Fliegende Roboter könnten bessere Bilder für Google Earth liefern

Google: Zivile Drohnen im Einsatz (Update)

Google: Zivile Drohnen im Einsatz (Update) Suchmaschinenanbieter Google testet laut einem Bericht der Wirtschaftswoche derzeit den Einsatz von mit Kameras ausgestatteten Drohnen. Sie sollen aktuelleres Bildmaterial für den Kartendienst Google Earth liefern. Die deutsche Firma Microdrones bestätigte bereits die Lieferung einer Probedrohne an Google.

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Google äußerte sich auf Anfrage der Wirtschaftswoche nicht zu dem Thema. Die fliegenden Roboter können vollautomatisch mehrere tausend Meter fliegen und mit der eingebauten Kamera Fotos von der Umgebung schießen. Anbieter Microdrones arbeitet derzeit überwiegend mit Hochschulen zusammen. Im Kundenkreis finden sich aber auch der Luft-, Raumfahrt und Rüstungskonzern EADS sowie der Chemiekonzern Bayer. 

Datenschützer befürchten neue Spionage-Dimension

Während bei Microdrones Vorfreude über den bevorstehenden Deal mit dem Internetgiganten herrscht, befürchten Datenschützer, dass die Drohnen Google eine neue Spionage-Dimension eröffnen. Die Probleme seien möglicherweise tiefgreifender als beim umstrittenen Dienst Street View, sagte der nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte Ulrich Lepper der Wirtschaftswoche. Schließlich seien die Drohnen in der Lage Livebilder aus Gärten und von Balkonen zu liefern; Orte, die ähnlich detailliert weder auf Fotos von der Straße aus noch auf herkömmlichen Luftbildern zu sehen sind. Zusätzliche Technik würde sogar das Filmen bei Nacht oder durch Wände hindurch ermöglichen.

Microdrones verwies solche Szenarien allerdings ins Reich der Fabeln. Schließlich sei der Einsatz von Drohnen an die geltenden rechtlichen Bestimmungen gebunden. "Es war immer schon verboten, mittels Foto und Film in die Privatsphäre einzudringen. Unsere Drohnen haben an dieser Rechtslage nichts geändert", sagte Microdrones-Chef Sven Juerss der Wirtschaftswoche.

Update: Keine Drohnen für Google Earth

Eine Sprecherin von Google teilte in einem Pressebericht mit, dass die Drohnen nicht eingesetzt werden, um an Aufnahmen für den Kartendienst Google Earth zu gelangen. Diese Technologie soll weder jetzt noch in Zukunft von Google verwendet werden.

Google ist dafür bekannt, neue Technologien zu testen und damit die eigenen Dienste zu verbessern. Eine offizielle Geschäftsbeziehung mit dem Drohnenhersteller Microdrones pflegt der Suchmaschinengigant jedoch nicht. Nach dem Bekanntwerden des Gerüchts hatten sich besorgte Datenschützer zu Wort gemeldet, da die Drohnen auch in private Bereiche unbemerkt vordringen könnten.

Beiträgeinsgesamt 5 Beiträge

Zitat: Und um alle Triebe des Computer-Junkies zu befriedigen könnte die Drohne noch einen Abstecher zu der gut aussehenden Nachbarin machen ;) Kritisch... ich weiß nicht, ob der...

Und um alle Triebe des Computer-Junkies zu befriedigen könnte die Drohne noch einen Abstecher zu der gut aussehenden Nachbarin machen ;)

Gute Idee, die Route könntest Du ihm ja sogar vorgeben. Auf dem Weg könnte er noch die Post wegbringen.

Feines Gerät. Ich stelle mir gerade vor wie das wäre wenn man so eine hat, und was bei einem Fastfood-Restaurant bestellt: 1. Bestellen 2. Drohne hinschicken und Essen holen und das alles am...

So eine bräuchte ich noch. Diese Mini-Hubschrauber, die wir hier im Test hatten, ging viel zu schnell kaputt.

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