Toshiba 55 SV 685 D: 55-Zoll-Edelfernseher im Test
HDTV-Bildqualität
Hier stößt netzwelt auf eine kleine, aber nervige Macke des Japaners: Er kann sich das richtige Bildformat „Nativ“ nicht merken, sondern fällt immer wieder in „16:9“ zurück, wo keine pixelgenaue Darstellung möglich ist. Schaltet man die Formatautomatik ab, ist das Problem zwar behoben, aber dafür taucht ein neues auf: Man muss das richtige Bildformat stets von Hand auswählen. Bei Blu-rays wie „Casino Royale“ oder „I, Robot“ entschädigt der Toshiba mit einer sehr filmischen und plastischen Darstellung in hellen wie in dunklen Szenen. Das etwas dunklere Gamma von 2,4 passt hervorragend zu dem kontrastreichen Fernseher. Besonders lobenswert finden die Testredakteure jedoch die Feststellung, dass keine Abstufungseffekte bei seitlicher Betrachtung – fast immer ein Problem bei LCD-Fernsehern – auftreten. Obwohl der Farbraum leicht erweitert ist und eine zu niedrige Farbtemperatur aufweist, sehen die Farben selbst im Direktvergleich mit dem Referenz-Plasma Pioneer KRP-500 glaubwürdig aus. Sichtbare Schwächen treten erst bei Schwarz-Weiß-Streifen wie „Casablanca“ auf – dunkle und mittlere Graustufen weisen einen Braun-Rosa-Stich auf.
Fazit: Ein echtes Schnäppchen
Das 43-Kilo-Monster eignet sich vorzüglich fürs XXL-Heimkino: riesengroßes Bild, viele Bildregler, hoher Kontrast, gute Farben, kaum Blickwinkelabhängigkeit und kaum Artefakte. Im Fernsehalltag stören lediglich die mittelmäßige Signalverarbeitung bei Standardsignalen sowie die unkomfortable Senderverwaltung bei digitalem Kabelempfang.
