Onkyo TX-NR 807: 1000-Euro-AV-Receiver im Test
Einmessung und Handhabung: Ein Kinderspiel

Bei der Einmessung kommt Audysseys Einmessautomatik MultEQ zum Einsatz, mit der man die Abstimmung von Boxengrößen, Pegeln und Verzögerungszeiten vornimmt. Der Klang lässt sich dabei nicht nur für einen Hörplatz optimieren, sondern gleich für den gesamten Raumbereich. An DynamicEQ und Dynamic Volume haben die Ingenieure ebenfalls gedacht. Das Bildschirmmenü ist durch seine Übersichtlichkeit sehr benutzerfreundlich geraten.
Hörtest: Dynamikwunder
Ein Blick auf das Leistungsdiagramm verrät, dass es dem TX-NR 807 nicht an Kraft mangelt: 5 x 102 Watt an acht Ohm und 5 x 135 Watt an vier Ohm reichen locker, um auch größere Räume ordentlich zu beschallen. Als besonders auffällig entpuppt sich dabei die außergewöhnliche Dynamik des Receivers: Den Blitzeinschlag und die Schüsse in "Ratatouille" hämmert er so kraftvoll in den Raum, dass die netzwelt-Redakteure zusammenzucken. Dieser schnelle Antritt bringt sogar mehr Sprachverständlichkeit bei den Dialogen, indem Stimmen noch besser als sonst üblich aus dem restlichen Soundtrack herausstechen.
Aber auch bei fein arrangierten Musikstücken punktet der Receiver: Er bildet alle Details ab und stellt Stimmen und Instrumente in Breite und Tiefe präzise auf, wie netzwelt anhand des Dolby-True-HD-Stücks "Crash Into Me" von Dave Matthews und Tim Reynolds feststellen konnte. Andere Receiver in dieser Preisklasse bieten teilweise aber noch etwas mehr Ruhe und Lockerheit. Bei der Stereowiedergabe behält der Onkyo seinen temperamentvollen und zupackenden Charakter.
Fazit
Ein AV-Receiver ohne nennenswerte Schwächen - ganz klare Kaufempfehlung in der 1.000-Euro-Klasse. Vor allem die Spielfreude und Dynamik des Onkyo TX-NR 807 überzeugen auf ganzer Linie. In Kombination mit der mehr als üppigen Ausstattung und der benutzerfreundlichen Bedienung ergibt sich ein nahezu unschlagbares Gesamtpaket.
