Ankündigung des Dienst-Startes löst Widerspruchswelle aus
Google Street View: Rund 200.000 Widersprüche werden erwartet
Google will bis Ende des Jahres seinen umstrittenen Foto-Straßendienst Street View in Deutschland starten. Bürgern in Deutschland räumt der Suchmaschinenanbieter seit April 2009 in Abstimmung mit deutschen Datenschutzbehörden die Möglichkeit ein, Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Fotos ihres Hauses noch vor dem Start einzulegen. Mit bis zu 200.000 Einsprüchen ist zu rechnen.

Diese Zahl wird in Regierungskreisen kolportiert. Insider gehen dabei von rund 50.000 Einsprüchen via Post aus und weiteren 100.000 per E-Mail. Da viele Bürger mit einem Brief oder einer Mail gleich für mehrere Objekte Einspruch einlegen, könnten bis zu 200.000 Häuser zum Start von Street View bereits unkenntlich gemacht worden sein. Zum Vergleich die amtliche Statistik des Bundes und der Länder weist für Hamburg rund 237.000 Wohngebäude aus, in Berlin gibt es rund 300.000 Wohngebäude und in Düsseldorf 68.114. In der deutschen Street View Version könnten also größere Lücken drohen. Zumal unklar ist, wie viele Widersprüche noch über das Onlinemeldeprogramm, das Anfang der Woche startet, eintreffen werden.
Große Nachfrage nach Musterbrief
Der Musterbrief zur Einlage eines Widerspruchs gegen Google Street View erfreut sich derweilen weiterhin großer Nachfrage. Allein auf der Webseite des Bundesverbraucherschutzministeriums wurde die Datei in der vergangenen Woche an manchen Tagen bis zu 25.000mal heruntergeladen, sagte ein Ministeriumssprecher gegenüber netzwelt.de. Das Verbraucherschutzministerium ist allerdings nicht die einzige Quelle für den Musterbrief im Netz. Institution wie die Verbraucherzentralen bieten ebenfalls entsprechende Schreiben an, so dass es schwer fällt eine Gesamtzahl an Dokumentdownloads zu ermitteln.
Links zum Thema
- Widerspruch Infoseite
- Street View Einspruch Hintergrundinformationen
- Webseite des Verbraucherschutzministeriums mit Informationen zum Street View Einspruch

Bei der ganzen Panikmache geht es doch wohl vor allem darum, dass unsere Regierung davon ablenken möchte, dass sie selber längst in einem Maßstab Daten sammelt, die Google wie Waisenknaben erscheinen lässt. ...
Google Street View gibt es doch längst in Deutschland! Im Internet gibt es zahlreiche virtuelle Stadtrundgänge in Deutschland. Man findet sie von größeren Städten wie Köln, Hamburg, München,...
Sind wohl doch mehr paranoide unterwegs als gedacht.