKW-Radioprogrammen ist auch ein Client für das Webradio-Programm ShoutCast integriert. Musikvideos können über YouTube oder dem österreichischen Musiksender Go.TV schauen. Ebenfalls möglich: Das FlipOut vors Radio halten und erkennen lassen, welcher Titel gerade gespielt wird. Was das Musikvergnügen jedoch deutlich mindert ist der Lautsprecher, dessen Qualität aufgrund von Scheppern und Übersteuern allenfalls zur Ausgabe von Systemtönen reicht. Auch der Klang der beiliegenden Kopfhörer ist nicht unbedingt besser. Wer das Flipout also als Musikhandy nutzen möchte, sollte über den Kauf entsprechenden Zubehörs nachdenken.
Ebenfalls nicht überzeugen kann die Kamera, die gerade einmal drei Megapixel bietet. Standard ist in der heutigen Smartphone-Welt bereits fünf Megapixel. Zudem liefert sie leicht verschwommene Bilder mit wenig Detailreichtum. Bei Schwenks ist die Kamera recht träge, teilweise kommt es sogar zu Bildrucklern, und braucht Zeit um sich an veränderte Lichtverhältnisse anzupassen.

Weitere Merkmale: Schnelles WLAN und kabellose Verbindung mit dem PC
An Schnittstellen bietet das FlipOut standardmäßig Unterstützung für Bluetooth und USB. Zudem unterstützt das Mobiltelefon auch den neuen schnellen WLAN-Standard n. Über eine WLAN-Verbindung kann der Nutzer auch bequem vom Desktop-Computer auf sein Mobiltelefon zugreifen und Bilder kopieren, das Adressbuch bearbeiten oder den Browser-Cache löschen. Auch einen Bewegungssensor bietet das Smartphone. Dieser reagierte im Test teilweise etwas langsam.
Fazit: Ungewöhnliches Mobiltelefon für junge Smartphone-Nutzer
Mit dem FlipOut präsentiert Motorola ein ungewöhnliches Modell im Meer der (Mini-)Smartphones. Das moderne Design und die austauschbaren Hüllen sowie der funktionsstarke Media-Player zielen dabei eindeutig auf ein jüngeres Publikum ab. Während das FlipOut in Punkto Bedienkonzept, Software sowie Verarbeitung weitgehend überzeugen kann, enttäuscht es bei Ausstattungsmerkmalen wie Kamera, Lautsprecher oder Bewegungssensor.
Diese kleinen Schwächen trüben den Gesamteindruck. Uneingeschränkt zu empfehlen ist das FlipOut daher nicht. Wer aber nach einem ungewöhnlichen Smartphone sucht, sollte einen Blick auf das Gerät werfen. Das Motorola Flipout ist in Deutschland bereits verfügbar. Der Hersteller bietet es für 349 Euro an. Im Internet gibt es das Smartphone aber auch schon rund 60 Euro günstiger.
