Datenschützer raten dazu, Politiker tun es bereits

Sonntagsfrage: Haben Sie schon Einspruch gegen Google Street View eingelegt?

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat es bereits getan, mindestens 10.000 weitere Bundesbürgerinnen und Bürger ebenfalls, Grünen-Urgestein Hans-Christian Ströbele und weitere Politiker wollen es noch tun: Widerspruch gegen Google Street View einlegen, um zu verhindern das Fotoaufnahmen ihrer Häuser im Netz zu sehen sind.

Googles Kamerawagen fotografieren für Street View Häuser auf der ganzen Welt. Lassen Sie ihr Haus aus dem Dienst entfernen? (Foto: Google)
Googles Kamerawagen fotografieren für Street View Häuser auf der ganzen Welt. Lassen Sie ihr Haus aus dem Dienst entfernen? (Foto: Google)

Seit der Ankündigung des Suchmaschinenanbieters Anfang der Woche den umstrittenen Dienst Street View bis Ende des Jahres für die zwanzig größten Städte in Deutschland zu starten, herrscht helle Aufregung: Auf die Suchbegriffe "google street view widerspruch" erhält man bei Google bereits 173.000 Treffer, Daten- und Verbraucherschutzportale veröffentlichen Musterbriefe für einen Widerspruch und selbst in der netzwelt.de-Redaktion gingen fälschlicherweise schon Widersprüche per Fax ein.

Lassen Sie ihr Haus aus Google Street View entfernen?

1. JA! Ich habe beziehungsweise werde mein Haus unverzüglich aus Google Street View entfernen lassen. 2. NEIN! Das Thema wird doch nur als Sommerlochfüller genutzt. Ich nutze Street View gerne und habe nichts gegen Aufnahmen von meinem Haus einzuwenden. 3. Ich bin noch am überlegen, ob ich Widerspruch einlege. Was sagen denn die anderen?

Widerspruch ja, aber wie?

Google sah sich angesichts der enormen Anfragen bereits genötigt, noch einmal alle Möglichkeiten Widerspruch einzulegen via Pressemitteilung zu beschreiben. Wie von Datenschützern gefordert, ermöglicht der Konzern diesen sogar per klassischen Brief dem Suchmaschinenanbieter zu kommen zu lassen. Eine vier Wochen Frist, in denen der Widerspruch eingereicht werden muss, damit die Bilder rechtzeitig vor Start des Dienstes unkenntlich gemacht werden, erregte aber wieder rum die Gemüter. Wie sieht es bei Ihnen aus? Werden Sie ihr Haus oder ihre Wohnung aus Street View entfernen lassen? Haben Sie Google womöglich bereits einen Brief geschrieben oder warten Sie lieber auf das Online-Tool? Oder nutzen Sie Street View selbst jeden Tag und wollen demnächst auch ihr Haus hier sehen können?

Uns interessiert Ihre Meinung. Nutzen Sie die Antwortmöglichkeiten auf der rechten Seite, um an der Umfrage teilzunehmen. Das Ergebnis wird direkt angezeigt. Da wir nicht alle Antwortmöglichkeiten vorgeben möchten, können Sie auch im Forum mit anderen Lesern und der Redaktion diskutieren.

Beiträgeinsgesamt 8 Beiträge

Zitat: sollte das auch für ein Mietshaus in Köln Kalk gelten. Köln ist ein gutes Beispiel.Wann haben sich denn die Kölner über Bilder ihrer Häuser aufgeregt? ...

Oh Mann, ist ja echt unglaublich, dass hier viele Leute nicht mal nur einen Schritt weiterdenken können... :rolleyes: Als ob es nur darum geht, dass das eigene Haus nicht sichtbar ist... Es geht doch auch darum, dass...

Wer seine Ranzbude aus Streetview entfernen lässt hat meiner Ansicht nach nicht alle Tassen im Schrank! Alle Häuser gehören zum öffentlichen Raum und können selbstverständlich fotografiert werden. Es ist doch...

Zitat: Wo und wie kann man Einspruch einlegen? Mach ich sofort - unkenntlich sollte das auf jeden Fall gemacht werden. Hier gibt es mehr Infos dazu.

Wo und wie kann man Einspruch einlegen? Mach ich sofort - unkenntlich sollte das auf jeden Fall gemacht werden.

Kommentieren