Anschaffungspreis: 5.000 Euro
Denon DVD-A1 UD: Denons nobler Blu-ray-Player im Test
Da musste auch netzwelt erst mal schlucken: 5.000 Euro für einen Blu-ray-Player, wo es doch schon gute Modelle für 200 Euro gibt? Doch die anfängliche Skepsis wich schnell, als die Redakteure dem Denon DVD-A1 UD auf den Zahn fühlten: Was für ein Allroundgenie: Das 19 Kilo schwere Flaggschiff spielt nicht nur Blu-rays, DVDs und CDs in höchster Qualität ab, sondern auch SA-CDs und DVD-Audio.

Inhaltsverzeichnis
- 1Einordnung und Technik
- 2Multimedia
- 3Sonstige Ausstattung
- 4Benutzerfreundlichkeit
- 5DVD-Sehtest
- 6Blu-ray-Bildqualität
- 7Klangqualität
- 8Fazit: Der beste Blu-ray-Player
Einordnung und Technik
Einen Blu-ray-Player zu bauen, der sich von der breiten 300-Euro-Masse abhebt, zählt nicht zu den einfachsten Aufgaben. Denn die Blu-ray Disc Association hat die Player mit so vielen Lizenzen und Patenten belegt, dass kaum noch technischer Spielraum für Verbesserungen bleibt. Folglich lassen sich nennenswerte Fortschritte bei Bild und Ton nur mit höchstem technischen Aufwand erzielen - und genau diesen Aufwand hat der Luxushersteller Denon beim DVD-A1 UD auch betrieben.

Eine zusätzliche Signalverarbeitung sorgt für eine wahrnehmbare Verbesserung von Bild und Ton. Hinzu kommt, dass der Bolide nicht nur Blu-rays, DVDs und CDs abspielen kann, sondern generell alle Hochbit-Formate, bei denen der Konkurrenz in der Regel die Puste ausgeht. Gemeint sind in erster Linie SA-CD und DVD-Audio, zwei exotische Formate, die sich nie auf breiter Basis durchsetzen konnten, bei Audiophilen aber dennoch hoch im Kurs stehen. Das UD im Namen steht dabei für "Universal Disc", auf gut Deutsch also Allesfresser, der alles verarbeiten kann. Somit wird der 5.000-Euro-Player auch für Menschen attraktiv, die sich bisher mit dem CD-Klang von Blu-ray-Playern nicht anfreunden konnten, zumal die Ingenieure viel Zeit in den CD-Klang investiert haben, etwa bei der symmetrischen Analogton-Ausgabe via XLR.
Multimedia
Hinter einer Klappe auf der Frontseite versteckt sich ein Einschub für SD(HC)-Karten. Über diesen lassen sich beispielsweise Bilder, Videos und Musikstücke direkt über das Gerät abspielen. Sehr gut auch der "Compressed Audio Restorer", der als eine Art Klangverbesserer für stark komprimierte MP3s fungiert und tatsächlich etwas bringt. Bei sehr stark komprimierten Musikstücken kann man allerdings keine Wunder erwarten. Wenn die Qualität so schlecht ist, gibt es nicht mehr viel zu retten.
Die Netzwerk-Schnittstelle auf der Rückseite ist ausschließlich für BD-Live und Firmware-Updates gedacht, nicht aber für Multimedia-Inhalte aus dem Internet. Macht aber nichts, denn angesichts der üppigen Gesamtausstattung lässt sich das verschmerzen, sofern man nicht den ganzen Tag YouTube-Clips anschauen möchte.

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