Dienste mit virtuellen Rundgängen im Angebot
Kartografie im Netz: Die Google Street View-Konkurrenten
Google Street View hat zahlreiche Konkurrenten im Netz, die digitale Bilder der Welt zur Schau stellen. Einige davon können dem Platzhirschen sogar das Wasser reichen. Netzwelt gibt einen Überblick über die Dienste.

Inhaltsverzeichnis
- 1Sightwalk setzt auf Open Street Maps-Kartenmaterial
- 2Helikopter schießt Fotos für Kartendienst
- 3Panorama-Aufnahmen von Fotografen
- 4Nutzer liefern Daten für Microsoft-Dienst Photosynth
- 5Street View zeigt Panoramio-Fotos
- 6Telefonbuch.de: Kombination von Geodaten mit persönlichen Informationen
- 7Fazit: Nutzen versus Datenschutz
Ein virtueller Spaziergang um den Kölner Dom oder eine kurze Hafenrundfahrt in Hamburg per Web-Browser - lange vor der Ankündigung von Google, mit Street View in Deutschland zu starten, waren Straßenkartografie-Dienste hierzulande verfügbar. Sie alle haben längst nicht so viel Ärger erregt wie der Platzhirsch mit seinem Angebot. Was auch daran liegen könnte, das die Street View-Konkurrenten andere Ziele verfolgen.
Wie etwa der Kölner Anbieter panogate GmbH mit seinem Dienst sightwalk. Bereits im April 2008 ermöglichte das Startup Online-Rundgänge in deutschen Städten - damals waren 3D-Ansichten aber nur für die Rheinmetropole verfügbar. Das hat sich mittlerweile geändert: Per Web-Browser stehen aktuell Panorama-Bilder für Bonn, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgar und Köln im Netz.
Sightwalk setzt auf Open Street Maps-Kartenmaterial
Panogate will im Unterschied zu Google nicht die gesamte Welt abbilden, sondern konzentriert sich auf deutsche Metropolen. Das mag erkläen, warum der Dienst laut eigener Aussage kaum Nutzerprotest hervorruft. Der Anbieter hat trotzdem vorgesorgt und bietet per "Problem melden"-Schalter eine Beschwerdemöglichkeit an, wenn fotografierte Person oder Grundstücksaufnahmen entfernt werden sollen beziehungsweise Gesichter, Kfz-Kennzeichen sowie Hausnummern identifizierbar sind.
Kartografie- und Straßenbilderdienste im Netz
Köln bei Nacht: Panorama-Foto beim Dienst Bilderbuch Köln. Bild: Screenshot
Microsofts Suchmaschine Bing integriert auch Aufnahmen aus der Vogelperspektive. Bild: Screenshot
Google Street View ist in 23 Ländern verfügbar. Hier eine Ansicht der Londoner Tower Bridge. Bild: Screenshot
Faszinierende Panorama-Aufnahmen: Der Markusplatz in Venedig, veröffentlicht bei Microsofts Photosynth. Bild: Screenshot
Die Nordwest-Zeitung bietet zusammen mit dem Straßenkartografie-Anbieter Panolife einen virtuellen Stadtrundgang durch Oldenburg an. Bild: Screenshot
Sightwalk war in Deutschland schon lange vor Google Street View online. Panorama-Ansichten gibt es auch für Hamburg - etwa ein Blick auf die Alsterarkaden. Bild: Screenshot
Microsoft hat bereits den direkten Google Street View-Konkurrenten Streetside im Netz. Straßenansichten sind dort allerdings nur für einige US-Städte abrufbar. Bild: Screenshot
Sightwalk setzt unter anderem auf das Kartenmaterial des Open Street Map-Projekts und will vor allem als touristische Plattform punkten: Im Gegensatz zu Street View können Nutzer über Wikipedia-Links etwa Hintergrundinformationen zu Sehenswürdigkeiten abrufen. Und anders als bei dem Google-Dienst bietet sightwalk auch erweiterte Werbemöglichkeiten an: So werden Unternehmer etwa in die Lage versetzt, ihren Shop gegen Gebühr virtuell begehbar zu machen.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 2 Beiträge
In dem Zusammenhang interessant ist vielleicht auch der Fotograf Jens Best. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, beziehungsweise angedroht, verpixelte Häuser im Google Streetview aufsuchen, abzufotografieren und...
Nach meinen eigenen Tests ist das Kartenmaterial auf "OpenStreetmaps.org" zumindest in Deutschland, und zumindest punktuell (also möglicherweise nicht flächendeckend) um mehrere Klassen besser und genauer als alles...