Initiative "Save Google Wave"

Google Wave: Nutzer kämpfen gegen Schließung

Eine Initiative gibt sich mit der angekündigten Schließung des Google-Dienstes Wave nicht zufrieden. Auf einer Webseite fordern die Gründer den Erhalt der Software - mehr als 30.000 Nutzer unterstützen schon die Kampagne.

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Google hat in seiner Unternehmensgeschichte schon einige Dienste in den Sand gesetzt. Dazu zählt etwa die Twitter-Alternative Jaiku, die heute nur noch von einigen Freiwilligen am Leben erhalten wird. Oder auch das soziale Netzwerk Orkut, das weltweit gesehen nur eine kleine Nummer ist.

Und seit letzter Woche gesellt sich ein weiterer Google-Dienst in die Galerie der erfolglosen Projekte des Suchmaschinenanbieters: Google Wave. Ende des Jahres, so Google, werde der Dienst eingestellt. Die Nutzerzahl sei zu gering gewesen, hieß es zur Begründung.

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Unterstützerzahl wächst permanent

Das wollten einige Fans nicht auf sich sitzen lassen und erstellten eine Webseite zum Erhalt des Dienstes. "Als wir die Nachricht hörten, dass Google Wave eingestampft werden soll, waren wir erschüttert. Google Wave ist ein unschätzbares Werkzeug, das wir jeden Tag nutzen, um Projekte im Auge zu behalten und mit anderen daran zu arbeiten (in Echtzeit)", heißt es auf der Seite.

Und der Kampf zur Rettung des Dienstes ist erfolgreich. Die Unterstützerzahlen wachsen von Tag zu Tag. Mittlerweile haben die Initiatoren schon mehr als 32.000 Mitstreiter von der Idee begeistern können. Zur Unterstützung der Kampgane ist lediglich ein Knopfdruck auf einer Schaltfläche auf der Webseite vonnöten.

Kommunikation und Kollaboration in Echtzeit

Ob Google sich von den Wave-Rettern beeindrucken lässt, ist aber unklar. Noch hat der Suchmaschinenanbieter nicht auf den Protest reagiert. Google plant, den Wave-Quellcode als Open Source an die Webgemeinde weiterzureichen und Werkzeuge bereitzustellen, mit denen Nutzer ihre Wave-Inhalte in andere Software transferieren können.

Google Wave wurde im Mai 2009 auf der Entwicklerkonferenz I/O vorgestellt. Der Dienst ermöglicht Kommunikation und Zusammenarbeit in Echtzeit. Dazu startet man eine Welle (engl. Wave) - ein Thema, das aus verschiedenen Quellen wie einem Chat oder auch einer E-Mail entspringen kann. Andere Nutzer können dann zur Mitarbeit an dem Thema eingeladen werden. Allerdings nur noch bis Ende des Jahres, wenn der Dienst eingestellt wird. 

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