Wolf im Schafspelz

Magnat Quantum 550-Set: 5.1-Boxenset im Test

Bei der Quantum-550-Lautsprecherserie verpackt der deutsche Boxenbauer Magnat hochwertige Chassistechnik in eher simpel gestrickte Gehäuse. Nur so lässt sich der vergleichsweise geringe Preis von 1.650 Euro für das komplette Set erklären.

Das Magnat-Set ist trotz simpler Folienoberfläche gut verarbeitet. Die Lautsprecher sind in den Farben Schwarz und Nussbaum erhältlich. ( Bildquelle: AV T.O.P. Messtechnik GmbH )
Das Magnat-Set ist trotz simpler Folienoberfläche gut verarbeitet. Die Lautsprecher sind in den Farben Schwarz und Nussbaum erhältlich. ( Bildquelle: netzwelt )

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Bestückung
  2. 2Design und Technik
  3. 3Surroundklang
  4. 4Stereoklang
  5. 5Fazit
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Bestückung

Magnats Quantum-Baureihe umfasst mehrere Lautsprecherserien zu unterschiedlichsten Preisen, die von netzwelt getestete 550er-Serie gehört eher zu den preiswerten Angeboten. Das Test-Set, das im Hörraum steht, besteht aus den beiden Drei-Wege-Boxen Quantum 557 für die Frontbeschallung, dem Center Quantum 53, den beiden Zwei-Wege-Boxen Quantum 553 für die Surroundkanäle sowie dem Subwoofer Quantum 530A. Macht unter dem Strich 1.650 Euro.

Video

Magnat Quantum 530A: Der Subwoofer Quantum 530A von Magnat richtet sich mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 400 Euro vor allem an Einsteiger. Dabei ist die Bassbox mit Abmessungen von 48,7 x 39,7 x 42,6 Zentimetern und einem Gewicht von satten 23,5 Kilogramm alles andere als eine unauffällige Erscheinung. Die Ausstattung ist eher durchschnittlich, die Kraft dafür umso ungebremster. Im Test hinterlässt der Brüllwürfel einen guten Eindruck - allzu beherzt sollten Nutzer aber nicht an den Reglern drehen. Zum Video: Magnat Quantum 530A

Design und Technik

Im ersten Augenblick wirken die Lautsprecher mit ihrer simplen Folienoberfläche nicht besonders hochwertig. Doch schon der zweite Blick verrät, dass es sich hierbei um keine Billiglösung handelt, da der deutsche Boxenbauer den Querschnitt trapezförmig auslegt: Die Rückseite ist wesentlich schmaler als die Schallwand. Das wiederum kostet zusätzlichen Entwicklungsaufwand, da jede Form, die nicht rechtwinklig ist, schwierig herzustellen ist. Hinzu kommt, dass jede Hochglanz- oder Echtholzoberfläche zwar das Auge erfreut. Dem Gehör aber ist es völlig egal, wie das Gehäuse einer Box aussieht. Wesentlich entscheidender ist das Chassismaterial, schließlich ist dieses für den Klang zuständig.

Alles andere als billig: Bi-Wiring-Anschlüsse mit vergoldeten Kontakten.( Bildquelle: AV T.O.P. Messtechnik GmbH )
Alles andere als billig: Bi-Wiring-Anschlüsse mit vergoldeten Kontakten.( Bild: netzwelt)

Als Tieftöner kommt ein Chassis mit faserverstärkten Kunststoffkörben zum Einsatz. Diese sind gewöhnlichen Blechkörben in der Regel überlegen, aber auch teurer in der Herstellung. Die Körbe sorgen durch aufwändige Belüftungsmaßnahmen der Schwingspuleneinheit für ein freies Atmen der Chassis und für eine optimale Kühlung der Spule. Als Membranmaterial kommt Aluminium zum Einsatz, das in Computersimulationen hinsichtlich Durchmesser und Form optimiert wurde.

Der aus Kunststoff konstruierte Korb lässt Membran und Zentrierung viel Luft zum Atmen und kühlt zudem die Schwingspule. ( Bildquelle: AV T.O.P. Messtechnik GmbH )
Der aus Kunststoff konstruierte Korb lässt Membran und Zentrierung viel Luft zum Atmen und kühlt zudem die Schwingspule. ( Bild: netzwelt )

Der ebenfalls neu entwickelte Hochtöner arbeitet mit einer 25-Millimeter-Kalotte aus Teteron-Kunstseide, ein Material, das besonders leichtgewichtig ist, aber dennoch kaum Resonanzen aufweisen soll. Diese Neuentwicklung steckt in Front-, Center- und Surroundlautsprechern gleichermaßen. Die großen Standboxen besitzen drei 17-Zentimeter-Tieftöner, wovon einer ausschließlich für den Mitteltonbereich zuständig ist. Der Center ist hingegen mit zwei 13-Zentimeter-Exemplaren bestückt, während der Subwoofer über einen nach unten abstrahlenden 30-Zentimeter-Bass verfügt, der von einem 140-Watt-Verstärker angetrieben wird. So viel zur Theorie. Nun zur Praxis.

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