Grundkurs: MacOS X effizient steuern mit Automator
Erste Aktionen für einen neuen Prozess
Nachdem die Wahl auf eine Kategorie gefallen ist, setzt der Anwender den Prozess aus Aktionen in über 10 Bereichen zusammen. Die Aktionen sind nach dem Typ der Inhalte gegliedert, der von der jeweiligen Aktion als Eingabe akzeptiert wird. Die Oberfläche der Software Automator ist in drei Spalten geteilt: Links zeigt es die Aktionen, rechts den aktuellen Prozess. Um eine Aktion hinzuzufügen, zieht man sie einfach mit Drag-n-Drop von der linken in die rechte Spalte. Ein guter Ausgangspunkt in "Dateien und Ordner" ist "Angegebene Finder-Objekte abfragen": Diese Aktion nimmt eine Auswahl beliebiger Dateien und Ordner auf.
Im zweiten Schritt sollte jeder Anwender für die Experimente mit Aktionen noch "Finder-Objekte duplizieren" zum Prozess hinzufügen. Damit legt Automator eine Kopie aller Elemente an, bevor er Änderungen aktiviert - so ist man auf der sicheren Seite, falls zum Beispiel für die Skalierung von Bildern eine falsche Pixelanzahl angegeben wurde. Zu jeder Aktion bietet Automator passende Optionen an, ein Mausklick auf den Knopf für die Beschreibung fördert einen kurzen Hinweis über den Sinn und Zweck der Aktion zu Tage. Zieht man mit der Maus eine Aktion über eine andere, ändert Automator die Reihenfolge entsprechend.
Screenshots: Automator unter MacOS X
Das Programm hilft seit MacOS X 10.4, wiederkehrende Aufgaben einfach zu automatisieren.
Im linken Bereich zeigt das Programm die verfügbaren Aktionen, recht die aktuelle Zusammenstellung als Arbeitsablauf.
Das Programm ändert die Größe und den Dateityp von Bildern in einem Rutsch.
Auf Wunsch erstellt das Programm auch kleine Vorschaubilder zu hunderten Dateien relativ schnell.
Geburtstagsgrüße lassen sich durch die Kombination aus Adressbuch, Kalender und Mail-Aktionen automatisch verschicken.
Über die RSS-Aktionen greift Automator Texte und Bilder automatisch aus dem Netz ab und liest sie auf Wunsch vor.
Genügen die vordefinierten Aktionen nicht, merkt sich das Programm die Klicks und Eingaben des Nutzers.
In der Kategorie "Dienstprogramme" gibt es eine Aktion, mit der ein Prozess auf Bestätigung des Nutzers warten kann.
Zwölf Bereiche: Dateien, Ordner & mehr
Um eine Aktion auszuführen, klickt der Anwender rechts oben in Automator auf "Ausführen". Sofern man im Prozess eine passende Eingabe angegeben hat, legt der Roboter mit seiner Arbeit los. Im unteren Drittel des Hauptfensters kann der Nutzer jederzeit überwachen, bei welchem Schritt sich Automator derzeit befindet. In einigen Fällen, zum Beispiel wenn hunderte Bilddateien konvertiert werden, gibt das einen guten Aufschluss der verbleibenden Zeit. Sofern Fehler auftreten, zeigt Automator eine Meldung an - diese geben jedoch recht selten wirklich Aufschluss über die Quelle des Problems, mögliche Lösungen werden nicht präsentiert.
In der Kategorie "Dateien und Ordner" gibt es neben den vorgestellten Aktionen noch eine ganze Reihe von interessanten Einträgen: Automator wirft selbstständig Medien aus oder stellt eine Verbindung mit beliebigen Servern her. Im täglichen Einsatz ist besonders die Funktion nützlich, mit der Objekte im Finder umbenannt werden - sie fügt beispielsweise in den Dateinamen das Datum der letzten Änderung ein. Wer oft mit Bildern arbeitet, wird die Aktionen der zweiten Kategorie schätzen lernen: Automator dreht, skaliert und wechselt das Dateiformat beliebiger Bilddateien. Miniaturen mit bestimmter Größe sind auch kein Problem.
Neben einfachen Dateien, Bildern gibt es in Automator auch zahlreiche Aktionen für Musik und Filmdateien - ein Prozess kann sogar die DVD-Wiedergabe steuern, ein Audio-Dokument aufnehmen oder mit der iSight-Kamera in MacBooks ein regelmäßig ein Video des Benutzers drehen. Mit "Dateien in iTunes importieren" ist es leicht, ein Miniprogramm für das einfache Drag-n-Drop neuer Musikstücke zu erstellen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.
