Neue Business-Server Lösung aus Redmond

Server: Microsoft stellt Cloud Computing-Server für kleine Unternehmen vor

Das Netz ist der Computer und der Desktop-PC ist überflüssig. Das war der Schlachtruf der Vertreter von Java und des sogenannten Netzcomputers in den 90er Jahren. Das Grundkonzept, dass Daten und Anwendungen auf Servern liegen und der Desktop-PC nur noch zur Steuerung der Software dient, hat durchaus Ähnlichkeiten mit dem heutigen Cloud Computing. Logischerweise bekämpfte Microsoft diese Idee damals vehement. Doch seitdem Microsoft mit Windows Azure selbst eine Cloud-Computing-Plattform hat, hören sich die Mitteilungen aus Redmond ganz anders an.

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Der Small Business Server (SBS) soll auch kleinere Betriebe mit weniger als 25 Mitarbeitern den Weg ins Cloud Computing ebnen. Das Bild zeigt die Website für den SBS. (Bild: Microsoft)
Der Small Business Server (SBS) soll auch kleinere Betriebe mit weniger als 25 Mitarbeitern den Weg ins Cloud Computing ebnen. Das Bild zeigt die Website für den SBS. (Bild: Microsoft)

So auch bei der Ankündigung des Windows Small Business Servers (SBS) mit dem Codenamen Aurora. Kevin Kean, General Manager beim SBS-Produkt-Team hat jetzt in einem Blog eine kostenlose Preview von Aurora vorgestellt und ist "unglaublich aufgeregt" darüber. Warum ist der Microsoft-Manager so aufgeregt? Aurora ist laut Kean nicht einfach nur eine neue Generation des Windows Small Business Servers, sondern stellt eine Abkehr vom bisherigen Konzept dar. Die neue Server-Software soll nämlich auch kleineren Unternehmen die Möglichkeit geben, den traditionellen-Servereinsatz mit Cloud Computing zu kombinieren.

Laut Kean ist Aurora die ideale Server-Lösung für Millionen von kleinen Betrieben mit weniger als 25 Mitarbeitern, die möglicherweise nicht einmal ein Netzwerk haben. Allerdings ist derzeit noch nicht klar, wann die fertige Version des SBS auf den Markt kommen wird.

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Einbinden von Cloud-Diensten

Der neue SBS soll als "Brücke zur Wolke" auch für kleine Unternehmen den Einstieg ins Cloud Computing erleichtern. So können externe Cloud-Dienste mit den Funktionen des Servers kombiniert werden, angeblich, ohne dass die Workload oder der Wartungsaufwand steigen.

Für IT-Admins gibt es ein Software Development Kit (SDK). Damit können sie Add-ins und neue Funktionen integrieren sowie die Zusammenarbeit mit Cloud-Diensten organisieren. Templates helfen, Add-ins mit Visual Studio 2008 zu generieren. Als weitere Hilfe gibt es Praxisanleitungen und fertige Beispiele für Add-ins.

Grundfunktionen des Servers

Daneben beherrscht Aurora auch die üblichen Grundfunktionen eines Servers im Netzwerk. Mit der Server-Software können die Unternehmen Sicherungsaufgaben wie das tägliche Back-up jedes Mitarbeiter-PCs im Netzwerk oder auch die Wiederherstellung verlorengegangener Daten oder Ordner erledigen. Jeder Mitarbeiter bekommt eine persönliche Webadresse, über die er unterwegs auf das Netzwerk zugreifen und austauschen kann.

Für Microsoft liegt spätestens seit der Einführung von Windows Azure die Zukunft des Business-Computing in der Cloud. Derzeit hat Azure nach Presseberichten etwa 10.000 Kunden. Die neue Version des Small Business Server ist ein weiterer Schritt, um diese Kundenzahl zu vergrößern, vor allem bei kleinen Unternehmen.

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