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Nur noch ein Draht: Sony vergrößert Spielraum beim Handy-Design Ein Kupferdraht ersetz Kabel zur Daten- und Stromübertragung in Mobiltelefonen

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Im Durchschnitt stecken in einem Handy 22 Kabel, die die Designern und Entwicklern der Geräte immer wieder sinnvoll verlegen müssen. Platzgewinn und größere Freiräume beim Design von Telefonen mit beweglichen Teilen erhofft sich Sony vom "Single Wire Interface", bei dem nur noch ein Kupferdraht für Daten- und Stromübertragung zuständig ist.

Der japanische Elektronikkonzern Sony hat am heutigen Freitag eine Technologie vorgestellt, die neue Freiheiten beim Design von Handys und Smartphones mit beweglichen Teilen verspricht. Anstelle von durchschnittlich 22 Kabeln überträgt bei der "Single Wire Interface Technology" nur noch ein Kupferdraht Strom und Daten.

Egal ob Prozessor, GPS-Empfänger, WLAN-Modul oder Bildschirm und Lautsprecher: Die einzelnen Bauteile eines Handys benötigen Strom und versenden sowie empfangen zusätzlich Daten. Hierzu sind in den Mobiltelefonen teilweise dutzende Kabel verbaut. Im Durchschnitt quetschen sich 22 Kabel und Drähte in den engen Gehäusen der Geräte.

Ein Kupferdraht statt 22 Kabeln

Sony ersetz diesen Kabelsalat bei der "Single Wire Interface Technology" durch einem einzigen Kupferdraht. Dieser überträgt Video- und Audio-Daten sowie Steuerbefehle mit bis zu 940 Megabit in der Sekunde und stellt gleichzeitig die Stromversorgung der einzelnen Bauteile sicher. Um verschiedene Datensignale über das Kupferkabel zu übertragen setzt Sony auf ein Zeitduplex- und Multiplex-Verfahren.

Sonys "Single Wire Interface" im schematischen Vergleich mit einem herkömmlich verkabelten Handy. (Quelle: Sony)

Die jetzt vorgestellte Technik von Sony öffnet den Designern größere Freiräume bei der Gestaltung neuer Handy-Modelle zum Aufklappen oder mit herausschiebbaren Tastaturen. Nur noch ein Draht muss über kritische Stellen wie Scharniere geführt werden. Zusätzlich können sie wieder etwas Platz einsparen und die Telefone noch kleiner und flacher bauen.

Mit Glück profitieren auch die Verbraucher von niedrigeren Gerätepreisen. Bis es soweit ist dürften allerdings noch zahlreiche neue Handys mit Kabelsalat erscheinen. Sony machte keine Angaben dazu, wann die Ein-Kabel-Technik marktreife erlangen soll.

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Jan Johannsen
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