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Pioneer BDP-LX 52: 600-Euro-Player im Test
Makellose Bildqualität

von Florian Friedrich Uhr veröffentlicht

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Blu-ray-Player von Pioneer versprechen traditionsgemäß höchste Bild- und Tonqualität. Netzwelt ging der Frage auf den Grund, ob dies auch für den 600 Euro teuren BDP-LX 52 gilt – und kann die Frage guten Gewissens mit einem deutlichen und lauten „Ja“ beantworten.

Blu-ray-Player von Pioneer versprechen traditionsgemäß höchste Bild- und Tonqualität. Netzwelt ging der Frage auf den Grund, ob dies auch für den 600 Euro teuren BDP-LX 52 gilt – und kann die Frage guten Gewissens mit einem deutlichen und lauten „Ja“ beantworten.

Der BDP-LX 52 verfügt über die für Pioneer typische PQLS-Multi-Surround-Funktion, die den Jitter von HD-Ton reduziert. Dies funktioniert allerdings nur im Zusammenspiel mit aktuellen Pioneer-Receivern. (Bildquelle: AV T.O.P. Messtechnik GmbH)

Ausstattung und Einlesezeiten 

Der BDP-LX 52 erinnert optisch stark an seinen kleineren Bruder, den zeitgleich erschienenen BDP-320 für 400 Euro. Er wirkt aufgrund seiner massiven Aluminiumfront aber wesentlich schwerer und hochwertiger. Hinzu kommt, dass er die erweitere PQLS-Funktion an Bord hat, die in Verbindung mit aktuellen Pioneer-Receivern den Jitter von PCM-Mehrkanalton reduziert. Auch die Möglichkeiten beim Bild können sich sehen lassen: Nicht weniger als zwölf Videoeinstellungen – etwa Rauschfilter, Gammakorrektur, Farbton und Detailschärfe – lassen sich auf drei Speicherplätzen ablegen. Den meisten Spaß macht Tüftlern aber der umschaltbare „Pure Cinema“-Modus, weil man dort umfangreiche Bildänderungen vornehmen kann. Beim ersten Sehtest fällt sofort auf, dass der Pioneer praktisch jede Disc – egal ob DVD oder Blu-ray – in flimmerfreier Vollbildqualität auf den Bildschirm bringt.

Ausstattung und Einlesezeiten 

Der BDP-LX 52 erinnert optisch stark an seinen kleineren Bruder, den zeitgleich erschienenen BDP-320 für 400 Euro. Er wirkt aufgrund seiner massiven Aluminiumfront aber wesentlich schwerer und hochwertiger. Hinzu kommt, dass er die erweitere PQLS-Funktion an Bord hat, die in Verbindung mit aktuellen Pioneer-Receivern den Jitter von PCM-Mehrkanalton reduziert. Auch die Möglichkeiten beim Bild können sich sehen lassen: Nicht weniger als zwölf Videoeinstellungen – etwa Rauschfilter, Gammakorrektur, Farbton und Detailschärfe – lassen sich auf drei Speicherplätzen ablegen. Den meisten Spaß macht Tüftlern aber der umschaltbare „Pure Cinema“-Modus, weil man dort umfangreiche Bildänderungen vornehmen kann. Beim ersten Sehtest fällt sofort auf, dass der Pioneer praktisch jede Disc – egal ob DVD oder Blu-ray – in flimmerfreier Vollbildqualität auf den Bildschirm bringt.

Die USB-Schnittstelle links unten dient lediglich als Speichererweiterung für heruntergeladenes BD-Live-Material. (Bildquelle: AV T.O.P. Messtechnik GmbH)

Leider dauert das Einlesen von Discs sehr, sehr lange – hier kann man sich schon mal ein Butterbrot schmieren oder einen Kaffee aufsetzen. Normale Blu-rays benötigen durchschnittlich 43 Sekunden, um geladen zu werden, richtig ärgerlich wird es aber bei Blu-rays mit BD-Java: „Men In Black“ benötigt sage und schreibe 105 Sekunden, um zu starten – nichts für Ungeduldige. Dafür arbeiten Lademechanismus und Laufwerk ausgesprochen leise, was man vom Lüfter leider nicht behaupten kann.

Die Fernbedienung weist eine Aluminiumoberfläche auf und wirkt sehr edel. Die Bildauflösung lässt sich im laufenden Betrieb umschalten. (Bildquelle: AV T.O.P. Messtechnik GmbH)

Multimediatechnisch sieht es eher mager aus, PC-Streaming oder YouTube-Videos gehören nicht zum Funktionsumfang. Immerhin spielt der LX 52 aber auf DVD gebrannte AVCHD-Videos, DivX-Videos, MP3-Musik und JPEG-Bilder ab.

DVD-Bildqualität 

DVD-Kinofilme, die einen Vollbildmarker besitzen, erscheinen in flimmerfreier Kinoqualität auf dem Display, und das schon im ab Werk voreingestellten Pure-Cinema-Modus „Auto1“. Selbst TV-Mitschnitte geraten sauber. Verfügt die eingelegte DVD über keinen Vollbildmarker, sollte man auf „Pure Cinema Ein“ umstellen, dann werden Filme wie „Sechs Tage, sieben Nächte“ von Anfang bis Ende komplett flimmerfrei dargestellt. Die Ausgabe im „kleinen“ HDTV-Format 720p, wie sie zum Beispiel ältere Projektoren erwarten, fehlt übrigens.

Blu-ray-Bildqualität 

Keine große Überraschung: Pioneer liefert auch mit dem LX 52 makellose Bildqualität über HDMI, was für alle Player des japanischen Konzerns gilt. Der LX 52 trifft alle digitalen Pegel exakt und zeigt auch in allen Farbräumen ultraweiße und ultraschwarze Pegel an. Selbst die extrem knifflige Testsequenz mit einer Porträtaufnahme, die langsam über den Bildschirm gleitet, aufgenommen mit 30 Bildern pro Sekunde, meistert der Pioneer fehlerfrei und ohne Flimmern. Das schaffen nur ganz wenige Player. Zudem bietet er zahlreiche nützliche Bildregler, wo vor allem das feinstufig heller oder dunkler einstellbare Gamma überzeugt, denn über solche Regler verfügt längst nicht jedes Display oder jeder Beamer. HDTV-Material mit 50 oder 60 Bildern pro Sekunde zeigt bei seitlicher Bewegung Kämme, die aber beim Wechsel zurück auf den Modus „Auto 1“ oder „Auto 2“ sofort verschwinden.

Klangqualität 

Ist der Pioneer-exklusive „Kuro Link“ aktiviert, lässt sich die PQLS-Funktion, Abkürzung für Precision Quartz Clock System, zur Jitter-Reduktion im Verbund mit hauseigenen Receivern wie zum Beispiel dem SC-LX 72 einschalten. Dabei verbessert „PQLS 2ch Audio“ den CD-Ton und „PQLS Multi Surround“ den Ton von Discs mit linearem PCM-Mehrkanalton.

So klingt zum Beispiel der Dolby-TrueHD-Titel „The Hand That Feeds“ von den Industrial-Rockern Nine Inch Nails feiner strukturiert, räumlich homogener und nicht ganz so aggressiv. Zieht man hingegen Vergleiche zu einem Player mit HDMI-Bitstream, verringern sich die Unterschiede deutlich.

Fazit: Top-Player 

Wer auf beste DVD- und Blu-ray-Bildqualität Wert legt, liegt beim Pioneer BDP-LX 52 goldrichtig. Hinzu kommen zahlreiche Bildregler, die auch Tüftler glücklich machen. Die PQLS-Funktion kitzelt bei PCM ein Quäntchen feinere Durchzeichnung beim HD-Ton heraus, allerdings nur im Zusammenspiel mit Pioneer-Receivern. Wer über die nervig langen Einlesezeiten von Discs hinwegsehen kann, bekommt einen Blu-ray-Player der Spitzenklasse. Und der kostet im Internet teilweise nur noch 350 Euro.

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Blu-ray-Player von Pioneer versprechen traditionsgemäß höchste Bild- und Tonqualität. Netzwelt ging der Frage auf den Grund, ob dies auch für den 600 Euro teuren BDP-LX 52 gilt – und kann die Frage guten Gewissens mit einem deutlichen und lauten „Ja“ beantworten.

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Pioneer BDP-LX 52: 600-Euro-Player im Test
Pioneer BDP-LX 52: 600-Euro-Player im Test
Blu-ray-Player von Pioneer versprechen traditionsgemäß höchste Bild- und Tonqualität.
http://www.netzwelt.de/news/83622-pioneer-bdp-lx-52-600-euro-player-test.html
2010-08-14 07:52:58
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Pioneer BDP-LX 52: 600-Euro-Player im Test