Gestern im All...

Im Test: Weltraum-Epos Armada 2526

Spieledesigner R. T. Smith gehörte einst zu den Machern der vielgepriesenen "Total War"-Strategieserie. Mit dem Weltraum-Epos "Armada 2526" möchte er nun zu seinen Wurzeln zurückkehren. Sein aktuelles Werk reiht sich neben Programmen wie "Sins of a Solar Empire" oder der "Space Empire"-Reihe ein. An deren Qualitäten kann "Armada 2526" jedoch nicht anknüpfen.

Im Test: Armada 2526 - Vor 15 Jahren wäre "Armada 2526" vielleicht noch ein passables Spiel gewesen. Heute jedoch hinkt es Lichtjahre der aktuellen Entwicklung hinterher. (Bild: Iceberg Interactive)
Vor 15 Jahren wäre "Armada 2526" vielleicht noch ein passables Spiel gewesen. Heute jedoch hinkt es Lichtjahre der aktuellen Entwicklung hinterher. (Bild: Iceberg Interactive)

Es gibt Genres, bei denen man sich des Öfteren fragt: Interessiert das heute überhaupt noch jemand? Weltraumstrategiespiele wie "Armada 2526" gehören zweifellos zu dieser Kategorie. Hier scheint die Zeit tatsächlich in der Mitte der 90er-Jahre stehengeblieben zu sein: Schon der erste Blick auf das martialische "Industriedesign" des Benutzer-Interfaces lässt Erinnerungen an alte Zeiten hochkommen. Spätestens seit "Homeworld" (1999) zählen opulente Echtzeit-Weltraumschlachten in einem dreidimensionalen Universum eigentlich zum guten Ton. "Armada 2526" hingegen begnügt sich mit einer reichlich kruden 2D-Darstellung von Weltraumflotten und bietet dementsprechend kaum ausgefeilte taktische Möglichkeiten.

Werbung

Doch der Reihe nach: In "Armada 2526" beginnt der Spieler damit, von seinem Heimatplaneten aus ferne Welten zu erkunden, fremde Sterne zu erforschen und zu besiedeln. Es gilt, im Rundenstrategiemodus neue Kolonien zu errichten, funktionierende Infrastrukturen mit den erforderlichen Gebäuden zu schaffen und weitere Raumschiffe für die Erforschung des Alls zu bauen. Während man so seinen Einflussbereich immer weiter ausdehnt, kommt es unweigerlich zu Begegnungen mit anderen der insgesamt zwölf Alien-Rassen. Oft lassen sich hier in Verhandlungen diplomatische Lösungen finden, die beide Seiten zufriedenstellen. Kommt es jedoch zum Kampf, schaltet das Programm in den Echtzeitmodus um. Die dann folgenden Schlachten sind in ihrer Gleichförmigkeit kaum zu überbieten und fordern halbwegs versierten Strategen lediglich ein müdes Lächeln ab. Schon nach wenigen manuell bestrittenen Feindbegegnungen entscheidet man sich meist gern dafür, die Auseinandersetzungen automatisch berechnen zu lassen.

Video: Armada 2526

"Armada 2526" folgt ganz dem klassischen "XXXX"-Spielprinzip (eXplore, eXpand, eXploit, eXterminate), ohne auch nur ein einziges innovatives Element hinzuzufügen. Grafik und Sound wirken billig und beliebig - es gibt kein stimmungsvoll in Szene gesetztes Weltall, keine wuchtig-explosiven Schlachtengemälde, keine detailliert texturierten Raumschiffe und auch keine spektakulären Zwischensequenzen. Gegner und Verbündete treten einem nicht leibhaftig gegenüber, sondern grunzen und quietschen als Spar-Animationen in kleinen Fensterchen vor sich hin.

Im Test: Armada 2526

Bild 1 von 18
Im Test: Armada 2526 - Vor 15 Jahren wäre "Armada 2526" vielleicht noch ein passables Spiel gewesen. Heute jedoch hinkt es Lichtjahre der aktuellen Entwicklung hinterher. (Bild: Iceberg Interactive)
Bild vergrößern

Vor 15 Jahren wäre "Armada 2526" vielleicht noch ein passables Spiel gewesen. Heute jedoch hinkt es Lichtjahre der aktuellen Entwicklung hinterher. (Bild: Iceberg Interactive)

Bild 2 von 18
Im Test: Armada 2526 - In "Armada 2526" beginnt der Spieler damit, von seinem Heimatplaneten aus ferne Welten zu erkunden, fremde Sterne zu erforschen und zu besiedeln. (Bild: Iceberg Interactive)
Bild vergrößern

In "Armada 2526" beginnt der Spieler damit, von seinem Heimatplaneten aus ferne Welten zu erkunden, fremde Sterne zu erforschen und zu besiedeln. (Bild: Iceberg Interactive)

Bild 3 von 18
Im Test: Armada 2526 - Um sich einen Vorteil gegenüber den anderen elf Alien-Rassen zu verschaffen, darf natürlich auch eifrig geforscht werden. (Bild: Iceberg Interactive)
Bild vergrößern

Um sich einen Vorteil gegenüber den anderen elf Alien-Rassen zu verschaffen, darf natürlich auch eifrig geforscht werden. (Bild: Iceberg Interactive)

Bild 4 von 18
Im Test: Armada 2526 - Kommt es zum Kampf, schaltet das Programm in den Echtzeitmodus um. Die dann folgenden Schlachten sind in ihrer Gleichförmigkeit kaum zu überbieten und fordern halbwegs versierten Strategen lediglich ein müdes Lächeln ab. (Bild: Iceberg Interactive)
Bild vergrößern

Kommt es zum Kampf, schaltet das Programm in den Echtzeitmodus um. Die dann folgenden Schlachten sind in ihrer Gleichförmigkeit kaum zu überbieten und fordern halbwegs versierten Strategen lediglich ein müdes Lächeln ab. (Bild: Iceberg Interactive)

Bild 5 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 6 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 7 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 8 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 9 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 10 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 11 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 12 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 13 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 14 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 15 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 16 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 17 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526

Bild 18 von 18
Im Test: Armada 2526
Bild vergrößern

Im Test: Armada 2526


Langzeitmotivation dürften angesichts des einschläfernden Spielverlaufs wohl die wenigsten Weltraumkadetten verspüren - der beigefügte Karteneditor wird somit sicherlich auch nicht allzu oft zum Einsatz kommen. Vor 15 Jahren wäre "Armada 2526" vielleicht noch ein passables Spiel gewesen. Heute jedoch hinkt es Lichtjahre der aktuellen Entwicklung hinterher. Wer dennoch nostalgische Weltraum-Atmosphäre genießen möchte, sollte einen Blick auf die auch nicht mehr ganz taufrische, aber technisch und spielerisch dennoch ansprechendere "X3"-Reihe werfen.

Datenblatt

Armada 2526
SpielnameArmada 2526
HerstellerIceberg Interactive
VertriebKoch Media
GenreStrategie
VÖ Datum20.08.2010
Preisca. 30 Euro
EAN Code8718144470536
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 12 Jahren
MultiplayerHotseat
SonstigesMinimum CPU mit 2,4 GHz, 1,0 GB RAM, 3,0 GB freier Festplattenspeicher, Grafikkarte mit 256 MB RAM
Bewertung Grafikmangelhaft
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundausreichend
Bewertung Spielspassausreichend
Bewertung Gesamtausreichend
SystemPC

Nachricht bereitgestellt von teleschau - der mediendienst

Links zum Thema

Kommentieren