27-jähriger Brite will sein Land am Bildschirm bereisen
Virtuelle Wanderung: Per Street View durch Großbritannien
Während in Deutschland noch immer heftig über den Foto-Straßendienst Street View des Suchmaschinenanbieters Google diskutiert wird, wird die Software in anderen Ländern für die skurrilsten Zwecke verwendet. Ein 27-jähriger Brite will bis Freitag ganz Großbritanien am Bildschirm durchwandern, berichtet die Boulevard-Zeitung The Sun.
Insgesamt 1.200 Meilen (1.931 Kilometer) wird der virtuelle Wanderer Matthew Partridge dafür am Bildschirm zurücklegen. Bis zu zehn Stunden pro Tag will er dabei im Foto-Straßendienst verbringen. In einer Stunde schafft er rund 2,1 Kilometer, dank eines speziellen Trainingsprogrammes, dass auch Übungen für Hand, Nacken und Handgelenke umfasst.
Eine Woche auf der Arbeit freigenommen
Die Reise am Bildschirm ersetzt für den Briten dabei den Wanderurlaub, denn er sich vorgenommen hatte. Er habe schon immer durch das ganze Land wandern, aber nie die ganzen Reise- und Planungsstrapazen auf sich nehmen wollen. Deshalb habe er nun diese Alternative gewählt, erklärte er dem Sun-Reporter. Immerhin spart Partridge damit Urlaubstage ein. Während der echte Wandertrip 16 Wochen dauert, musste er sich für die virtuelle Tour nur eine Woche auf der Arbeit frei nehmen.
Die geplante Wandertour durch Großbritanien ist ein Extrembeispiel für die von Google propagierten Einsatzmöglichkeiten des Foto-Straßendienstes, der es erlaubt, die Welt am Bildschirm zu bereisen. Bislang sind in Street View aber nur 23 Länder weltweit verfügbar. Bilder aus den 20 größten deutschen Städten sollen bis Ende des Jahres online gehen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wehren sich aber gegen die Veröffentlichung von Fotos ihres Wohnhauses im Google-Dienst.


Street View geht ungeachtet aller Proteste auch in Deutschland online. Wie der Suchmaschinenanbieter Google ankündigt, steht der Dienst bis zum Ende des Jahres für die 20 größten deutschen Städte zur Verfügung. Datenschützer beklagen vor allem die schnelle Umsetzung.
Der Start von Google Street View in Deutschland stößt bei Verbraucherschützern und Politikern auf Kritik. Das geplante Widerspruchsverfahren entspreche derzeit nicht den vorherigen Zusagen des Konzerns. Unklar sei auch die Verarbeitung der Widerspruchsdaten.
Suchmaschinenanbieter Google wehrt sich gegen Kritik an seinem Einspruchsverfahren für den Foto-Straßendienst Street View. Ein Einspruch sei nicht nur online möglich, sondern auch per Brief. Alle Einsprüche innerhalb der Frist werden bis zum Start des Dienstes umgesetzt.
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Wie das Magazin Der Spiegel berichtet, haben bereits hunderttausende Bürger Widerspruch gegen eine Veröffentlichung von Fotos ihrer Hauses im Google-Dienst Street View eingelegt.
Google präsentiert 360-Grad-Panorama-Aufnahmen aus dem Great Barrier Reef vor der Küste Australiens. Schrittweise sollen weitere Aufnahmen veröffentlicht werden.
Zum Weltwaldtag werden auf Google Street View Bilder des Amazonas veröffentlicht. Diese zeigen unter anderem Kultur und Leben von Gemeinden im Regenwald. Auch virtuelle Reisen auf dem Fluss sind möglich.





Beiträge
insgesamt 2 BeiträgeInselaffen halt :D
Die Idee kann eigentlich nur aus dem Land kommen, in dem der Gummi-Stiefel-Weitwurf olympische Disziplin ist und Bier warm getrunken wird ;P