Anschauliche Einsatzmöglichkeiten für die Haussteuerung

Netzwelt vor Ort: Video-Interview mit Crestron

Die amerikanische Firma Crestron gilt auf dem heimischen Markt nahezu als Synonym für Haussteuerung. Per Fernbedienung regeln Anwender Lampen, Fenster, Rollläden, Video, Audio oder die Heizung im ganzen Haus. In Deutschland nutzen vor allem Unternehmen und Bildungseinrichtungen die zentrale Fernsteuerung. Netzwelt ließ sich im Hamburger Showroom der Firma Crestron die Funktionen des Systems für den Wohnbereich zeigen.

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Crestron : Haussteuerrung: Netzwelt besucht den Showroom der Firma Crestron und zeigt die Einsatzmöglichkeiten im Privatbereich. Zum Video: Crestron

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Haussteuerung ist in Amerika seit Jahren auch in privaten Wohnungen und Häusern nichts außergewöhnliches - und das auch, wenn kein Ferrari in der Einfahrt parkt. Auf dem deutschen Markt sieht die Situation noch etwas anders aus. Matthias Wolff, Crestron Vertriebsleiter für Norddeutschland, beschreibt die Situation so: "Momentan liegt das Verhältnis von Einsatz im Unternehmensbereich zum Privatbereich bei 70:30". Universitäten und Unternehmen nutzen die zentrale Bedienung in Hörsälen und Konferenzräumen. Mit einer Fernbedienung bedienen Vortragende die Rollläden, steuern Signale für Beamer und Flachbildfernseher oder dimmen die Lichter im gesamten Raum.

Jedoch verzeichnet das Unternehmen ein steigendes Interesse im Privatanwenderbereich. Wolff schätzt, dass die Aufträge aus dem privaten Sektor innerhalb der kommenden zwei Jahre auf 50 Prozent ansteigen werden. Immer mehr Nutzer möchten gerne von jedem Raum aus auf die eigene Multimedia-Bibliothek zugreifen oder Türen und Fenster auch vom Urlaubsort aus öffnen und verriegeln. Über Bus-Systeme und Funkverbindungen werden kompatible Geräte in die Haussteuerung eingebunden. In der Regel gibt es je einen großen Steuerungskasten für die Beleuchtung sowie einen Medienturm, über die sämtliche Lampen und Multimedia-Titel angesteuert werden. Mit frei programmierbaren, fest eingebauten- oder tragbaren berührungsempfindlichen Displays bedienen Anwender die Anlage.

Das Crestron-Angebot richtet sich an eher wohlhabende Technik- und Mediennutzer, die nicht wochenlang mit der Einrichtung und Wartung des Systems zu tun haben wollen. Die Haussteuerung wird in der Regel bereits in den Entwürfen einer Immobilie eingeplant, ein nachträgliches Nachrüsten in einem eingerichteten Haus ist nur schwer möglich, da beispielsweise viele Kabel verlegt und verputzt werden müssen. Die Einrichtung übernehmen zertifizierte Service-Partner, auch Installer genannt.

Funktionale Grenzen setzen dabei nur die Fantasie und der Geldbeutel. Der Creston-Gebietsleiter für Norddeutschland, Thomas Foullois, nennt als groben Richtwert: "Ab 10.000 Euro fängt es an Spaß zu machen". Als Einstiegs-Variante bietet das Unternehmen seit Kurzem in Deutschland das "Prodigy" an. Anwender müssen hier Abstriche im Funktionsumfang hinnehmen, können jedoch für circa 3.000 Euro eine kleine Wohnung ausreichend automatisieren. 

Auf netzwelt finden interessierte Nutzer bereits Artikel zu weiteren Haussteuerungssystemen wie MiCasaVerde und LinuxMCE. Micasaverde verfolgt den Ansatz des Stromsparens durch intelligente Haussteuerung, das kostenlose LinuxMCE bietet nahezu völlige Personalisierung und unbegrenzte Möglichkeiten, erfordert jedoch ein gehobenes Maß an technischem Verständnis und vor allem Zeit.

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