JVC XV-BP 1: Günstiger Blu-ray-Player im Test

DVD-Bildqualität und Klang

Beim Umgang mit DVDs offenbaren sich kleine Schwächen: Kinofilme zeigen gelegentlich ein leichtes Flimmern. Auch in TV-Material und Konzertmitschnitten fällt auf, dass schräge Kanten oder Gitarrensaiten etwas zappeliger als wie bei vielen Blu-ray-Konkurrenzprodukten wirken. Das Skalieren gelingt hingegen fehlerfrei, wie netzwelt anhand der Test-DVD "Sechs Tage, sieben Nächte" feststellen konnte: Das senkrecht nach unten zeigende Propellerblatt des Flugzeugs sieht komplett glatt aus und weist keine Treppenstufeneffekte auf.

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Der beste Klang lässt sich erzielen, wenn man den JVC mit einem modernen HDMI-Receiver verbindet und HD-Ton per Bitstream wählt. Denn als PCM-Signal liefert er bei DTS-HD-Ton nur eine datenreduzierte Qualität in Form eines 5.1-DTS-Kerns. Selbstverständlich spielt der JVC auch CDs ab - und das gar nicht mal schlecht: Mit 101 Dezibel Rauschabstand und einem linienglatten Frequenzverlauf erreicht er sehr gute Werte in dieser Disziplin.

Blu-ray-Bildqualität

In der Königsdisziplin, der Blu-ray-Wiedergabe, leistet sich der JVC keine Schwächen - HD-Kino in 1080p mit 24 Hertz beherrscht er fehlerfrei. Auch die Vollbildwandlung von 1080i-Dokumentationen oder 1080i-Konzerten klappt wunderbar, da keine störenden Treppenstufeneffekte auftreten. An den digitalen Pegeln bei der Farbdecodierung gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln. Ohne ein paar kleine Wermutstropen geht es dennoch nicht. Die Entwickler spendierten dem XV-BP 1 zum Beispiel keinen Video-Equalizer, mit dem man qualitativ minderwertige Discs aufpeppen könnte. Das wird Bildtüftler abschrecken. Außerdem schneidet der JVC im Zusammenspiel mit dem im netzwelt-Test eingesetzten Panasonic-Plasma TX-P 42 G15E ultraschwarze und ultraweiße Bereiche ab. Und schlussendlich spielte der JVC als einer von wenigen Playern eine Test-Disc mit Bildern in den drei HDTV-Codecs nicht ab, da er die Disc-Struktur nicht erkennen konnte.

Fazit: Puristisch

Bedenkt man den ungeheuren Preisverfall von 350 Euro Listen- auf 120 Euro Straßenpreis, geht der JVC als Schnäppchen durch - gerade für Einsteiger, die keine Bildregler benötigen. In den Standarddisziplinen begeht er kaum Fehler und punktet zudem durch seine Schnelligkeit und seine einfache Bedienung.