3.000 Kunden von Attacke betroffen

Großbritannien: Trojaner stiehlt eine Million US-Dollar von Bankkonten

Eine neue Version des bekannten Trojaners Zeus hat in Großbritannien rund eine Million US-Dollar von insgesamt 3.000 Bankkonten gestohlen. Betroffen seien sowohl Privat- als auch Geschäftskunden, erklärte die Sicherheitsfirma M86 Security. Die Sicherheitsexperten enthüllten zwar nicht den Namen der betroffenen Bank, es soll sich aber um eines der größten Geldinstitute Großbritanniens handeln.

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Der Trojaner unterläuft bei seiner Attacke gängige Virenscanner. Nach dem sich die Nutzer online ihn ihr Konto eingeloggt haben, übernimmt das Programm die Sitzung und transferiert Geldbeträge, sobald der Kontostand höher als 800 britische Pfund ist. Das Geld würde über mehrere Konten verdeckt nach Osteuropa transferiert. Die Attacke laufe seit Anfang Juli und der Trojaner ist immer noch aktiv, warnt M86 Security. 

Mehrere Verbreitungswege

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Auf den Rechner gelangt das Schadprogramm dabei über mehrere Wege: Etwa über den Befall vertrauenswürdiger Webseiten oder durch das Platzieren von Online-Werbung, die den Schadcode enthält. Es nutzt dabei eine Reihe von Sicherheitslücken, vornehmlich in Microsoft und Adobe-Produkten. Allerdings sei das Schadprogramm auch auf 3.000 Mac-Rechnern sowie internetfähigen Spielekonsolen wie Sonys Playstation 3 oder Nintendos Wii entdeckt worden, selbst mobile Systeme wie Symbian oder das iPhone waren zum Teil befallen.

Die Vorgehensweise lässt M86 Security zufolge auf ein professionelles Netzwerk von Cyberkriminellen schließen. Die Sicherheitsexperten beobachteten zudem einen Trend: Die Software der Computerverbrecher würde immer perfekter und es sei für die Hersteller von Sicherheitssoftware schwer, entsprechende Absicherungen bereitzustellen.

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