Bolide ohne nennenswerte Schwächen
Onkyo TX-NR 807: 1000-Euro-AV-Receiver im Test
Wenn auf der netzwelt-Kritikliste "ohne nennenswerte Mängel" steht, hat der Hersteller alles richtig gemacht. So geschehen im Fall des 1.000 Euro teuren Onkyo-Receivers TX-NR 807, der mit extrem viel Ausstattung und einem kraftvollen Klang punktet. Im Internet kann man den Musterknaben bereits zu einem Straßenpreis von 800 Euro bestellen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Netzwerkfähigkeiten
- 2Sonstige Ausstattung: Vom Feinsten
- 3Einmessung und Handhabung: Ein Kinderspiel
- 4Hörtest: Dynamikwunder
- 5Fazit
Netzwerkfähigkeiten
Wer einen vierstelligen Betrag für einen AV-Receiver auf den Tisch legt, erwartet gehobene Qualität und keine Kompromisse. Der Onkyo TX-NR 807 kommt dieser Idealvorstellung ziemlich nahe. Auch ausstattungstechnisch: Der Japaner ist randvoll mit modernster Technik. Die Entwickler verzichteten zwar auf die THX-Ultra-2-plus-Zertifizierung, die das Vorgängermodell, den TX-SR 806, auszeichnete, und spendierten dem Neuen "nur" die zahmere Variante THX Select 2 Plus. Dafür überzeugt der 807er mit Netzwerkfähigkeiten, die der Vorgänger noch nicht beherrschte - schon das "N" im Namen weist auf Netzwerk hin.
Der Receiver kann zum Beispiel Musik von einem DLNA-Server im Netz abspielen oder Internet-Radio über den vTuner-Dienst wiedergeben. Zusätzlich hat der Onkyo eine Unterstützung für den Internet-Musikdienst Last FM an Bord, was sich als äußerst praktisch erweist: Dieser Dienst analysiert die Lieder, die man bereits angehört hat, und bietet selbstständig ähnliche Songs an.
Video
Onkyo TX-NR 807: Der Onkyo TX-NR 807 lässt Heimkinoherzen höher schlagen. An dem 1000 Euro teuren Receiver im typisch kantigen Onkyo Design, gibt es tatsächlich nichts auszusezten. Der wuchtige Bolide glänzt mit vielen Anschlüssen und einer übersichtlichen Bedienung. Zum Video: Onkyo TX-NR 807
Sonstige Ausstattung: Vom Feinsten
Auf der Rückseite befinden sich gleich sechs HDMI-Eingänge, die für jeden noch so großen Gerätefuhrpark reichen sollten. Schön wäre lediglich ein zweiter HDMI-Ausgang gewesen, aber auch in der 1.000-Euro-Preisklasse kann man nicht alles haben.

Dafür ist der Onkyo mit dem neuen Dolby-System ProLogic 2z ausgerüstet, das den Anschluss von zwei zusätzlichen Höhenkanälen ermöglicht. Einschränkend muss dazu bemerkt werden, dass sich die Endstufen diese zusätzlichen Höhenkanäle mit den Surround-Back-Kanälen teilen müssen. Zusätzlich entschied man sich bei Onkyo dazu, auch noch die NSX-Technologie von Audyssey zu verbauen, über die sich auf Wunsch sogenannte Front-Wide-Kanäle kreieren lassen, die für eine Verbreiterung der Klangbühne sorgen sollen. Nachteil an der Sache: Auch hier muss man auf die Endstufen der Surround-Back-Kanäle zurückgreifen.

Beim Umgang mit Videosignalen stellt sich der Japaner als sehr sicher und resolut heraus, schließlich kann er nicht nur analoge Bilder auf 1080p hochskalieren, sondern auch Signale, die über HDMI hereinkommen. Auch die Vollbildwandlung funktioniert vorbildlich - sogar kritische Szenen erfasst die Filmmode-Erkennung nahezu fehlerfrei. Selbst bei 1080i-Videomaterial kommt sie nicht aus dem Tritt und glänzt mit einer flimmerfreien Vorstellung ohne Treppenstufeneffekte.

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